Montag, 15. Oktober 2018
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Free the FiveFree the FiveDer Präsident der kubanischen Nationalversammlung, Ricardo Alarcón, hat die Vereinigten Staaten am Mittwoch für die Gesundheit des Antiterroristen Gerardo Hernández - einer der als »Miami 5« international bekannten Kubaner - verantwortlich gemacht, der zu Unrecht in einem US-Gefängnis einsitzt und unter gesundheitlichen Problemen leidet. Gerardos Gesundheit sei in Gefahr und die USA dafür verantwortlich, erklärte Alarcón in Havannas Palacio de Convenciones, in dem derzeit parlamentarische Ausschüsse im Vorfeld der nächsten Sitzungsperiode des kubanischen Parlaments versammeln.

Alarcón informierte, dass Gerardo im Gefängnis von Victorville, Kalifornien, in eine Isolationszelle verbracht wurde, ohne irgendeine Disziplinlosigkeit begangen zu haben. Alarcón kritisierte, dass das »Loch«, in dem Hernández derzeit festgehalten wird, eine zwei Meter lange und einen Meter breite Zelle ist, in der die Temperatur 35° C erreichen kann und in der es keinen Luftaustausch gibt, außer einem kleinen Loch im oberen Teil der Zellwand, die er mit einem anderen Insassen teilt.

»Die US-Regierung weiß, dass Gerardo unter gesundheitlichen Beschwerden leidet und seit April eine ärztliche Untersuchung beantragt hat«, sagte Alarcón. Erst am 20. Juli sei Hernández ein Arztbesuch gestattet worden. Am nächsten Tag wurde er dann trotz der Tatsache, dass bei ihm mehrere noch unbehandelte Probleme festgestellt wurden, wieder ins »Loch« gebracht. Gerardo scheint unter einer Bakterieninfektion zu leiden, die laut Aussage des untersuchenden Arztes bei den Gefängnisinsassen zirkuliert. Weiter hat Gerardo offenbar Probleme mit dem Blutdruck zu haben. Gerardo sei zwar ein junger, gerade 45-jähriger Mann, befinde sich aber seit 12 Jahren unter sehr schwierigen, angespannten Verhältnissen, sagte Alarcón.

»Wir haben beim US-Außenministerium Protest eingelegt, aber keine Antwort erhalten. Er befindet sich nicht nur in diesem Loch, sondern auch unter strafverschärfenden Bedingungen,« erinnerte Alarcón und wies darauf hin, dass Gerardo auch der Kontakt zu seinen Anwälten verweigert werde - und das ausgerechnet zu einer Zeit, da sein Prozess weitergeführt werde. Diese Situation habe sich während des gesamten Prozesses konstant wiederholt. »Gerardo sollte mit seinen Anwälten an den Beweisen arbeiten, die den "Habeas Corpus" belegen. Das weiß die US-Regierung, trotzdem hat er bis zum jetzigen Moment keinen Kontakt zu seinen Anwälten, ist ohne Korrespondenz, vollkommen isoliert, und dazu kommt, dass er krank ist, was seine physische Unversehrtheit gefährdet,« warnte Alarcón.

Quelle: Prensa Latina / Deutsche Übersetzung: ¡Basta Ya! (jmb, db) / Überarbeitung: RedGlobe

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