Freitag, 14. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Sánchez Gordillo und das T-ShirtEin deutsches Modelabel macht Kasse mit andalusischen Gewerkschaftern. In den zu H&M gehörenden Weekday-Läden, die bevorzugt an einschlägigen Yuppie-Adressen wie der Berliner Friedrichstrasse oder der Hamburger Mönckebergstrasse zu finden sind, gibt es jetzt ein T-Shirt zu kaufen, das mit dem »spanischen Robin Hood« Juan Manuel Sánchez Gordillo wirbt. In englishcer Sprache heisst es zudem »Essen für die Menschen statt Hunger auf der Welt«. Der Bürgermeister von Marinaleda und Parlamentsabgeordnete der Vereinigten Linken selbst wurde vermutlich nicht gefragt, ob er so kommerzialisiert werden will.

Schon gar nicht zu der Beschreibung, mit der das Modelabel sein T-Shirt anpreist: »Ein spanischer Bürgermeister ist zu einem Kultstar geworden, weil er Supermärkte ausraubt und die gestohlenen Güter den Armen gibt«. Über die symbolischen Enteignungsaktionen der Andalusischen Arbeitergewerkschaft (SAT), zu deren bekanntesten Aktivisten Gordillo gehört, hat auch RedGlobe berichtet (siehe hier).

Sánchez Gordillo reiht sich somit ein in eine lange Reihe von Revolutionären wie Che Guevara, die ohne sich dagegen wehren zu können für Marken missbraucht werden, die mit ihren Zielen nichts zu tun haben.

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