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Kategorie: Syrien

Hunderte für AssadMehrere Hundert Menschen haben heute in Berlin für eine friedliche Lösung des Konflikts in Syrien demonstriert. Zu der Demonstration hatten in Deutschland lebende Syrer aufgerufen, die sich für einen Reformprozess in ihrer Heimat unter dem amtierenden Präsidenten Bashar al-Assad einsetzen. Unterstützt wurden sie von türkischen Linken sowie von Gruppen der deutschen Friedensbewegung wie den »Müttern gegen den Krieg Berlin/Brandenburg«.



Bei der Kundgebung vor der russischen Botschaft im Zentrum Berlins verurteilten Redner die Unterstützung Deutschlands und des Westens für die Aufständischen in Syrien. Diese seien keine demokratische Oppositionelle, sondern Salafisten, Faschisten und Terroristen. »Zu Beginn sind wir alle für Reformen auf die Strasse gegangen, aber dann kamen die Leute von der Freien Syrischen Armee. Die wollen keine Demokratie, sondern ein wahabitisches islamistisches Regime wie in Saudi-Arabien«, sagte ein Demonstrant gegenüber Journalisten.

Dutzende gegen AssadVon einem starken Polizeiaufgebot auf Abstand gehalten, protestierten drei Dutzend Unterstützer der Aufständischen gegen die Demonstration. Auf deren Rufe »Syrien will Freiheit, Syrien will Demokratie« antworteten die zu Assad stehenden Demonstranten, unter ihnen viele junge Frauen, mit den Rufen »Ihr seid Salafisten, ihr seid Terroristen« und »Das Volk will Bashar al-Assad«.

Der Demonstrationszug zog von der russischen Botschaft, bei der man sich ebenso wie bei China für die Unterstützung einer Lösung ohne äußere Einmischung bedankte, vorbei an der US-Botschaft zur Vertretung Saudi-Arabiens. Das absolutistische Königreich am Golf gilt gemeinsam mit Qatar als Hauptunterstützer der Aufständischen in Syrien.

Zu Zwischenfällen kam es nicht, obwohl die Polizei gestattete, dass die Gegendemonstranten hinter dem eigentlichen Zug hermarschierten. Von den Organisatoren der offiziellen Demonstration wurde dies als Provokation gewertet.

 

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