Freitag, 19. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Generalstreik in ItalienProteste in Spanien, Portugal, Belgien, Italien gegen die soziale Spaltung Europas. Auch in Deutschland gingen die Menschen auf die Straßen. Aufgerufen hatte der Europäische Gewerkschaftsbund EGB, um ein Zeichen zu setzen für Arbeit und Solidarität - gegen das Spardiktat der Europäischen Union.

 

In über 20 Ländern der Europäischen Union demonstrieren heute und in den nächsten Tagen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für soziale Gerechtigkeit. Auch in Deutschland gingen viele Menschen in Dresden, Berlin und Frankfurt am Main auf die Straßen. Mit Solidaritätsbotschaften hatten deutsche Gewerkschaften und Mitarbeitergremien vieler Firmen die Proteste unterstützt. Die Aktionen in Deutschland dauern bis in die Abendstunden an.

In Spanien und Portugal brachten Generalstreiks manche Wirtschaftsbereiche zum Erliegen. In Italien demonstrierten Gewerkschafter und Studenten mit Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen gegen die rigide Sparpolitik Europas und der Regierung von Mario Monti. Auch in Griechenland waren die Beschäftigten zu einem mehrstündigen Ausstand aufgerufen.
Michael Sommer: Reiche am Wiederaufbau beteiligen, Finanzmärkte regulieren!

DGB-Vorsitzender Michael Sommer forderte einen Kurswechsel im Kampf gegen die Wirtschaftskrise. Vor allem die Reichen müssten mehr beteiligt werden, um den wirtschaftlichen Wiederaufbau voranzubringen, sagte Sommer im RBB-Inforadio. "Ausreichend wäre eine Politik, die die Reichen mehr zur Kasse bittet und die Finanzmärkte endlich in den Griff nimmt."

In Spanien und Portugal sagten die Fluggesellschaften wegen des Generalstreiks Hunderte von Flügen ab. In Spanien brachte der Streik die Produktion in den Autowerken von Konzernen wie Volkswagen, Seat, Opel oder Nissan weitgehend zum Erliegen. Laut dortiger Gewerkschaften beteiligten sich am Generalstreik 80 Prozent der Beschäftigten.

In Portugal waren vor allem der Verkehrsbereich und der öffentliche Dienst vom Streik betroffen. Im ganzen Land blieben Züge und Busse stehen. Auch die Post, Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen wurden bestreikt.

Wegen des Bahnstreiks in Belgien setzte die Deutsche Bahn auch Busse ein. Von dem Ausstand war vor allem der Zugverkehr in Richtung Brüssel betroffen.

In Italien hatte die größte Gewerkschaft CGIL zu einem vierstündigen Generalstreik aufgerufen und etwa 100 Kundgebungen vorbereitet.

Quelle: DGB / RedGlobe

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