Mittwoch, 21. November 2018
Solidaritätsanzeige

Artur Mas bei der Stimmabgabe. Foto: GeneralitatBei einer von der spanischen Zentralregierung verbotenen und nicht anerkannten Volksabstimmung haben am Sonntag in Katalonien rund 2,25 Millionen Menschen über eine Unabhängigkeit ihres Landes von Spanien abgestimmt. Wie aus Ergebnissen hervorgeht, die die katalanische Generalitat nach Auszählung von 96,8 Prozent der Stimmen veröffentlicht hat, stimmten 80,76 Prozent der Teilnehmer – 1,8 Millionen – dafür, dass sich Katalonien als unabhängiger Staat konstituieren soll. Mit »Ja – Nein«, also für einen katalanischen Staat, aber gegen die Unabhängigkeit, votierten gut zehn Prozent der Abstimmenden (226.000), während komplett »Nein« von 4,54 Prozent (102.000) gesagt wurde.

Wie das spanische Internetportal eldiario.es hervorhebt, lag die Beteiligung an dem Referendum in etwa bei der anderer Volksabstimmungen in den letzten Jahren. Die Unterstützung von 1,8 Millionen Wählern für die Unabhängigkeit entspricht auch etwa der Zustimmung für das Autonomiestatut, über das 2006 abgestimmt worden war. Dieses Statut war auf Antrag der damals oppositionellen Volkspartei (PP) durch das spanische Verfassungsgericht weitgehend gekippt worden – dieser Schritt hatte die Radikalisierung der katalanischen Bewegung mit ausgelöst.

Unklar ist nun, wie die weiteren Schritte aussehen werden. Möglich ist, dass der katalanische Ministerpräsident Artur Mas das Parlament auflöst und vorgezogene Neuwahlen ansetzt, die dann als de-facto-Referendum über die Unabhängigkeit durchgeführt werden würden. Eine katalanistische Mehrheit im Parlament könnte dann einseitig die Abspaltung von Spanien verkünden.

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