Freitag, 24. März 2017
Solidaritätsanzeige

Nordamerika

Occupy-Plakat zum 1. Mai 2012Auf Initiative der Occupy-Bewegung stehen die USA an diesem 1. Mai vor einem historischen Generalstreik. An diesem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse, der in den USA kein Feiertag ist, sind in 125 Städten die Menschen aufgerufen, nicht zur Arbeit oder in den Unterricht zu gehen. Ausserdem sollen sie heute keine Bankgeschäfte tätigen und auch nicht einkaufen gehen. Der Protest richtet sich gegen den Machtmissbrauch von Regierung und Banken.

René González (rechts) mit seinem Bruder Roberto und seiner Mutter IrmaWie am Montag abend (Ortszeit) in Miami bekannt wurde, hat Joan Lenard, Richterin für den Distrikt Süd-Florida, René González die Reise nach Kuba genehmigt. Das berichtet das Internetportal Cubadebate. González gehört zu den international als Cuban Five bekannt gewordenen kubanischen Aufklärern, die rechtsextreme Organisationen in den USA unterwandert hatten, um Anschläge in ihrer Heimat zu verhindern. Während seine vier Genossen auch nach 13 Jahren noch immer im Gefängnis sitzen, wurde González im vergangenen Oktober aus der Haft entlassen, darf die USA jedoch drei Jahre lang nicht verlassen.

Aktion von »Occupy Los Angeles« zum Internationalen Frauentag am 8. März. Foto: NoHoDamon / flickr.comDie US-amerikanische »Occupy«-Bewegung will den Winterschlaf mit spektakulären Aktionen überwinden. Wie der russische Fernsehsender Russia Today unter Berufung auf das US-Network ABC berichtet, plant die Bewegung für den 1. Mai, der in den USA nicht arbeitsfrei ist, einen Generalstreik sowie Proteste gegen den am 21. und 22. Mai in Chicago stattfindenden NATO-Gipfel.

Für den Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse wollen die »Occupy«-Aktivisten die Bevölkerung in den Vereinigten Staaten aufrufen, nicht zur Arbeit oder in den Unterricht zu gehen, »um den superreichen 1 Prozent der Bevölkerung zu zeigen, wie ihr Leben ohne die übrigen 99 Prozent wäre«.

Der Entertainer Harry Belafonte, 85, hat »große Sympathien« für die weltweite »Occupy«-Bewegung: »Ich bin fast zwangsläufig auf der Seite der Leute, die auf die Straße gehen und ein Unbehagen formulieren. Sei dieses Unbehagen auch noch so konfus«, sagte Belafonte dem ZEITmagazin. Seine Frage an Wirtschaftsexperten laute: »Wie wollt ihr euer System von Angebot und Nachfrage aufrechterhalten, wenn ihr euch nicht um die Leute kümmert, die am Ende die Produkte kaufen sollen? Wir brauchen ein System, das die niedrigen Einkommen an den Gewinnen der globalen Finanzspekulation beteiligt.« Als Mittel zur Durchsetzung dieser Ziele glaube er an die Kraft der Straße: »Ich glaube an keine andere Macht. Alle Macht der Welt liegt auf der Straße.«

Freiheit für die Cuban Five!Freiheit für die Cuban Five!Freiheit für Gerardo Hernández, Fernando González, Antonio Guerrero, Ramón Labañino und René González!

Seit nunmehr 13 Jahren sind in den USA fünf kubanische Männer eingesperrt, deren einziges Vergehen darin besteht, ihr Land vor terroristischen Angriffen beschützt zu haben.

Nach dem Sieg der Kubanischen Revolution 1959 war ein Großteil der Anhänger der Diktatur Batistas in die USA nach Miami emigriert. Unter ihnen Militärs, Großgrundbesitzer, ehemalige Folterknechte, Unternehmer wie Bacardí und andere einflussreiche Familien, die zuvor den Reichtum Kubas unter sich aufgeteilt hatten, während der überwiegende Teil der Bevölkerung in elendigen Verhältnissen lebte. Von Beginn an war es das erste Ziel dieser Exilkubaner, die kubanische Revolution und deren soziale Errungenschaften zu bekämpfen, um ihre politische und wirtschaftliche Herrschaft in Kuba zurückzugewinnen.

