Türkei

Tausende gegen ErdoganIn der Türkei eskalieren die Proteste gegen die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Schon seit Tagen hatten Tausende Menschen am Taksim-Platz in Istanbul gegen die Zerstörung einer Parkanlage demonstriert. Die Bäume sollen dem Wiederaufbau einer Kaserne aus dem 18. Jahrhundert weichen, in der dann ein Einkaufszentrum entstehen soll. Inzwischen haben sich auch andere Protestbewegungen, wie etwa die gegen die von der islamistischen Regierung geplante Einschränkung des Alkoholverkaufs, mit den Parkschützern vereinigt. Die Polizei ist mit brutaler Gewalt gegen Zehntausende Menschen vorgegangen, die inzwischen offen den Rücktritt der Regierung fordern.

 

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete zwölf verletzte Menschen, die Kommunistische Partei der Türkei (TKP) nennt auf ihrer Homepage die Zahl von 103 Verletzten, von denen 16 im Krankenhaus behandelt werden mussten. Gerüchte über mehrere Tote wurden bislang nicht bestätigt.

»Schulter an Schulter gegen den Faschismus« sei einer der Slogans der Demonstranten, die sich auch durch Tränengas und Knüppeleinsätze der Sicherheitskräfte nicht aufhalten liessen, berichtet die TKP und spricht von 10.000 Teilnehmern in Istanbul.

Die Regierung setzt einem Bericht der englischsprachigen »Today's Zaman« zufolge auf Härte und hat angekündigt, nicht nachgeben zu wollen. Demgegenüber kritisierten Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International das exzessive Vorgehen der Polizei.

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