Mittwoch, 17. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Barrikaden in SlowjanskDie ukrainischen Machthaber wollen die Besetzung von Verwaltungsgebäuden und die Proteste im Osten des Landes offenbar gewaltsam niederschlagen. Wie der Innenminister des Putschistenregimes in Kiew, Arseni Awakow, erklärte, habe in der Stadt Slawjansk eine »Antiterroroperation« begonnen. Dort halten teilweise bewaffnete Demonstranten, die eine Föderalisierung der Ukraine fordern, eine Polizeiwache und das örtliche Gebäude des Geheimdienstes besetzt. Inzwischen kam es offenbar zu blutigen Zusammenstößen, bei denen ein ukrainischer Offizier sowie mehrere Demonstranten getötet worden sein sollen. Wie der Rundfunksender Stimme Russlands berichtet, hatten ukrainische Schützenpanzerwagen unweit von Slawjansk das Feuer auf Teilnehmer einer Protestkundgebung gegen das militärische Eingreifen eröffnet hatten. Die Rede ist auch vom Eintreffen der Faschisten vom »Rechten Sektor«: »Aus Slawjansk wurde gemeldet, dass rund 150 Männer in schwarzen Uniformen auf dem Flughafen eingetroffen sind. Das ist allen Merkmalen nach der ‚Rechte Sektor‘«, teilte Wladimir Karassew, Koordinator der prorussischen Bewegung »Russischer Sektor – Ukraine« der Nachrichtenagentur RIA Nowosti telefonisch aus Lugansk mit.

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Nachdem, die Sonderpolizei in Donezk am Samstag offenbar angekündigt hatte, den Befehl für einen Angriff auf Slawjansk zu verweigern, sind an den Auseinandersetzungen in der Stadt offenbar nur Einheiten aus dem Westen des Landes beteiligt. »Alle Einheiten, die jetzt Slawjansk stürmen, stammen aus der westlichen Ukraine«, zitierte RIA Nowosti am Sonntag einen Vertreter ukrainischer Sicherheitsbehörden, der anonym bleiben wollte. Ein Korrespondent der Agentur vor Ort berichtete von Schüssen und in der Luft kreisenden Hubschraubern. Schützenpanzer haben die östlichen Zufahrten zu der Stadt versperrt. Die Protestierenden haben in der Stadt Barrikaden errichtet. Der Moskauer Fernsehsender RT hat einen Livestream eingerichtet, der die Ereignisse vor Ort pausenlos überträgt: http://rt.com/on-air/ukraine-slavyansk-security-building/

In Donezk, Charkow, Lugansk und andere Städten demonstrierten seit Tagen Tausende Menschen für eine Föderalisierung der Ukraine. Sie lehnen das Ende Februar an die Macht geputschte Regime in Kiew ab. Die Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat sich nach einem Referendum bereits von der Ukraine abgespalten und ist Russland beigetreten. In mehrere Regionen der Ostukraine haben Aktivisten »Volksrepubliken« ausgerufen.

Quellen: ITAR-TASS, RIA Nowosti, Stimme Russlands / RedGlobe

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