Montag, 17. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Gernika nach dem Angriff. Foto: Jaume d'Urgell / flickr.comAuf dem Madrider Almudena-Friedhof ist die Inschrift über den Gräbern von acht im Spanischen Bürgerkrieg getöteten deutschen Soldaten der »Legion Condor« entfernt worden. Die Nazis hatten auf Seiten des Putschisten und späteren spanischen Diktators Francisco Franco gegen die Republik gekämpft. Wie der »Kölner Stadt-Anzeiger« in seiner heutigen Ausgabe berichtet, wurde die  Grabstätte nach dem Bürgerkrieg zur Verherrlichung der von Hitler entsandten Kampfpiloten angelegt. Die Inschrift über den Gräbern verkündete: »Hier ruhen deutsche Flieger gefallen im Kampfe für ein freies Spanien.« Diese Inschrift fehlt inzwischen, nachdem das Blatt beim deutschen Auswärtigen Amt um Informationen zum Mahnmal gebeten hatte.

»Die Aufschrift ignorierte die Leiden der Opfer, die der Einsatz der Legion im spanischen Bürgerkrieg insbesondere auch unter der spanischen Zivilbevölkerung gefordert hat«, erklärte das Ministerium von Guido Westerwelle. »Die Aufschrift wurde daher entfernt.«

Heute vor 75 Jahren, am 26. April 1937, legten 21 Flugzeuge der »Legion Condor«, unterstützt von drei italienischen Maschinen, das baskischen Städtchen Gernika (Guernica) mit damals 6000 Einwohnern in Schutt und Asche. Rund 300 Menschen starben. Trotz der längst überfälligen Massnahme in Madrid gibt es in Spanien und Deutschland noch immer Grabstätten und Denkmäler, mit denen die Franco-Faschisten und ihre deutschen und italienischen Helfershelfer verherrlicht werden.

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