Montag, 24. September 2018
Solidaritätsanzeige

Hungerstreik beendetEinen Tag nach einem entsprechenden Aufruf des inhaftierten PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan haben die kurdischen politischen Gefangenen in den türkischen Gefängnissen ein Ende ihres Hungerstreiks angekündigt. Das teilte ihr Sprecher Deniz Kaya mit. Öcalan hatte am Samstag über seinen Bruder den Hungerstreikenden den Wunsch übermitteln lassen, dass diese ihre Aktion beenden sollten.

 

In der Erklärung zur Beendigung des Hungerstreiks heisst es: „Das Ziel unserer Aktion war es zu zeigen, dass wir für ein Ende der Gewaltspirale in der kurdischen Frage und für dessen friedliche Lösung über den Weg des Dialogs und der Verhandlungen zur Not auch bereit sind unser Leben zugeben. Für die Ermöglichung einer demokratischen Lösung der kurdischen Frage haben wir unser Leben dargebracht. (...) Wie die Öffentlichkeit weiss, hat unser Vorsitzender mit seiner Aussage, dass der Widerstand seinen Sinn erfüllt habe und der Hungerstreik ohne Zweifel beendet werden sollte, den Wunsch an uns herangetragen unsere Aktion zu beenden. Wir folgen diesem Aufruf und teilen mit, dass wir ab dem 18. November 2012 unseren Hungerstreik für beendet erklären. Wir werden in der vor uns liegenden Zeit genauestens beobachten, wie die Annäherung an unseren Vorsitzenden aussehen wird und ob die Möglichkeit nach neuen Verhandlungen an Klarheit gewinnen wird.

An unser Volk und die demokratische Öffentlichkeit möchten wir zusätzlich folgenden Aufruf richten: Die Entwicklung, die der Hungerstreik initiiert hat, muss bis zur Erlangung der Freiheit unseres Vorsitzenden und bis der Aufbau der Demokratischen Autonomie vollendet ist, weitergeführt werden. Der Widerstand hierfür muss gar erhöht und auf eine neue Ebene getragen werden. Unser Volk hat durch seine Aufopferungsbereitschaft und seinen unbeschreiblichen Widerstand seinen unbedingten Freiheitswillen gezeigt. Dieser Widerstand, unter der Vorhut unserer Bevölkerung, kann von keiner Kraft aufgehalten werden.“

Die Gesellschaft der Gemeinschaften Kurdistans (KCK) erklärte zur Beendigung des Hungerstreiks: „Am 12. September haben 67 Gefangene der Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) und der Partei der Freien Frauen Kurdistans (PAJK) einen unbefristeten Hungerstreik begonnen. In den darauffolgenden Tagen und Wochen schlossen sich immer mehr Gefangene dem Hungerstreik an. Zuletzt beteiligten sich an dem Hungerstreik etwa 10.000 Gefangene. (...) Der mit großer Überzeugung und Entschlossenheit 67 Tage lang geführte Hungerstreik gelangte auf die Tagesordnung der Gesellschaft. Darüber hinaus haben die Regierung und Vertreter des Staates seine Ernsthaftigkeit erkannt und waren gezwungen, einige Schritte einzuleiten.

Der Widerstand des Hungerstreikes hat voran in allen vier Teilen Kurdistan und dem Ausland, vor allem in Europa, für Aufsehen gesorgt. Unser Volk hat in politischer und nationaler Hinsicht eine Einheit gebildet; es hat die Forderungen der Widerstandsleistenden als ihre eigenen Forderungen aufgegriffen, zehntausende und hunderttausende sind auf den Beinen gewesen. Während der Widerstandsphase wurde nahezu an jedem Tag eine Aktion durchgeführt und der Kolonialismus verflucht. Zahlreiche nationale wie auch internationale Institutionen und Organisationen haben die Forderungen der Hungerstreikenden als angemessen und lösbar betrachtet und ihre Solidarität bekundet.

Die Unterstützung und das Einfühlungsvermögen der FreundInnen des kurdischen Volkes in der Türkei, der RevolutionärInnen, der DemokratInnen und sämtlicher Kreise, die für die menschliche Würde stehen, ist von äußerster Bedeutung und von großem Wert.

Der Gefängniswiderstand wurde gemeinsam mit dem Aufruf des Repräsentanten des kurdischen Volkes auf eine würdevolle Weise beendet. Der Repräsentant des kurdischen Volkes hat diesen Aufruf aufgrund seiner Verantwortung zu unseren Völkern getätigt. Von nun an fällt sämtliche Verantwortung dem Staat und der Regierung zu. Wir geben als Bewegung bekannt, dass wir uns nach dem Aufruf des Vorsitzenden Apo richten, und auf dieser Basis von all unseren GenossInnen, die sich im Widerstand befinden, möchten, dass sie ihre Aktion beenden.“

Quelle: ISKU / RedGlobe

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