Samstag, 23. September 2017
Solidaritätsanzeige

Deutsche Kommunistische ParteiDeutsche Kommunistische ParteiWir dokumentieren nachstehend einen Aufruf des DKP-Vorsitzenden Patrik Köbele und seiner Stellvertreter Wera Richter, Hans-Peter Brenner und Nina Hager zur Lage in Kurdistan:

Die Vorsitzenden der DKP rufen zur dringenden Solidarität mit den Verteidigern der kurdischen Stadt Kobanê (Nordsyrien) auf, die sich gegen die bereits in die Stadt eingerückten Mörderbanden des IS – Islamischer Staat – verteidigen.

Verteidiger von Kobanê. Foto: ISKUVerteidiger von Kobanê. Foto: ISKUSa., 11. Oktober 2014, 10.00 Uhr, Düsseldorf, vor dem DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Straße, (gegenüber Hauptbahnhof)

Der Kanton Kobanê in Rojava, im Norden Syriens, wird seit mehr als drei Wochen von den Terrorbanden des Islamischen Staates (IS) an drei Seiten, und von türkischen Truppen im Norden, belagert. Gegen ein drohendes Massaker an der kurdischen Bevölkerung Kobanês kämpfen zur Stunde an den Grenzen der Stadt Selbstverteidigungseinheiten der YPG/YPJ in einem entschlossenen und mutigen Widerstand mit leichten Waffen gegen die Panzer und eine schwere Artillerie des IS. Fast stündlich werden neue Angriffswellen des IS zurückgeschlagen.

Kommunistische Jugend ÖsterreichsKommunistische Jugend ÖsterreichsWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung des Vorsitzenden der Kommunistischen Jugend Österreichs (KJÖ), David Lang, der aus Solidarität mit den bedrohten Menschen in Kobanê in einen 48-stündigen Hungerstreik getreten ist:

Ich gebe hiermit bekannt mit dem 7. Oktober in Solidarität mit Rojava in einen 48-stündigen Hungerstreik zu treten. Zwar mag diese Kampfform nicht unumstritten sein, dennoch stellt sich die Frage danach im Moment meiner Meinung nach nicht mehr auf einer politischen sondern auf einer persönlichen Ebene. Unsere Handlungsmöglichkeiten mögen in Österreich beschränkt sein. Dennoch haben wir Möglichkeiten Öffentlichkeit zu schaffen und unmittelbar solidarisch zu sein.

Um gegen die Barbarei des IS zu protestieren und sich mit dem Widerstand in Kobanê zu solidarisieren, haben Mitglieder von YXK - Verband der Studierenden aus Kurdistan - und der Jugendorganisation Cîwanên Azad am Montagabend eine Aktion des zivilen Ungehorsam in Form eines Sitzstreiks in der CDU-Zentrale in Dortmund begonnen. Die Aktion wird unterstützt von Solid NRW und Young Struggle.

Kobanê. Grafik: European Commission DG ECHO / flickr.comKobanê. Grafik: European Commission DG ECHO / flickr.comDie Mörderbanden des »Islamischen Staates« (IS) sind offenbar in das Stadtgebiet von Kobanê eingedrungen. Das berichten kurdische und syrische Informationsquellen aus der nahe der Grenze zur Türkei gelegenen Stadt. Die Dschihadisten stoßen offenbar weiter auf erbitterten Widerstand der kurdischen Volksbefreiungskräfte (YPG), es soll zu heftigen Straßenkämpfen kommen. Erst vor wenigen Stunden hatten kurdische Politiker die internationale Gemeinschaft zum Handeln aufgerufen, um ein Massaker in der als Zentrum der kurdischen Selbstverwaltungsgebiete in Syrien geltenden Stadt zu verhindern.

