Samstag, 27. Mai 2017
Solidaritätsanzeige

MV Rachel CorrieTrotz des Massakers der israelischen Armee mit mindestens 10 un d möglicherweise sogar 19 Toten will die internationale Kampagne Free Gaza nicht aufgeben. Über den Internetdienst Twitter kündigte die Kampagne vor wenigen Minuten an: »Wir werden nicht stoppen. Wir werden nochmal vorangehen. Bitte spendet für die nächste Fahrt. Wir haben die Rachel Corrie und ein weiteres Schiff. Wir WERDEN fahren, bis Gaza frei ist!«

Das irische Frachtschiff »Rachel Corrie« hatte sich verspätet und befindet sich etwa zwei bis drei Tage Fahrtzeit hinter der Freiheits-Flottille. Auch die »Challenger II« war nicht in dem von den Israelis attackierten Konvoi dabei, da sie aufgrund technischer Probleme in einen Hafen in Zypern zur Reparatur angelaufen hatte. Schon vor dem heutigen Massaker hatte die Kampagne geplant, dass die »Challenger II« nach der Reparatur versuchen sollte, die »Rachel Corrie« zu erreichen und dann gemeinsam als »zweite Welle« die Blockade von Gaza zu durchbrechen.

Israelische Soldaten führen Gefangenen abWie das israelische Fernsehen informiert, sind bei der Erstürmung der internationalen Freiheits-Flottille mit Hilfsgütern für den Gazastreifen durch das israelische Militär mindestens 19 Menschen getötet worden. Zudem gebe es 26 Verletzte, hiess es in einem Bericht, den das Fernsehen am Mittag ausstrahlte. International hat das Massaker Empörung ausgelöst. Palästinas Präsident Mahmud Abbas forderte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates und der Arabischen Liga. Der zur Hamas gehörende Ministerpräsident Ismail Hanijeh, verurteilte den brutalen israelischen Angriff und forderte eine Intervention durch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

 

Nach dem Sturm auf die Freiheits-FlottilleDas israelische Militär hat offiziell bestätigt, dass bei der Erstürmung der internationalen Flottille mit Hilfsgütern für den Gazastreifen mindestens zehn Menschen getötet worden sind. Ein Militärsprecher wollte nicht einmal ausschliessen, dass die Zahl weiter steigt und sprach von einer »ersten Bilanz«. Der von der palästinensischen Hamas betriebene Fernsehsender »El Aksa« sprach sogar von bis zu 20 Getöteten, neun davon seien türkische Staatsbürger gewesen. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas verurteilte den israelischen Angriff scharf, sprach von einem »Massaker« und verhängte drei Tage Staatstrauer in den Palästinensergebieten.

Israelische Soldaten gegen humanitäre FlottilleMit Waffengewalt ist die israelische Armee gegen die humanitäre Freiheits-Flotille vorgegangen, die sich mit sechs Schiffen und 10.000 Tonnen Hilfsgütern auf dem Weg in den palästinensischen Gazastreifen befand. Berichten eines israelischen Privatsenders zufolge wurden bei der Erstürmung mindestens eines Schiffes durch die Israelis zehn Teilnehmer der Karawane getötet und 30 verletzt. Der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera spricht sogar von 16 Toten, während eine israelische NGO »nur« zwei Todesopfer bestätigt. Israelische Medien informierten mittlerweile darüber, dass die israelische Militärzensur es ihnen untersagt, weitere Informationen über die Ereignisse zu verbreiten. Einem türkischen Fernsehsender war es jedoch noch während der Ereignisse gelungen, Livebilder vom Überfall der Soldaten auszustrahlen.

Türkisches Schiff der Free Gaza-FlotilleDer internationalen Flotille aus neun Schiffen mit 700 Aktivisten an Bord, die tausende Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen will, steht am Wochenende möglicherweise eine Kraftprobe mit den israelischen Behörden bevor. Die deutsche Delegation auf der »Challenger« wird heute auf offener See im Mittelmeer auf die anderen Schiffe der Gaza-Freedom-Flottille stoßen, um dann gemeinsam die Küste von Gaza anzusteuern. Scharf verurteilen die Initiatoren der Aktion, IPPNW, pax christi, Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, palästinensische Gemeinde Deutschland die Ankündigung der israelischen Marine, die Passagiere zu kidnappen und die Ladung nach Ashdod zu bringen. Dagegen begrüßt das Bündnis begrüßt die zahlreichen internationalen Appelle, die freie Fahrt für die Flotte fordern. Darunter auch ein Appell der israelischen Friedensbewegung Gush Shalom.

