Sonntag, 26. März 2017
Solidaritätsanzeige

Naher und Mittlerer Osten

Tudeh-Partei des IranTudeh-Partei des IranIn einer gemeinsamen Erklärung haben 46 kommunistische Parteien, darunter die Tudeh-Partei des Iran, die KP Israels, die KP der USA, die Kommunistische Partei Luxemburgs und die DKP, ihre Solidarität mit »den iranischen Kommunisten, Mitgliedern und Freunden der Tudeh-Partei und den Schaffenden, die für soziale und demokratische Rechte des Volkes, für Demokratie und sozialen Fortschritt kämpfen«, erklärt.

Unruhen in TeheranUnruhen in TeheranDie iranische Regierung wirft deutschen Diplomaten vor, die Unruhen am vergangenen 27. Dezember geplant zu haben. Damals hatten oppositionelle Demonstranten die religiösen Prozessionen zum schiitischen Ashura-Fest in Teheran zu Protesten gegen die Regierung ausgenutzt. Bei den sich daraus entwickelnden Unruhen waren mehrere Menschen ums Leben gekommen.

Gaza-Freiheitsmarsch in KairoGaza-Freiheitsmarsch in KairoNach tagelangem Tauziehen und einem Hungerstreik hat Ägypten rund 100 Teilnehmern des »Gaza-Freiheitsmarsches«, unter ihnen mehrere aus Deutschland angereiste Aktivisten, die Einreise in den Gazastreifen erlaubt. Insgesamt waren über 1200 Aktivisten nach Kairo gereist, um in den Gazastreifen zu gelangen. Die Behörden hatten ihnen die Einreise in das palästinensische Gebiet jedoch verweigert. Nachdem einige Demonstranten in den Hungerstreik getreten waren, einigten sich die Organisatoren und die ägyptische Regierung nun aber auf die Einreise einer Delegation von zumindest 100 Personen.

Tudeh-Partei des IranTudeh-Partei des IranNach den letzten Berichten aus Teheran und anderen Städten des Landes, überfielen die bewaffneten Söldner des Obrigkeitsregime und der Putsch-Regierung in einem beispiellosen Akt die großen Massen der Menschen, die zur Ehrung von Tasua und Ashura (Schiitische Trauerfeier) auf die Straßen kamen. Zahlreiche Menschen wurden dabei verhaftet und verletzt. Laut den letzten Berichten wurden auch einige unserer Landleute durch die Schüsse der »Freunde der Vali-Faghieh« ermordet.

Fernsehbilder aus TeheranFernsehbilder aus TeheranAm Rande des islamischen Aschura-Festes ist es am Sonntag im Iran zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Opposition und der Polizei gekommen. Die  Polizei setzte Tränengas gegen die Protestierenden ein, von seiten der Demonstranten wurden Steine geworfen und Barrikaden errichtet. Mehrere Polizeifahrzeuge wurden in Brand gesetzt worden. Die Behörden bestätigten am Abend den Tod von vier Menschen, der aber nicht von der Repression verursacht worden sei. »Eines der Opfer verlor das Leben beim Sturz von einer Brücke, zwei weitere bei einem Verkehrsunfall und eine vierte Person an den Folgen eines Schusses«, sagte Polizeisprecher Ahmad Reza Radan gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Leider brennend aktuell sind die Aktionen der Friedensbewegung an diesem Wochenende aus Anlass des Antikriegstages (Jahrestag des Überfalls von Hitlerdeutschland auf Polen) sowie die für den 20. September geplante Großdemonstration in Berlin für einen Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan geworden. Erst Krieg und Krise im Kaukasus, und nun die Nachricht, dass offenbar deutsche Bundeswehrsoldaten zwei Kinder und eine Frau in Afghanistan getötet haben.

Bei einem Zwischenfall nahe der Stadt Kundus starben an einer Straßensperre von deutschen und afghanischen Sicherheitskräften eine Frau und zwei Kinder, die in einem Auto auf den Kontrollpunkt zufuhren. Zwei weitere Kinder wurden verletzt. Die Bundeswehr teilte im Internet mit: "Nach derzeitigen Informationen wurden am Tatort Spuren gefunden, die die Vermutung nahe legen, dass die Schüsse auf das Fahrzeug aus deutschen Waffen abgegeben worden sind. Ob auch von anderer Seite auf das Fahrzeug geschossen wurde, ist noch nicht abschließend geklärt."
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