Wir dokumentieren nachstehend zwei Erklärungen einer Delegation, die aus Deutschland an die türkisch-syrische Grenze gereist ist, um sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort zu machen:

Um den Widerstand des kurdischen Volkes gegen die Bandes des IS und des türkischen Staates vor Ort zu unterstützen, uns selbst ein Bild von der Lage machen zu können und darüber zu berichten, haben die Organisationen Rote Aktion, Young Struggle und SKB (Bund sozialistischer Frauen) eine Delegation zur türkisch-syrischen Grenze entsandt.

Kurdische JugendverbändeKurdische JugendverbändeEine Gruppe kurdischer Jugendlicher hat heute die Zentrale der SPD in Frankfurt/M. besetzt. Die jungen Mitglioeder des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan (YXK) und der Freien demokratischen Jugend Cîwanên Azad fordern von der SPD als Teil der Bundesregierung konkrete Schritte zur Unterstützung des kurdischen Widerstandes gegen den Terror der IS-Milizen. So fordern die Aktivisten, dass die deutsche Bundesregierung Druck auf die Türkei ausübt, die Unterstützung der Terroristen zu beenden. Außerdem müsse endlich das in der Bundesrepublik geltende Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) aufgehoben werden.

Eine Bewertung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 30.09.2014

Der Krieg um den kurdischen Kanton Kobanê (Ain Al Arab) dauert an, die Volksverteidigungseinheiten YPG und die Frauenverteidigungseinheiten YPJ versuchen die Stadt mit leichtez Waffen gegen den mit Panzern und Artillerie angreifenden IS zu verteidigen. Die Kämpfe finden mittlerweile direkt an der türkischen Staatsgrenze in der Nähe von Suruç in der Provinz Riha (Urfa) statt. Der IS belagert von mehreren Seiten Kobanê und beschießt die Stadt mit schweren Waffen. Es scheint bisher weder wirksame Luftschläge der USA gegen den IS bei Kobanê gegeben zu haben, noch haben die Angriffe des IS an Intensität verloren. Die türkische Polizei und das Militär gehen mit Wasserwerfern, Tränengas und scharfer Munition gegen die kurdische Bevölkerung vor, die an der Grenze protestiert und ihren Verwandten in Kobanê zur Hilfe kommen möchte. Gleichzeitig hat auch der IS begonnen, kurdische Dörfer und Protestierende jenseits der Grenze mit Granaten zu beschießen.

Irakische Kommunistische ParteiAm 10. Juni 2014 trug die als “ISIS” bekannte terroristische Organisation und ihre Verbündeten, einschliesslich des Rests der Unterstützer der faschistischen Saddam-Diktatur, einen Angriff gegen Mosul vor, übeefnahhmen die Kontrolle der zweitgrössten Stadt Iraks und entfesselten eine Welle barbarischer Verbrechen gegen zehnttausende unschuldige Zivilisten. In den darauf folgenden Tagen und Wochen war die ganze Welt Zeuge der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, begangen an unschuldigen irakischen Zivilisten. Attackiert wurden religiöse und ethnische Minderheiten, vor allem Christen, Yeziden, Turkmenen und Shabak, mit dem Ziel, eingesessene Gemeinden zu entwurzeln, die seit zweitausend Jahren friedlich im Irak gelebt  und koexistiert haben.Gegen die Yeziden wurden Gräueltaten verübt, einschliesslich der Entführung hunderter junger Frauen und Kindern, und Zehntausende wurden gezwungen, auf dem Berg Sinjar Zuflucht zu suchen, wo sie belagert wurden und sich einer humanitären Krise beispiellosen Ausmasses gegenüber sahen. Ein anderes abscheuliches Verbrechen war der Massenmord an um die 1 700 unbewaffneten jungen Rekruten im Camp Speicher in der Provinz Salahuddin, mit dem religiöse Zweitracht entfacht werden sollte. Der terroristische Angriff hat eine humanitäre Katastrophe hervorgerufen. Im Irak sind in diesem Jahr 1,6 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben worden, allein im August flohen nach UN-Angaben 850 000 Menschen,

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