Dienstag, 11. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Nach Verlusten der türkischen Armee in Çelê (Cukurca) und den darauf folgenden »Rache-Hetzkampagnen« des türkischen Staates haben sich rassistische Attacken türkischer Faschisten nach der Türkei nun auch in Europa ausgeweitet. Nach provozierenden Ansprachen des türkischen Minister- und des Staatspräsidenten, griffen rassistische Gruppen in vielen Orten in Kurdistan und in Europa KurdInnen und ihre Einrichtungen an, so in Frankreich, Deutschland, Belgien, Schweiz und den Niederlanden. Die Konföderation der Kurdischen Vereine in Europa KON-KURD erklärte, dass alle KurdInnen und ihre FreundInnen ihre Institutionen und sich selbst davor schützen müssen.



In Berlin organisierten faschistische Banden eine Demonstration gegen die Kurdinnen und Kurden. Diese trafen in Kreuzberg auf Widerstand von kurdischen Jugendlichen. Daraufhin kam es zu Ausschreitungen. Auf beiden Seiten wurde etliche festgenommen. Am Sonntag wollten gegen 16:00 Uhr ca. 1000 Faschisten mit Türkei- und MHP-Fahnen und antikurdischen Parolen vom Hermannplatz bis zum Kreuzberger Zentrum marschieren. Jedoch haben kurdische Jugendliche die Straße zum Zentrum blockiert. Etwa 100 TeilnehmerInnen riefenParolen wie »Es lebe die PKK« und »Es lebe der Vorsitzende Apo«. In kurzer Zeit vergrößerte sich der Protest mit der solidarischen Anteilnahme von AntifaschistInnen und demokratisch oder links gesinnten Mitmenschen. In der Zwischenzeit kam es zu Ausschreitungen zwischen Faschisten und revolutionären Jugendlichen. Zahlreiche Personen wurden festgenommen. Es gab einige Verletzte. Aber trotz Intervenieren der Berliner Polizei kam es in der Innenstadt zu Verfolgungen bis in die späte Nacht. Außerdem sorgte bei den Bewohnern Kreuzbergs die sachte und scheue Behandlung von Faschisten durch die Berliner Polizei für Unverständnis.

In Hagen blockierten etwa 300 türkische Faschisten den ansässigen kurdischen Verein und versuchten, die Vereinsmitglieder zu lynchen. Im Folgenden versammelten sich viele kurdische Jugendliche vor dem Verein und auch die Polizei stieß kurze Zeit später dazu.

Bei einem Fußballspiel zwischen der kurdischen Mannschaft »Botanspor« und der türkischen »Siegfriedkalt« in Köln waren die kurdischen Spieler rassistischen Angriffen ausgesetzt. Das bereits über Facebook bekannt gemachte Spiel veränderte sich nach dem 3:1-Sieg von »Botanspor« zu einer Lynchjagd türkischer Fans auf die kurdischen Spieler. Die von 50 türkischen Rassisten angegriffenen Kurden wehrten sich mit Gegenständen aus der Umkleidekabine. Die Angriffe wurden erst durch das Einschreiten von Sportclub-Mitgliedern beendet. Es gab einige Leichtverletzte.

In Hamburg versuchten türkische Faschisten während einer Demonstration, kurdische KleinunternehmerInnen anzugreifen. Da die Kurden in der Region bereits Schutzmaßnahmen ergriffen haben, konnten sie die Angreifer schnell zurückschlagen. Es wurde bekannt, dass einer der Faschisten leicht verletzt wurde. Nach den fast eine Stunde andauernden Auseinandersetzungen kam die Polizei und versuchte, in die Vereine einzudringen. Jedoch verwehrten kurdische Jugendliche auch der Polizei mit selbst gebauten Barrikaden den Eintritt. Der Vorfall wurde mit dem Einschreiten von VertreterInnen des Vereins beendet.

Auch im der niederländischen Amsterdam kam es zu Angriffen türkischer Faschisten auf kurdische Vereine. Durch die 50 Angreifer wurde drei Personen verletzt. Ungefähr 100 KurdInnen trafen daher Vorkehrungen gegen weitere mögliche Angriffe.

Zu Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Jugendlichen und türkischen Nationalisten kam es auch im schweizerischen Basel, weil türkische Faschisten mit Staatsflaggen und antikurdische Parolen durch die Straßen liefen. Zwei Faschisten wurden verletzt. Die Polizei schritt nicht ein.

In der französischen Stadt Mulhouse (Mülhausen) zerbrachen türkische Faschisten Scheiben von kurdischen Vereinen. Verletzt wurde niemand.

Quelle: ISKU / RedGlobe

 

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