Montag, 24. September 2018
Solidaritätsanzeige

Freiheit für die Cuban FiveFreiheit für die Cuban FiveLiebe Schwestern und Brüder,

ich diktiere diese Worte ins Telefon, daher muss ich mich kurz fassen, und ich werde nicht in der Lage sein, alles zu sagen, was ich gerne gesagt hätte.

Gestern Nachmittag wurde ich mit der selben Geschwindigkeit aus "dem Loch" geholt, wie ich hineingeworfen wurde. Man hat mich dort hingebracht, weil gegen mich angeblich ermittelt werde. Solche Ermittlungen können drei Monate in Anspruch nehmen, manchmal mehr, doch ich war 13 Tage dort. Wie ein bekannter kubanischer Journalist sagen würde, man kann seine eigenen Schlüsse daraus ziehen...

Ich möchte Euch allen meinen tief empfundenen Dank aussprechen. Ihr wisst, dass es wegen der extremen Hitze und der mangelnden Frischluft besonders schwierige Tage waren, aber Ihr alle wart mein Sauerstoff. Ich kann die enorme Bedeutung Eurer solidarischen Anstrengungen nicht anders zusammenfassen.

Vielen Dank an alle Compañeras und Compañeros aus Kuba und aus aller Welt, die ihre Stimmen gemeinsam erhoben, um meine Situation zu verurteilen. Danke an alle Einrichtungen, Organisationen und Einzelpersonen guten Willens, die auf die eine oder andere Weise dafür arbeiteten, dieser Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen:
an unseren Präsidenten Raúl, der uns mit seiner Unterstützung ehrt,
an die Kubanische Nationalversammlung und ihren Präsidenten Ricardo Alarcón, einen unermüdlichen Kämpfer für die Sache der Fünf,
an meine vier Brüder, die mir Nachrichten der Ermutigung schickten, und die ständig unter ähnlichen Misshandlungen gelitten haben,
und natürlich an unseren lieben Comandante en Jefe. Danke für so viel Ehre! (Ich weiß nicht, ob ich das sagen darf, aber schon das Privileg, meinen Namen aus Fidels Mund zu hören, lässt mich gegenüber denen Dankbarkeit empfinden, die mich ins »Loch« gesteckt haben...)
Danke Comandante, für die Freude, Sie so großartig wie immer zu erleben!

Dank an jeden Einzelnen, der wieder einmal die Macht der Solidarität demonstriert hat, die uns eines Tages zweifellos befreien wird.

Der Kampf geht weiter

Eine große Umarmung

Gerardo Hernández Nordelo
US Penitentiary, Victorville, CA
3. August 2010

Quelle: miami5.de / RedGlobe

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