Montag, 22. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

GazpromGazpromDie Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sind gescheitert. Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete, hat der Energiekonzern Gazprom seit 8 Uhr MESZ (10 Uhr Moskauer Zeit) den ukrainischen Partner Naftogaz Ukrainy auf Vorkasse umgestellt. Das bedeutet: Weitere Gaslieferungen gibt es nur noch gegen Cash. »Die Entscheidung ist auf das anhaltende Ausbleiben der Zahlungen von Seiten Naftogaz Ukrainy zurückzuführen«, hieß es am Montag der Nachrichtenagentur zufolge in einer Mitteilung des russischen Energielieferanten. Die Schulden der Ukrainer belaufen sich demnach auf 4,458 Milliarden US-Dollar: 1,451 Milliarden für November und Dezember 2013 und 3,007 Milliarden Dollar für April und Mai 2014. Auch die Rechnung für Juni sei bislang nicht beglichen worden.

 

Zuvor hatte EU-Energiekommissar Günther Oettinger einen Plan für die Beilegung des Gasstreits unterbreitet. Demnach sollte die Ukraine noch am Montag mit einer Milliarde US-Dollar ihren Rückstand teilweise begleichen und bis zum Jahresende noch insgesamt sechs Zahlungen tätigen. Als Preis für die Gaslieferungen sollte Kiew demnach in der Wintersaison 385 Dollar pro 1000 Kubikmeter zahlen sollen, im Sommer 300 Dollar bzw. etwas mehr.

Gazprom akzeptierte das nicht, teilte Konzernvertreter Sergej Kuprijanow in der Nacht zum Montag Journalisten mit. »Die Verhandlungen gingen um etwa 2.30 Uhr Moskauer Zeit zu Ende. Die russische Seite erwartet die Bezahlung der angehäuften Gasschulden in Höhe von  1,951 Milliarden US-Dollar bis zu 10 Uhr morgens am 16. Juni. Wenn diese Mittel nicht eingehen, so werden die Gaslieferungen in die Ukraine, wie früher bekannt gegeben worden war, auf Vorauszahlung umgestellt«, unterstrich Kuprijanow.

Quelle: RIA Nowosti / RedGlobe

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