Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen.

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla verurteilte diesen Mittwoch von seinem Twitter-Account aus „alle Äußerungen von Rassismus, Rassendiskriminierung und Fremdenfeindlichkeit.“

In seiner Mitteilung über die Teilnahme Kubas an den Debatten der Sitzung 43 des Menschenrechtsrates (HRC) der Organisation der Vereinten Nationen rief der Außenminister dazu auf, gegen Trennungen nach Hautfarbe und ethnische Zugehörigkeit zu kämpfen und betonte: „22,2% der in den USA von Covid-19 hervorgerufenen Toten sind Afroamerikaner.“

„Die Pandemie hat die sozialen Ungleichheiten verschärft und die Mängel eines Systems aufgezeigt, in dem die Armen und Minderheiten ungeschützt bleiben“, stellte der kubanische Außenminister fest.

Während der Wiederaufnahme der Sitzung des HRC am vergangenen Montag schlugen die afrikanischen Länder vor, für diesen Mittwoch eine dringende Debatte über Rassismus und Polizeigewalt im Rahmen der globalen Mobilisierung zu organisieren, die durch den Mord an George Floyd durch einen Polizisten in den USA ausgelöst wurde.

„Fast zwei Jahrzehnte nach der Weltkonferenz in Durban schreitet die Geißel des Rassismus, der Diskriminierung und der Fremdenfeindlichkeit in einer zunehmend ungleichen und in mehrere und komplexe Krisen verwickelten Welt weiter voran“, sagte Pedro Luis Pedroso Cuesta, Botschafter und Ständiger Vertreter Kubas in Genf, in seiner Ansprache auf dem Treffen, wie aus Mitteilungen des Außenministeriums hervorgeht.

In Bezug auf den Mord an Floyd bekräftigte Pedroso, dass dies keine isolierte Aktion sei, sondern eine fortgesetzte Saga von Menschenrechtsverletzungen, deren Grundlagen Hautfarbe und ethnische Herkunft, geschützt durch jahrhundertelangen strukturellen Rassismus, tiefe wirtschaftliche Ungleichheit und die Einkommensverteilung sind, die das politische, soziale und rechtliche System dieses Landes aufrechterhält, das auf Sklaverei, dem Privileg der Eliten und der Enteignung der Mehrheit beruht.

Die Wahrheit, sagte der kubanische Diplomat, ist, dass Rassismus und Polizeigewalt gegen Afrikastämmige und Minderheiten keine Ausnahmen oder Fehler dieses Systems sind. Sie sind das System!

Der kubanische Botschafter beendete seine Ansprache mit der Wiederholung der Forderung nach Umsetzung des Durban-Aktionsprogramms und der Annahme von Maßnahmen, die es ermöglichen, dass alle Menschen gleich behandelt werden. Gleichzeitig bekräftigte er, dass man sich bei dieser edlen Anstrengung immer auf Kuba verlassen könne.

In der Sitzung wird die Insel drei Resolutionsentwürfe über die Auswirkungen der Auslandsverschuldung auf die Wahrnehmung der Menschenrechte, über das Recht auf Nahrung und über die kulturellen Rechte vorlegen, so die Ständige Vertretung von Havanna in Genf.

Quelle:

Granma Internacional


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