Freitag, 28. April 2017
Solidaritätsanzeige

Nordamerika

Netzwerk CubaNetzwerk CubaDer Vorstand des Netzwerks Cuba e.V., einer Vereinigung von über 40 Cuba-Solidaritätsgruppen in Deutschland, hat in einem Offenen Brief an US-Präsident Barack Obama seinen Unmut über von dessen Kabinettsmitgliedern geäußerten Lügen gegen Kuba und die »Cuban Five« zum Ausdruck gebracht. Nachdem sich Außenministerin Hillary Clinton wiederholt unzutreffend über Kuba geäußert habe, habe ihre Sprecherin im Fall des in Kuba inhaftierten US-Bürgers Alan Gross »nachweislich gelogen«, so das Netzwerk.

Occupy ChicagoOccupy ChicagoTausende Menschen haben gestern in Chicago erneut gegen das NATO-Gipfeltreffen demonstriert, das derzeit in der zweitgrößten Stadt der USA stattfindet. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es zahlreiche Aktionen und Kundgebungen gegeben, zu denen vor allem die US-amerikanische Occupy-Bewegung mobilisiert hatte, und die sich auch gegen den G8-Gipfel am Freitag und Sonnabend in Camp David richteten. Dazu gehörte beispielsweise am Sonnabend eine Demonstration zum Haus von Bürgermeister Rahm Emanuel, der unter den Einwohnern Chicagos äußerst unpopulär ist. Direkt vor seiner Haustür protestierten die Aktivisten gegen die von der Stadtverwaltung geplanten Kürzungen im Gesundheitswesen. Rund 150 weitere Menschen besetzten den Daley-Platz und riefen Parolen gegen die NATO, die Wall Street und die Besatzung Afghanistans durch US-Truppen.

Occupy-Plakat zum 1. Mai 2012Occupy-Plakat zum 1. Mai 2012Auf Initiative der Occupy-Bewegung stehen die USA an diesem 1. Mai vor einem historischen Generalstreik. An diesem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse, der in den USA kein Feiertag ist, sind in 125 Städten die Menschen aufgerufen, nicht zur Arbeit oder in den Unterricht zu gehen. Ausserdem sollen sie heute keine Bankgeschäfte tätigen und auch nicht einkaufen gehen. Der Protest richtet sich gegen den Machtmissbrauch von Regierung und Banken.

René González (rechts) mit seinem Bruder Roberto und seiner Mutter IrmaRené González (rechts) mit seinem Bruder Roberto und seiner Mutter IrmaWie am Montag abend (Ortszeit) in Miami bekannt wurde, hat Joan Lenard, Richterin für den Distrikt Süd-Florida, René González die Reise nach Kuba genehmigt. Das berichtet das Internetportal Cubadebate. González gehört zu den international als Cuban Five bekannt gewordenen kubanischen Aufklärern, die rechtsextreme Organisationen in den USA unterwandert hatten, um Anschläge in ihrer Heimat zu verhindern. Während seine vier Genossen auch nach 13 Jahren noch immer im Gefängnis sitzen, wurde González im vergangenen Oktober aus der Haft entlassen, darf die USA jedoch drei Jahre lang nicht verlassen.

Aktion von »Occupy Los Angeles« zum Internationalen Frauentag am 8. März. Foto: NoHoDamon / flickr.comAktion von »Occupy Los Angeles« zum Internationalen Frauentag am 8. März. Foto: NoHoDamon / flickr.comDie US-amerikanische »Occupy«-Bewegung will den Winterschlaf mit spektakulären Aktionen überwinden. Wie der russische Fernsehsender Russia Today unter Berufung auf das US-Network ABC berichtet, plant die Bewegung für den 1. Mai, der in den USA nicht arbeitsfrei ist, einen Generalstreik sowie Proteste gegen den am 21. und 22. Mai in Chicago stattfindenden NATO-Gipfel.

Für den Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse wollen die »Occupy«-Aktivisten die Bevölkerung in den Vereinigten Staaten aufrufen, nicht zur Arbeit oder in den Unterricht zu gehen, »um den superreichen 1 Prozent der Bevölkerung zu zeigen, wie ihr Leben ohne die übrigen 99 Prozent wäre«.

