Montag, 10. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Die Direktoren von Burisma auf der Homepage des UnternehmensIn der Ukraine geht es um Demokratie, Menschenrechte und nationale Integrität... – ach so, und ums Geschäft natürlich. Wie jetzt bekannt wurde, wird der US-amerikanische Rechtsanwalt Hunter Biden Direktor im größten privaten Öl- und Gasunternehmen der Ukraine, Burisma Holdings. Reiner Zufall? Im Weißen Haus hieß es, die Ernennung eines »privaten Bürgers« für den Job habe keinen Einfluss auf die Politik gegenüber dem Land. Doch so »privat« ist die Personalie nicht – Hunter Biden ist der Sohn von Joe Biden, dem Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Burisma, das offiziell in Zypern registriert ist, arbeitet seit 2002 in der Ukraine. Das Land bezog den größten Teil seines Erdgases bislang aus Russland, doch inzwischen fordert Moskau Vorkasse, weil Kiew bei den Lieferanten Schulden in Milliardenhöhe hat. Das demokratisch nicht legitimierte Regime in Kiew bemüht sich deshalb, alternative Lieferanten zu finden.

Hunter Biden, der künftig einer von vier Direktoren des Unternehmens sein soll, erklärte gegenüber Journalisten, sein neuer Job sei eine große Chance, weil Burisma als innovative Firma dazu dienen könne, in der Ukraine eine »starke Wirtschaft« zu schaffen. Er sieht sich in seinem neuen Job richtig, weil seine Erfahrungen mit »Transparenz« und »Unternehmensverantwortung« den Menschen der Ukraine nutzen werde.   

Der heute 44jährige Hunter Biden mischte schon in der Vergangenheit in Washington mit, durchaus auch zum Unwillen des Chefs vom Herrn Papa. So sorgte er 2008 im Wahlkampf für Barack Obama für Probleme, als bekannt wurde, dass er für ein Kreditkartenunternehmen arbeitete, das sich gleichzeitig im Kongress für ein Gesetz einsetzte, das den Schutz der Kunden aufweichte. Für diese Gesetz engagierte sich auch Joe Biden. Aber von einem Interessenkonflikt wollte damals keiner etwas wissen. Auch die Verwicklung von Biden Junior in Ermittlungen wegen Investitionsbetrug schadeten seiner Karriere offensichtlich nicht. Er arbeitet heute als Rechtsanwalt in einer Kanzlei in New York und unterrichtet an Washingtons Georgetown-Universität. Und nun kann er den Menschen der Ukraine den American Way of Life nahebringen.

Quellen: abc news, El Mundo / RedGlobe

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