Statistics

Today: 1311

Yesterday: 32569

Since 01/06/2005: 66784077

Troy DavisWir sind erschüttert, zornig und trauern mit den Hinterbliebenen. Heute um 5:00 Uhr MESZ wurde in Georgia/USA der Afroamerikaner Troy Davis exekutiert. Er wäre am 9. Oktober 42 Jahre alt geworden. Die von seinem Anwalt eingereichten »Berge von Unschuldsbeweisen« und die weltweiten Proteste gegen diesen barbarischen Akt (selbst Todesstrafenbefürworter vor Ort hatten für eine Wiederaufnahme des Verfahrens demonstriert!) hatten bewirkt, dass sich in letzter Minute doch noch der Oberste Gerichtshof der USA mit seinem Fall befassen musste. Dieses höchste Justizgremium der USA hat nun erneut Blut an den Händen.



USA - »Home of the Free«?

Als »Heimat der Freien«, wie es in der US-Nationalhymne heißt, kann man diesen Staat nicht gerade bezeichnen. Der 1934 gegründete Superkonzern UNICOR repräsentiert den rassistischen Gefängnis-Industrie-Komplex in jenem Land mit einem jährlichen Umsatz von 2,4 Mrd. US-$. Derzeit befinden sich über 2,4 Millionen Menschen in Bundesgefängnissen und örtlichen Haftanstalten der USA, eine halbe Millionen mehr als in der VR China, deren Bevölkerung das Fünffache beträgt. Mehr als 60 Prozent der Häftlinge sind Lateinamerikaner, Indianer und Afroamerikaner. Die Afroamerikaner, 12 Prozent der Gesamtbevölkerung, stellen die Hälfte der Gefängnisinsassen und werden unverhältnismäßig hoch bestraft. Einer von drei Schwarzen in New York ist inhaftiert oder wurde auf Bewährung entlassen.
Statistische Berechnungen über die aktuelle Sträflingsquote der Schwarzen in den USA ergaben, dass die Mehrheit der heute 18- bis 49-jährigen in zehn Jahren im Gefängnis sein werden. In einigen Städten wartet ein Drittel der jungen Afroamerikaner auf einen Prozess oder ist im Gefängnis. 95% aller wegen Kapitalverbrechen Angeklagten sind zu arm, um sich eine adäquate Verteidigung zu leisten. Mehr als 3.200 Männer und Frauen befinden sich in den Todeszellen, fast 42 % der zum Tod Verurteilten sind Afroamerikaner, bei einem Bevölkerungsanteil von 12,8 %.

Die USA, die sich anmaßen, ständig anderen Ländern Vorschriften in Sachen Menschenrechte zu erteilen, lassen große Teile der eigenen Jugend in den Knästen verrotten und unter Sklavenbedingungen ausbeuten. Monatlich werden Todesurteile vollstreckt selbst an Menschen mit geistigen Behinderungen und solchen, die zum angeklagten Tatzeitpunkt minderjährig waren.

Die Lebenden befreien!

Symbolfiguren für diese schreienden Ungerechtigkeiten in den USA sind der seit 30 Jahren unschuldig in der Todeszelle sitzenden afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal und der seit 35 Jahren ebenfalls unschuldig inhaftierte indianische Aktivist Leonard Peltier, der zur Zeit, 66jährig und schwer erkrankt, unter vorgeschobenen Gründen mit verschärfter Isolationshaft gefoltert wird.

Wir verweisen auf die seit 1998 unschuldig in US-Hochsicherheitsgefängnissen inhaftierten Cubaner René González, Ramón Labañino, Antonio Guerrero, Fernando González und Gerardo Hernández, weltbekannt unter dem Gruppennamen »MIAMI 5«, deren einziges »Verbrechen« darin bestand, terroristische Gruppen in Miami unterwandert und die cubanische und US-Regierung(!) über die Ergebnisse ihrer Recherchen informiert zu haben. Als »Dank« erhielten sie von der US-Regierung nicht etwa einen Orden oder die Nominierung für den Friedensnobelpreis, sondern in einem einmaligen Schauprozess in Miami Haftstrafen zwischen 15 Jahren und zwei Mal lebenslänglich + 15 Jahren!

O Wir fordern von der US-Justiz die Wiederaufnahme der Verfahren von Mumia Abu-Jamal und Leonard Peltier und für letzteren die sofortige Aufhebung der Einzelhaft und angemessene medizinische Behandlung außerhalb der Gefängnismauern.
Ø Wir fordern von US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama, die MIAMI 5 gemäß seinem durch die US-Verfassung verliehenen Privileg endlich (nach 13 Jahren unschuldiger Haft!) und unverzüglich freizulassen und zu ihren Familien zurückkehren zu lassen.