Sonderseite des Russia ReporterSonderseite des Russia ReporterTransnationale Chemiekonzerne wie Dow Chemical oder Union Carbide lassen offenbar Umweltaktivisten im indischen Bhopal geheimdienstlich überwachen. Gruppen wie die »Yes Men« engagieren sich für eine Entschädigung der Opfer der verheerenden Chemiekatastrophe von 1984. Damals waren in einem Werk der Union Carbide of India Limited rund 40 Tonnen Methylisocyanat (MIC) in die Atmosphäre freigesetzt und trieben in einer Giftgaswolke dicht über dem Boden durch ein angrenzendes Elendsviertel- Von den unmittelbar betroffenen rund 500.000 Menschen starben nach offiziellen Angaben 1.600 Menschen sofort und rund 6.000 weitere an den unmittelbaren Nachwirkungen. Bis heute summiert sich die Zahl der Opfer auf mindestens 20.000 Personen. Rund 100.000 Menschen leiden heute unter chronischen und unheilbaren Krankheiten, die sich offensichtlich zum Teil weitervererben können; Noch heute ist jede vierte Geburt in Bhopal eine Totgeburt. Sich vor den Opfern dieser Katastrophe zu schützen, ist den Konzernen offenbar einiges wert. Beauftragt wurde dafür der private US-Nachrichtendienst Stratfor.

Leere Versprechungen: Reina Tamayo in MiamiLeere Versprechungen: Reina Tamayo in MiamiDas Internetblog La Pupila Insomne berichtete Ende Januar in einem Artikel von Miguel Fernández, einem in Miami ansässigen Journalisten, über den Auftritt von Reina Luisa Tamayo in der Fernsehsendung "A Fondo con Sevcec" eines Lokalsenders. Die Frau ist die Mutter des im Februar 2010 nach einem Hungerstreik in Kuba verstorbenen Gefangenen Orlando Zapata Tamayo, um dessen Rettung sich die kubanischen Ärzte mit allen Mitteln bemüht hatten. Frau Tamayo, die im vergangenen Jahr nach Miami übersiedelt war, äußerte, sich von allen, die sie mit Versprechungen überschüttet hatten, „verraten und betrogen" zu fühlen und enttäuscht zu sein.

Schwarze Seite: Homepage des CCC am 18. JanuarSchwarze Seite: Homepage des CCC am 18. JanuarWie zuvor angekündigt, ist die englischsprachige Website der Online-Enzyklopädie Wikipedia heute für 24 Stunden abgeschaltet worden. Damit protestieren die Betreiber gegen ein Gesetzesvorhaben der US-Republikaner, das in Kürze im US-Kongress beraten werden soll und der nordamerikanischen Administration massive Eingriffe in Internetpräsenzen erlauben würde. Auch zahlreiche andere Internetdienste schlossen sich dem Protest an, darunter Präsenzen der Occupy-Bewegung und der deutsche Chaos Computer Club (CCC). Wer von den USA aus die Suchmaschine Google aufruft, kann den Dienst zwar nutzen, sieht statt des Firmenlogos jedoch nur einen schwarzen Balken.

Wir dokumentieren nachstehend die Erklärung von Wikipedia zu der Protestaktion.

Hauptverantwortlich: George W. BushHauptverantwortlich: George W. BushAm 11. Januar sind es zehn Jahre her, seit die USA auf Cuba in Guantánamo ein Gefangenenlager in Betrieb genommen haben, in dem im Laufe der Jahre mehr als 700 Personen aus etwa 40 Ländern völkerrechtswidrig festgehalten und gefoltert wurden. Nach der Wahl Barack Obamas gab es Hoffnung, dass dieses Schandlager geschlossen würde. Doch der Erlass aus dem Jahre 2009, mit dem der Präsident dem Pentagon verbot, neue Strafverfahren auf Cuba zu eröffnen, wurde am 7. März 2011 geändert. Neue Strafverfahren stehen an und es können in Guantánamo wieder Terrorverdächtige auch ohne Anklage unbefristet interniert werden. Bis zu den US-Wahlen im November 2012, spätestens aber nach den Wahlen soll das Lager geschlossen werden, so nun Justizminister Eric Holder im November 2011. Das Lager ist Symbol der Verletzung von Menschenrechten und Missachtung der Rechtsstaatlichkeit im sogenannten Kampf gegen den Terror.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.