Brasilien, Türkei und Iran lösen die KriseDie Vermittlungsbemühungen der brasilianischen und der türkischen Regierung im Atomstreit zwischen den USA und dem Iran sind offenbar von Erfolg gekrönt und bremsen somit die Hardliner in Washington aus. In Teheran unterzeichneten die Außenminister der Türkei, Brasiliens und Irans auf einer Sitzung am gestrigen Montag im Beisein des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, seines brasilianischen Amtskollegen Luiz Inacio Lula da Silva und des türkischen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan eine Vereinbarung zum Austausch iranischen Urans im Ausland. Die Übereinkunft sieht nach Angaben des iranischen Außenministeriums vor, dass in der Türkei 1200 Kilogramm iranisches Uran mit einem niedrigen Anreicherungsgrad von 3,5 Prozent gelagert werden. Im Gegenzug soll Teheran 120 Kilogramm höher angereichertes Uran zu Forschungszwecken erhalten. Nach iranischen Angaben sollen nun die IAEA, die USA, Russland und Frankreich über die Vereinbarung informiert werden. Im Falle einer endgültigen Übereinstimmung zwischen Iran und dieser Gruppe könne das schwach angereicherte Uran innerhalb eines Monats in die Türkei geliefert werden, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran Ramin Mehmanparast.

MV Rachel Corrie vor der Abfahrt nach GazaAm Freitag um 22.45 Uhr Ortszeit ist die »MV Rachel Corrie«, ein 1200-Tonnen-Frachtschiff, als Teil einer acht Boote umfassenden »Freiheits-Flotille« von Irland aus in See gestochen, um sich im Mittelmeer mit den übrigen Schiffen, die aus der Türkei und Griechenland kommen, zu vereinigen und gemeinsam Kurs auf Gaza zu nehmen. Das Schiff hatten Aktivisten der Free Gaza Movement in Irland am vergangenen Mittwoch auf den Namen einer US-amerikanischen Aktivistin getauft, die 2003 von einem israelischen Bulldozer überrollt und getötet wurde, als sie versuchte, Häuser im Gaza-Streifen vor der Zerstörung durch die israelische Armee zu bewahren. Bei der Taufe wurde statt des üblichen Champagner eine Flasche palästinensisches Olivenöl gegen den Rumpf des Schiffes geschmettert, um »das Recht der Palästinenser auf ihr Land und die internationale Solidarität für Gerechtigkeit und Frieden zu feiern«.

Ayatollah Kazem SedighiNach Ansicht des iranischen Ayatollahs Kazem Sedighi sind die Frauen an der zunehmenden Zahl von Erdbeben schuld. Mit Blick auf Warnungen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad vor einem in Teheran drohenden Erdbeben sagte Sedighi beim Freitagsgebet in der iranischen Hauptstadt, "viele schlecht gekleidete Frauen" - er meinte damit die Iranerinnen, die sich nur widerwillig den strengen Kleidervorschriften der Mullahs unterwerfen - "verführen die Jugendlichen, und die Zunahme unpassender sexueller Beziehungen lässt die Zahl der Erdbeben ansteigen".

Besatzer raus aus AfghanistanBesatzer raus aus AfghanistanDer »umgangssprachliche Krieg« bzw. die »kriegsähnlichen Zustände« in Afghanistan fordern immer mehr ganz reale Menschenleben. Bei einem Angriff im Norden Afghanistans sind heute erneut vier Soldaten der Bundeswehr getötet und weitere verletzt worden. Wie das Militär mitteilte, seien die deutschen Besatzer zwischen Kundes und Baghlan mit Panzerfäusten oder Raketen angegriffen worden. Bereits vor zwei Wochen waren nahe Kundus drei deutsche Soldaten bei Gefechten mit den Taliban getötet worden. Die Zahl der durch die Besatzer getöteten Zivilisten oder gegnerischen Kämpfer ist den Agenturen keine Zeile wert.

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