Dienstag, 16. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Freiheit für die Cuban Five!Freiheit für die Cuban Five!Der in den USA seit mehr als 15 Jahren eingesperrte kubanische Aufklärer Fernando González soll am 27. Februar aus der Haft entlassen werden. Wie die britische BBC und die spanische EFE am Mittwochabend berichteten, soll er an diesem Tag in ein Gefängnis der Einwanderungsbehörde überstellt und später in seine Heimat abgeschoben werden. Fernando ist dann das zweite Mitglied der »Cuban Five«, das nach Verbüßung des größten Teils der Strafe, wieder in Freiheit ist. Als erster der inhaftierten Antiterrorkämpfer war René González im Oktober 2011 nach 13 Jahren aus der US-Haft auf »Bewährung« entlassen worden. Er durfte erst im Mai 2013 und nach Verzicht auf seine US-amerikanische Staatsangehörigkeit endgültig nach Kuba zurückkehren. Fernando González war ursprünglich zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt worden. 2009 hatte ein US-Gericht die Strafe auf 17 Jahre reduziert. Wegen »guter Führung« soll er nun, am 27. Februar, nach Absitzen von 15 Jahren, fünf Monaten und 15 Tagen frei kommen.

 

Die Kubaner, die als Aufklärer in den USA in antikommunistische Gruppierungen eingedrungen waren, um Pläne für Anschläge auf der Insel auszukundschaften und deren Durchführung zu verhindern, waren am 12. September 1998 von der US-Bundespolizei verhaftet worden. Auf ihre Tätigkeit waren die US-Behörden durch Informationen aufmerksam geworden, die die kubanischen Stellen drei Monate zuvor in Havanna einer FBI-Delegation übergeben hatten, um die Ermittler der USA zum Vorgehen gegen die Terroristen zu bewegen. Doch während die ultrarechten gewaltbereiten Banden bis heute weitgehend ungehindert vom Boden der USA aus operieren können, verfolgten die US-Behörden die Aufklärer.

Nach Freilassung von René und Fernando werden drei der »Cuban Five« weiter in US-Gefängnissen festgehalten. Für ihren Einsatz gegen den Terror waren sie zu drakonische Strafen verurteilt worden: Ramón Labañino zu lebenslang plus 18 Jahren, Antonio Guerrero zu lebenslang plus zehn Jahren, Gerardo Hernández zu zweimal lebenslang plus 15 Jahre. 2009 reduzierte ein Gericht einige Strafen: Ramón soll nun »nur noch« 30 Jahre verbüßen und Antonio knapp 22 Jahre während Gerardo in US-Haft sterben soll.

Da ihre juristischen Möglichkeiten weitgehend ausgeschöpft sind fordert die internationale Solidaritätsbewegung US-Präsident Barack Obama auf, von der im offen stehenden Möglichkeit Gebrauch zu machen, die noch inhaftierten zu begnadigen und sie nach Hause zurückkehren zu lassen. Am 7. Und 8. März soll der Fall der »Cuban Five« vor einem international besetzten Tribunal in London verhandelt werden. In der von zahlreichen namhaften Persönlichkeiten unterstützten Anhörung wollen hochkarätige Juristen und Menschenrechtsexperten die Hintergründe, den Prozeß, die Strafen und die Haftbedingungen untersuchen und das von den Konzernmedien konsequent totgeschwiegene Thema in den Fokus der Öffentlichkeit stellen. Dem Aufruf dazu (www.voicesforthefive.com) haben sich in wenigen Wochen bereits über 3.900 Menschen angeschlossen. In der BRD gehören zu den Unterstützern unter anderem Literaturnobelpreisträger Günter Grass, der Völkerrechtler Professor Norman Paech, der Schauspieler und Gewerkschafter Rolf Becker und der Autor Roger Willemsen.

 

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.