Dienstag, 11. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Mahnmal für die Opfer von Lidice. Foto: kristofarndt / flickr.comFaschistische Politik war eine Vernichtungspolitik, die auch vor barbarischen Morden an der Zivilbevölkerung nicht zurückschreckte. Dies betraf nicht nur den Krieg gegen die Sowjetunion, der wegen der zahlreichen Massenmorde zurecht als „Vernichtungskrieg“ bezeichnet wird, sondern auch die anderen Kriegsschauplätze, an denen Wehrmacht und SS - Einheiten gemeinsam Verbrechen gegen die Bevölkerung begingen.

Vor 70 Jahren, am 10.Juni 1942 ermordeten deutsche Truppen in der Tschechoslowakei in dem 500-Einwohner-Dorf Lidice rund 20 Kilometer nordwestlich von Prag die gesamte männliche Bevölkerung, deportierten die Frauen in Konzentrationslager und brachten die meisten Kinder zur Umerziehung nach Deutschland. Zwei Wochen später töteten deutsche Truppen mehr als 30 Männer in Lezaky, rund hundert Kilometer östlich von Prag. Als Rechtfertigung für diese Massaker nannten die faschistischen Okkupanten den erfolgreichen Bombenanschlag auf Reinhard Heydrich, den Planungsbeauftragten für die "Endlösung" der Judenfrage und höchsten NS-Funktionär im damaligen Böhmen und Mähren.

In der Tat gelang es Ende Mai 1942 einer Gruppe in Großbritannien trainierter  tschechischer Widerstandskämpfer direkt in Prag diesen Verantwortlichen für zahllose Verbrechen auch gegen die tschechische Bevölkerung zu töten. Aus Rache und, um die tschechische Zivilbevölkerung einzuschüchtern, wurden das Dorf Lidice vernichtet und später die Männer von Lezarky erschossen. Doch auch dieser Terror konnte den illegalen Widerstandskampf in der CSR nicht unterdrücken. Auch tschechoslowakische Antifaschisten leisteten ihren Beitrag zur Befreiung ihres Landes vom Faschismus.

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) erinnert an diesem Tag an die Kämpferinnen und Kämpfer gegen den Faschismus, die trotz Terror und Verfolgung ihren Mut und Kampfeswillen bewahrt haben.

Die FIR gedenkt aller Opfer von Lidice. Und es gilt dabei gegen alle Versuche der Geschichtsfälschung deutlich zu machen: Nicht der antifaschistische Widerstand war verantwortlich für dieses Massaker, sondern die faschistische Okkupationspolitik.

Keine Relativierung faschistischer Verbrechen zulassen!
Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Quelle: FIR / RedGlobe

 

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