Sonntag, 21. Januar 2018
Solidaritätsanzeige

Russische Suchoi Su-24. Foto: mashleymorgan / flickr (CC BY-SA 2.0)Die türkische Luftwaffe hat über Syrien einen russischen Kampfjet vom Typ Suchoi Su-24 abgeschossen. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte den Absturz der Maschine und betonte, dass diese zu keinem Zeitpunkt in türkischen Luftraum eingedrungen sei. Die kurdische Nachrichtenagentur Firatnews berichtete, das brennende Flugzeug sei nahe des Flüchtlingslagers Yamadi auf der syrischen Seite der Grenze abgestürzt. Nach Angaben der Agentur hätten türkisch F-16-Kampfjets die russische Maschine angegriffen. Moskau sprach dagegen zunächst von einem Abschuss vom Boden aus. Die beiden Piloten hätten sich mit den Schleudersitzen retten können, ihr Schicksal sei jedoch noch unklar. Medienberichten zufolge soll einer getötet worden sein, ein anderer befinde sich in der Gewalt syrischer Aufständischer, die mit der Türkei verbündet seien.

Gemäß der vom Präsidenten Russlands Wladimir Putin dargelegten Position ist die russische Seite bereit, auf der Ebene der Verteidigungsministerien der Bündelung der Bemühungen der Armee der Arabischen Republik Syrien und der „Freien Syrischen Armee“ im Kampf gegen ISIL und die übrigen Terrorgruppen, darunter im Kontext der Koordination mit den Handlungen der russischen Luftwaffe, Unterstützung zu leisten.

Erzbischof Jacques Behnan Hindo. Screenshot: YoutubeErzbischof Jacques Behnan Hindo. Screenshot: Youtube»Der US-amerikanische Senator John McCain beklagt, dass die russische Luftwaffe nicht die Stellungen des Islamischen Staates, sondern die von der CIA ausgebildeten Rebellen angreift. Dies finde ich äußerst beunruhigend«, erklärt Erzbischof Jacques Behnan Hindo von Hassakè-Nisibi, »denn damit gesteht er ein, dass sich hinter dem Krieg gegen Assad auch die CIA verbirgt und es sich um einen Stellvertreterkrieg von Mächten die zusammen mit ihren Verbündeten in der Region gegen Syrien kämpfen«. »Die westliche Propaganda«, so der syrisch-katholische Erzbischof, »redet weiterhin von gemäßigten Rebellen, doch die gibt es nicht: In der Galaxie der bewaffneten Gruppen sind die Soldaten der Syrischen Befreiungsarmee nur mit einer Lupe zu finden. Alle anderen, abgesehen vom IS, haben sich in der Al-Nusra-Front zusammengeschlossen, ein Ableger der Al-Qaida in Syrien«.

Außenministerium der Russischen FöderationAngesichts des Getöses in westlichen Medien über ein Eingreifen Russlands in den syrischen Krieg hat die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, eine Erklärung zum militärtechnischen Zusammenwirken der Russischen Föderation mit Syrien veröffentlicht. Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut dieser Stellungnahme.

Russland machte nie ein Hehl aus seinem militärtechnischen Zusammenwirken mit der Arabischen Republik Syrien. Unser Land liefert seit langem Rüstungen und Militärtechnik an Syrien in Übereinstimmung mit existierenden bilateralen Verträgen. In Syrien sind auch russische Militärspezialisten tätig, die ihre syrischen Kollegen mit der neuen Technik vertraut machen. In Tartus gibt es bekanntermaßen einen Stützpunkt für die technische Wartung der russischen Marineschiffe.

Solidarität mit den Verteidigern von Kobane!Am gestrigen Donnerstag sind erneut Terroristen des »Islamischen Staats« (IS, von den Kurden und Arabern Daesh genannt) in die kurdische Stadt Kobanê eingedrungen, die im vergangenen Jahr in monatelangen Kämpfen von den kurdischen Kämpfern verteidigt werden konnte. Am Nachmittag veröffentlichte das Pressebüro der kurdischen Volksverteidigungskräfte (YPG) zu den Ereignissen eine folgende Erklärung unter der Überschrift »Angriffe der Daesh-Terroristen auf Nordkobanê«, die wir nachstehend dokumentieren.

