Dienstag, 16. Oktober 2018
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Free all Cuban Five!Free all Cuban Five!Update 28. Februar 2014: Fernando González ist heute nach Kuba zurückgekehrt. Weitere Informationen: Hier klicken

Fernando González ist frei. Nach 15 Jahren, fünf Monaten und 15 Tagen hinter Gittern ist der kubanische Aufklärer am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) aus dem Bundesgefängnis Safford im US-Staat Arizona entlassen worden. Ganz frei ist er jedoch noch immer nicht: Zunächst wurde er an die Einwanderungsbehörden in Miami überstellt, die gegen ihn ermitteln, weil er seine Tätigkeit für die kubanische Sicherheit bei der Einreise in die USA nicht angegeben hatte. Unklar ist deshalb, wann Fernando nach Kuba zurückkehren kann. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Miami,  Michelle Alvarez, kündigte jedoch an, dass dies »so schnell wie möglich« geschehen solle. Nach seinem Kampfgefährten René González ist Fernando der zweite der als »Cuban Five« international bekanntgewordenen Antiterroristen, die aus der Haft entlassen wurden. Drei weitere Männer sitzen noch immer im Gefängnis: Antonio Guerrero, Ramón Labañino und Gerardo Hernández.

 

»Unsere Söhne haben das Leben von Menschen verteidigt und gegen den Terrorismus gekämpft«, sagte Fernandos Mutter Magali Llort in Havanna und appellierte an die Menschen in aller Welt, »den Kampf fortzusetzen, bis auch die anderen drei zu Unrecht verurteilten zurückgekehrt sind.« Demgegenüber wetterten in den USA antikommunistische Hardliner wie die republikanische Kongressabgeordnete Ileana Ros-Lehtinen gegen Fernandos Freilassung. »Die Castros werden das nutzen, um ihre Propaganda zu verstärken«, zitierte die Tageszeitung  »Nuevo Heraldo« die ultrarechte Politikerin.

Die fünf Kubaner, die als Aufklärer in den USA in antikommunistische Gruppierungen eingedrungen waren, um Pläne für Anschläge auf der Insel auszukundschaften und deren Durchführung zu verhindern, waren am 12. September 1998 von der US-Bundespolizei verhaftet worden. Auf ihre Tätigkeit waren die Behörden durch Informationen aufmerksam geworden, die die kubanischen Stellen selbst drei Monate zuvor in Havanna einer FBI-Delegation übergeben hatten, um die Ermittler der USA zum Vorgehen gegen die Terroristen zu bewegen. Doch während die gewaltbereiten Banden bis heute weitgehend ungehindert vom Boden der USA aus operieren können, verfolgten die US-Behörden die Aufklärer.

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