Mittwoch, 19. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Faschisten belagern das Parlament in KiewIn der Ukraine gehen die Putschisten nun aufeinander los. Rund 250 Anhänger des militant-faschistischen »Rechten Sektors« haben am Donnerstagabend versucht, das Gebäude des Parlaments in Kiew zu stürmen. Wie Reporter der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti berichteten, forderten die meist vermummten Neonazis den Rücktritt von Innenminister Arsen Awakow. Die Aktion war eine Reaktion auf die Tötung des Faschistenführers Alexander Musytschko (alias Saschko Bilyi) Anfang der Woche im Westen der Ukraine. Dieser war bei einer Polizeiaktion erschossen worden. Die genauen Umstände sind noch unkar. Der stellvertretende Innenminister der Ukraine, Wolodimir Jewdokjmow, erklärte am Donnerstag, Muzytschko sei mit seiner eigener Waffe getötet worden. Untersuchungen hätten ergeben, daß die aus seinem Leichnam entfernte Kugel aus der Waffe stammten, »die Muzytschko in der Hand hielt«. Der Führer des »Rechten Sektors« soll Medienberichten zufolge durch zwei Kugel ins Herz getötet worden sein.

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Zeugen hatten berichtet, der Faschist sei erst gefesselt und dann erschossen worden. Seine Anhänger gehen von einem politischen Mord aus und haben »Rache« angedroht. Ihre Wut richtet sich besonders gegen Innenminister Awakow.  Dieser sei ein »Landesverräter«, der »moskautreue Politik« betreibe. Wie Radio Ukraine International berichtet, wollen die »Rechtsextremisten« – so die Sprachregelung des Staatssenders – ihre »Protestaktion« am heutigen Freitag fortsetzen.

Chefs der bewaffneten Kräfte der Ukraine berieten in der Nacht zum Freitag über die Lage nach der versuchten Parlamentsstürmung. Wie RIA Novosti unter Berufung auf eine Quelle in Julia Timoschenkos Vaterlandspartei (Batkiwschtschina) erfuhr, nahmen an der Sitzung unter anderem der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Andrej Parubij, und der Abgeordnete Oleg Tjagnibok von der neofaschistischen Partei »Swoboda« teil. Innenminister Arsen Awakow soll dabei vorgeschlagen haben, den »Rechten Sektor« wegen dessen »Radikalisierung« zu verbieten. »Während Tjagnibok keine eindeutige Stellung dazu bezogen hat, unterstützte Parubij diesen Vorschlag«, hieß es.

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