In den Morgenstunden des 25. Juni haben Angreifer, die zu den Daesh-Terroristen gehören, zwei gleichzeitige Angriffe im Norden und Süden der Stadt Kobanê durchgeführt, die in der Gegend zu großen zivilen Opfern führten.

Syrische Kommunistische ParteiSyrische Kommunistische ParteiDie Syrische Kommunistische Partei hat in einer Erklärung die Bombenangriffe der USA und ihrer Verbündeten auf syrisches Territorium scharf verurteilt. Wir dokumentieren nachstehend die vom DKP-Newsportal besorgte Übersetzung dieses Statements.

Schmach und Schande über den aggressiven US-Imperialismus!
Keine Gnade dem US-Imperialismus! Kein Verzicht auf die nationale Souveränität! Syrien wird siegen!

Am Morgen des 23.9.2014 begannen der amerikanische Imperialismus und seine Lakaien und Agenten in flagranter Verletzung des Völkerrechts, das die Verletzung der nationalen Souveränität der unabhängigen Staaten verbietet, mit militärischen Aggressionsakten auf das Gebiet der Arabischen Republik Syrien. Dabei dauern diese Aggressionsakte unter dem Vorwand des Kampfes gegen terroristische Organisationen an, jener Organisationen, die in den Laboren der imperialistischen, in erster Linie britischen und US-amerikanischen, Geheimdienste und unter aktiver Beteiligung der zionistischen Kreise mit dem Ziel produziert wurden, einen Vorwand für eine imperialistische Intervention und Aggression auf die Länder der Region, vor allem Syrien und seinen das  imperialistische und zionistischen Diktat ablehnenden Kurs, zu bekommen. Unser Volk ist bemüht, diesen Kurs beizubehalten.

Außenministerium der Russischen FöderationAußenministerium der Russischen FöderationIm Zusammenhang mit der von den USA mit Unterstützung mehrerer Staaten begonnen Operation zum Raketenbeschuss und zur Bombardierung von Stellungen der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ in Syrien möchte Russland daran erinnern, dass solche Aktionen ausschließlich im Rahmen des Völkerrechts durchgeführt werden können. Das setzt nicht bloß eine formale einseitige “Mitteilung” über die Luftschläge voraus, sondern das Vorhandensein einer klar zum Ausdruck gebrachten Zustimmung der Regierung Syriens oder die Annahme eines entsprechenden Beschlusses des UNO-Sicherheitsrates. Die prinzipielle Position Russlands in dieser Frage wurde vom Präsidenten Wladimir Putin während des Telefongesprächs am 22. September mit dem UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon bekräftigt.

US-Luftangriffe auf Syrien. Screenshot: RTUS-Luftangriffe auf Syrien. Screenshot: RTDie US-Luftwaffe hat in der Nacht zum Dienstag mit Bombenangriffen auf Stellungen der »Islamischen Staates« in Syrien begonnen. Das bestätigten sowohl das Pentagon als auch die syrische Regierung. Offenbar hat Washington zwar im Vorfeld keine Genehmigung der Angriffe durch Damaskus eingeholt, allerdings informierte die US-Administration offenbar den ständigen Vertreter Syriens bei den Vereinten Nationen, Dr. Baschar Jaafari, über die bevorstehenden Attacken. Das meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf das Außenministerium in Damaskus. Die US-Kampfflugzeuge griffen demnach Positionen der Terroristen in der Region Raqqa an.

Lawrow in Paris. Screenshot: RTLawrow in Paris. Screenshot: RTDer russische Außenminister Sergej Lawrow hat bei der von der französischen Regierung einberufenen Konferenz über den Kampf gegen den »Islamischen Staat« (IS) davor gewarnt, Terroristen in »gute« und »schlechte « aufzuteilen. Leider sei dieses Prinzip zuletzt immer wieder verletzt worden, kritisierte Moskaus Chefdiplomat: »Es wurde bei zahlreichen Gelegenheiten konjunkturellen Zielen geopfert, um das Regime des einen oder anderen Landes zu stürzen, das im Westen unerwünscht war.« Als Beispiele dafür nannte Lawrow Libyen und Syrien. So habe der Westen vor dem Anwachsen des Extremismus die Augen verschlossen und sich an die Seite der Radikalen gestellt, um das Regime von Muammar Al-Gaddafi zu stürzen. Das habe nicht nur Libyen selbst, sondern auch die Nachbarländer wie Mali ins Chaos gestürzt.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.