In Würdigung des heute staatlich ermordeten Troy Davis zitieren wir abschließend den weiterhin von der Todesstrafe bedrohten Mumia Abu-Jamal: »Eines der meistverbreiteten Argumente für die Todesstrafe ist, dass sie durch Abschreckung hilft, Straftaten zu verhindern. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben längst das Gegenteil bewiesen. Das einzige, was wirksam verhindert wird, ist rationales Denken. Wie kann es in einer angeblich aufgeklärten Gesellschaft sonst möglich sein, dass diese barbarische Strafe Anwendung findet? Solange wir nicht die üble Irrationalität der Todesstrafe erkennen, werden wir Stein für Stein – Exekution für Exekution – einen finsteren Tempel der Furcht und Rache erbauen. Wie viele Leben werden noch auf seinem Altar geopfert?«

Troy Davis – Unvergessen!

Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, Regionalgruppe Essen

 

Gewinner und Verlierer

Schon lange vor dem Ende dieser Krise steht fest, wer als Gewinner und wer als Verlierer aus ihr hervorgehen soll, zumindest nach dem Willen derjenigen, die heute in den Ländern des Kapitals das Sagen haben.

Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen. Eine Nachricht muss das Gewissen jedes Menschens auf der Welt erschüttert haben, insbesondere das der Menschen dieses Kontinents. Sie blieb jedoch inmitten der Situation, die...

Für die rund 1.700 Beschäftigten von acht gemeinnützigen Unternehmen in der Sozialwirtschaft und Pflege im Land Brandenburger, die in dem Arbeitgeberverband Paritätische Tarifgemeinschaft e.V. (PTG) jeweils mit Tarifbindung Mitglied sind, beginnen am 26. Mai 2020 Tarifverhandlungen. Verhandelt wird ...

Anspruch auf zwei freie Samstage im Monat muss erhalten bleiben Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) lehnt den Vorstoß der CDU-Landtagsfraktion in Thüringen ab, den § 12 Abs. 3 S. 1 des Thüringer Ladenöffnungsgesetz in der Fassung vom 21. Dezember 2011 außer Kraft zu setzen und damit d...

Bundesweit gehen in diesen Tagen Menschen gegen die Corona Maßnahmen auf die Straße, auch im Saarland. Ganz vorne dabei sind Corona-Ignoranten, Impfgegner, Anhänger von Verschwörungstheorien und Neonazis. Diese geben den Ton an und bestimmen die Losungen und Ziele dieser Aktionen.

KP Venezuelas zur Ankunft iranischer Öltanker

Am Wochenende hat der erste von fünf iranischen Öltankern venezolanische Hoheitsgewässer erreicht. Wir dokumentieren dazu nachstehend in eigener Übersetzung eine Erklärung der KP Venezuelas. Die Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) begrüßt die gemeinsamen Anstrengungen und die Zusammenarbeit zwis...

Seit dem 15. Mai 2020 befindet sich ein Teil der Belegschaft der Claus und Sabine Ritter GbR in Bornheim im Streik um die Auszahlung der ihnen zustehenden Löhne. Nach sechs Tagen Streik und einer Lohnauszahlung für einen Teil der rumänischen Arbeiter*innen, verkündete am 21. Mai die rumänischen Arbe...

Ende 2019 gab der Maschinenbauer Voith bekannt, sein Werk in Sonthofen im Allgäu schließen zu wollen. Als Grund gab die Konzernspitze an, die Produktion an andere Standorte verlagern zu wollen, um Kosten zu sparen. Die ca 500 Mitarbeiter in Sonthofen, die durch die Schließung ihre Jobs verlieren sol...

Der erste von fünf iranischen Öltankern hat am Samstagabend (Ortszeit) die Hoheitsgewässer Venezuelas erreicht. Die Flotte ist mit Benzin für das südamerikanische Land beladen, das die Brennstoffknappheit in Venezuela lindern soll. Die Ankunft wurde von den Einwohnern Venezuelas begeistert aufgenomm...

Real time web analytics, Heat map tracking
Madelein García de Telesur informa de la lleg...
Brennpunkt Nahost – Expertengespräch mit Manf...
VOCES DEL ALBA - Arte y Compromiso Revolucion...
ESCENARIS POST-PANDÈMIA: Íñigo Errejón, Pasto...
USB Italy: Video of the Demonstration of Work...
130 aniversario de Ho Chi Minh
Erneuter Putschversuch in Venezuela – die SDA...
Orlenys OV y Mervin Maldonado - Repatriacione...
? EMERGÈNCIA CLIMÀTICA i #COVID19 #DebatsReal...
La diplomacia bolivariana de paz como respues...
DKP zur Situation in der Fleischindustrie
Foro Semanario Voz: ¿Qué está pasando en nues...

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.