Sonntag, 21. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Auch in Wien sind Teile der Universität besetztAuf den »Unis brennt es«. Tausende StudentInnen protestieren gegen das finanzielle Aushungern von Österreichs Studieneinrichtungen – etliche Hörsäle sind von StudentInnen besetzt. In koalitionärer Eintracht haben Kanzler Faymann und Vizekanzler Pröll die Lösung gefunden: Der »versagte Wissenschaftsgockel« darf in Zukunft in Brüssel als EU-Kommissar herumkrähen.

»Eine Regierungs-Kriegserklärung gegenüber den protestierenden Studierenden«, meint dazu die neu gewählte bildungspolitische Sprecherin der KPÖ-Tirol, Sylvia Dürr. »Wurden im Mittelalter Widerständische mit Belagerungen ausgehungert, versucht die Regierung jetzt den scheidenden Hahn bis zu seinem Brüssler Amtsantritt als Wissenschaftsminister ohne Portfeuille für das Aushungern der protestierenden StudentInnen zu benutzen. Er wird im Koalitionsauftrag in den kommenden Tagen und Wochen die aufständischen StudentInnen abtouren dürfen, um diesen mitzuteilen, dass ihre Anliegen frühestens mit der Neubesetzung des Wissenschaftsministeriums möglich sind.«

»Es reicht«, bemächtigt sich die Tiroler KPÖ-Bildungssprecherin des bekannten Molterer-Ausrufs um abschließend aus dem erst am Nationalfeiertag beschlossenen Aktionsprogramm »Rote Punkte für Tirol und Vorarlberg« zu zitieren: »Die katastrophalen Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf das ohnehin schon unterfinanzierte österreichische Hochschulwesen werden immer eindeutiger: Überfüllte Hörsäle, steigender Leistungsdruck, Konkurrenzkampf, zu wenige Lehrkräfte, immer weniger Freiheit im Studium – Österreichs Universitäten werden offensichtlich ganz im Interesse der Wirtschaft geführt, die StudentInnen bleiben auf der Strecke. Wir fordern: Die Freiheit der Wissenschaft muss unabhängig gewährleistet sein! Die StudentInnen haben ein Recht auf Mitbestimmung! Es müssen genug Studienplätze für alle, die studieren wollen, geschaffen werden!«

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