Mittwoch, 21. November 2018
Solidaritätsanzeige

Abstimmung in Barcelona. Foto: Enric Català / eldiario.esMehr als zwei Millionen Menschen haben am heutigen Sonntag in Katalonien an einer von der Zentralregierung in Madrid und dem spanischen Verfassungsgericht verbotenen Volksbefragung teilgenommen. Zur Abstimmung stand die Frage, ob sich Katalonien als eigenständiger Staat konstituieren und ob dieser Staat unabhängig sein soll. Ursprünglich hatte die katalanische Regierung angestrebt, am heutigen 9. November ein offizielles Referendum über diese Frage durchzuführen. Nachdem diese Abstimmung jedoch illegalisiert worden war, fand heute lediglich eine unverbindliche Meinungsäußerung statt – eine weitere Massendemonstration wie zuletzt am 11. September, als etwa 1,8 Millionen Menschen in Barcelona für die Unabhängigkeit auf die Straße gegangen waren.

 

Ursprünglich wollte die katalanische Regierung die Ergebnisse der informellen Abstimmung erst am Montag bekanntgeben, doch am späten Abend kündigte der katalanische Ministerpräsident Artur Mas an, man werde bis etwa Mitternacht Informationen über die Beteiligung und erste Angaben zum Abstimmungsergebnis bekanntgeben. Die Beteiligung sei sehr hoch gewesen, betonte Mas. Bis 18 Uhr hatten offiziellen Angaben zufolge knapp zwei Millionen Menschen ihre Stimme abgegeben. Wahlberechtigt waren alle in Katalonien lebenden Menschen ab 16 Jahren sowie alle im Ausland lebenden Katalanen. So bildete sich etwa in London eine lange Schlange von Wartenden vor dem dortigen Abstimmungslokal. Berichten des katalanischen Fernsehens TV3 zufolge nahmen dort die Teilnehmer Wartezeiten von bis zu fünf Stunden auf sich.

Reportage von Mela Theurer für die Tageszeitung junge Welt: Hier klicken

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