Dienstag, 25. September 2018
Solidaritätsanzeige
Wie aus einem in Slowenien an die Öffentlichkeit gelangten geheimen Protokoll politischer Gespräche zwischen dem politischen Direktor des slowenischen Außenministeriums, Mitja Drobnic, und US-Diplomaten hervorgeht, wollen die Vereinigten Staaten die Präsidentschaft Sloweniens nutzen, um die EU für ihre Kampagnen einzuspannen. In dem vom Online-Magazin Hintergrund.de übersetzten Dokument wird detailliert aufgeführt, was die USA von der Europäischen Union erwarten, so zum Beispiel die Durchsetzung der gestern einseitig erklärten Sezession des Kosovo von Serbien.



Aus dem Protokoll geht detailliert das Drehbuch für die Abspaltung des Kosovo von Serbien hervor, wie wir es in den nächsten Tagen erleben werden: "Er (der Assistant Secretary (DS) für europäische und eurasische Angelegenheiten im State Department,  D. Fried) regte die Republik Slowenien an, daß sie in der Phase der Anerkennung die erste sein sollte, die den Kosovo anerkennt. Nach Einschätzung der USA würden etwa sechs EU-Mitgliedsstaaten anfänglich den Kosovo nicht anerkennen, jedoch werden es aber mindestens 15 von 27 Ländern tun, was aber schon genüge. Der slowenischen Führung in ihrer Funktion der Ratspräsidentschaft komme somit eine Schlüsselrolle zu. Die Vereinigten Staaten vermieden einstweilen Aussagen zur Unabhängigkeit des Kosovo, werden aber nach der Proklamierung der Selbständigkeit durch die Regierung des Kosovo dann unter den ersten Regierungen sein, die die Selbständigkeit anerkennen werden. Die USA strebten an, daß der Kosovo in den ersten Tagen von möglichst vielen Ländern außerhalb der EU anerkannt werde. Die Vereinigten Staaten würden eine starke Lobby-Arbeit in Japan, der Türkei sowie den Arabischen Ländern betreiben, in Ländern also, die ihre Bereitschaft gezeigt hätten, den Kosovo ohne Zögern auch anzuerkennen. (...) Die USA entwerfen zur Zeit mit dem Kosovo dessen Verfassung, die Situation ist zurzeit günstig, die USA hoffen, daß die Kosovaren den Glauben an sich selbst nicht verlieren, denn dadurch würden auch die Vereinigten Staaten ihren Einfluß dort verlieren."

Hinsichtlich Lateinamerikas heißt es in dem Protokoll: "Präsident Bush ist über die Lage in Kuba und Venezuela besorgt. Er ist überzeugt, daß die Unterstützung der Opposition in Kuba (ähnlich wie in Georgien und der Ukraine) positive Ergebnisse bringen könnte. Die Politik der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba bedeute nicht eine Regime-Änderung, sondern nur den Wunsch nach einem demokratischen Übergang nach dem Tod von Fidel Castro. In der Deklaration zum EU-USA-Gipfel wünscht man sich die Erwähnung von Kuba und Venezuela."

Quelle: Hintergrund.de / RedGlobe

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.