Der Entertainer Harry Belafonte, 85, hat »große Sympathien« für die weltweite »Occupy«-Bewegung: »Ich bin fast zwangsläufig auf der Seite der Leute, die auf die Straße gehen und ein Unbehagen formulieren. Sei dieses Unbehagen auch noch so konfus«, sagte Belafonte dem ZEITmagazin. Seine Frage an Wirtschaftsexperten laute: »Wie wollt ihr euer System von Angebot und Nachfrage aufrechterhalten, wenn ihr euch nicht um die Leute kümmert, die am Ende die Produkte kaufen sollen? Wir brauchen ein System, das die niedrigen Einkommen an den Gewinnen der globalen Finanzspekulation beteiligt.« Als Mittel zur Durchsetzung dieser Ziele glaube er an die Kraft der Straße: »Ich glaube an keine andere Macht. Alle Macht der Welt liegt auf der Straße.«

Freiheit für die Cuban Five!Freiheit für die Cuban Five!Freiheit für Gerardo Hernández, Fernando González, Antonio Guerrero, Ramón Labañino und René González!

Seit nunmehr 13 Jahren sind in den USA fünf kubanische Männer eingesperrt, deren einziges Vergehen darin besteht, ihr Land vor terroristischen Angriffen beschützt zu haben.

Nach dem Sieg der Kubanischen Revolution 1959 war ein Großteil der Anhänger der Diktatur Batistas in die USA nach Miami emigriert. Unter ihnen Militärs, Großgrundbesitzer, ehemalige Folterknechte, Unternehmer wie Bacardí und andere einflussreiche Familien, die zuvor den Reichtum Kubas unter sich aufgeteilt hatten, während der überwiegende Teil der Bevölkerung in elendigen Verhältnissen lebte. Von Beginn an war es das erste Ziel dieser Exilkubaner, die kubanische Revolution und deren soziale Errungenschaften zu bekämpfen, um ihre politische und wirtschaftliche Herrschaft in Kuba zurückzugewinnen.

Sonderseite des Russia ReporterSonderseite des Russia ReporterTransnationale Chemiekonzerne wie Dow Chemical oder Union Carbide lassen offenbar Umweltaktivisten im indischen Bhopal geheimdienstlich überwachen. Gruppen wie die »Yes Men« engagieren sich für eine Entschädigung der Opfer der verheerenden Chemiekatastrophe von 1984. Damals waren in einem Werk der Union Carbide of India Limited rund 40 Tonnen Methylisocyanat (MIC) in die Atmosphäre freigesetzt und trieben in einer Giftgaswolke dicht über dem Boden durch ein angrenzendes Elendsviertel- Von den unmittelbar betroffenen rund 500.000 Menschen starben nach offiziellen Angaben 1.600 Menschen sofort und rund 6.000 weitere an den unmittelbaren Nachwirkungen. Bis heute summiert sich die Zahl der Opfer auf mindestens 20.000 Personen. Rund 100.000 Menschen leiden heute unter chronischen und unheilbaren Krankheiten, die sich offensichtlich zum Teil weitervererben können; Noch heute ist jede vierte Geburt in Bhopal eine Totgeburt. Sich vor den Opfern dieser Katastrophe zu schützen, ist den Konzernen offenbar einiges wert. Beauftragt wurde dafür der private US-Nachrichtendienst Stratfor.

Leere Versprechungen: Reina Tamayo in MiamiLeere Versprechungen: Reina Tamayo in MiamiDas Internetblog La Pupila Insomne berichtete Ende Januar in einem Artikel von Miguel Fernández, einem in Miami ansässigen Journalisten, über den Auftritt von Reina Luisa Tamayo in der Fernsehsendung "A Fondo con Sevcec" eines Lokalsenders. Die Frau ist die Mutter des im Februar 2010 nach einem Hungerstreik in Kuba verstorbenen Gefangenen Orlando Zapata Tamayo, um dessen Rettung sich die kubanischen Ärzte mit allen Mitteln bemüht hatten. Frau Tamayo, die im vergangenen Jahr nach Miami übersiedelt war, äußerte, sich von allen, die sie mit Versprechungen überschüttet hatten, „verraten und betrogen" zu fühlen und enttäuscht zu sein.

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