Sonntag, 20. Mai 2018
Solidaritätsanzeige

Protest gegen den KriegDie israelische Armee hat am Montag erneut ein internationales Medienzentrum in Gaza angegriffen und dabei einen Menschen getötet, wie palästinensische Rettungsdienste mitteilten. Die Bombenattacke galt offenbar dem Fernsehsender Al-Aqsa TV, der Stimme der im Gazastreifen regierenden Hamas gilt. Zugleich begann die israelische Armee, die Frequenzen des Senders zu stören. Man wolle auf diesem Wege »Warnungen ausstrahlen«, zitierte der Fernsehsender Al-Arabiya Sprecher der israelischen Armee.

Bomben auf die Pressefreiheit. Foto: RTAuf Befehl der Regierung in Tel Aviv hat die israelische Luftwaffe am Sonntag den Bombenkrieg gegen die Palästinenser fortgesetzt. Wie der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur berichtet, schlugen vier Raketen in von der internationalen Presse im Gazastreifen genutzte Gebäude ein. Mindestens sechs Journalisten wurden Angaben palästinensischer Rettungskräfte zufolge verletzt, einer von ihnen schwer. In den betroffenen Gebäuden arbeiteten der örtliche Fernsehsender Al-Quds sowie Korrespondenten von Russia Today, die italienische RAI, die britische Sky News, die deutsche ARD, Kuwait-TV sowie der arabische Al-Aqsa TV. TeleSur-Sonderkorrespondent Oska Epelde berichtete zudem, dass drei Kriegsschiffe der israelischen Marine vor der Küste des Gazastreifens kreuzen.

Krieg gegen KinderDie israelische Luftwaffe hat allein am heutigen Samstag rund 180 Luftangriffe auf Gaza geflogen. Dabei wurde unter anderem das Gebäude der von der islamischen Bewegung Hamas geführten Regierung getroffen. Wie der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur berichtete, hat die israelische Militäroffensive gegen das palästinensische Gebiet bislang mindestens 39 Menschen getötet und rund 330 verletzt.

Durch die Bombenangriffe wurden neben dem Regierungsgebäude auch das Hauptquartier der Polizei, die Islamische Universität und das Palästina-Sportstadion getroffen, berichtet TeleSur. Gegenüber der britischen BBC erklärten israelische Quelle, sie wollten "Hunderte" Ziele im Gazastreifen attackieren. Jeder Angriff auf ein Ziel, das der Hamas gehöre, sei "legitim", so Tel Aviv.

Freiheit für Palästina!Rund 1600 palästinensische Häftlinge in Israels Gefängnissen wollen am Dienstag einen Hungerstreik mit offenem Ende beginnen, um für eine Überprüfung ihrer Haftbedingungen zu kämpfen. Das kündigte der palästinensische Minister für Gefangenenangelegenheiten, Issa Qaraqe, am Samstag an. Der Streikbeginn fällt mit dem palästinensischen Gedenktag für alle Gefangenen zusammen.

Palästinas Kinder für den FriedenHunderte palästinensische Kinder, die von den Vereinten Nationen betriebene Schulen in den Flüchtlingslagern besuchen, haben in einer bewegenden Aktion aus ihren Körpern Worte wie "Liebe" und die Friedenstaube des spanischen Malers Pablo Picasso gebildet. Geleitet wurden diese menschlichen Bilder von dem Künstler John Quigley an den Gebirgsausläufern von Jericho, das als älteste Stadt der Welt gilt.

Freiheit für Gaza!Israel hat am Freitag die zwei Schiffe aufgebracht, die die Blockade des palästinensischen Gazastreifens durchbrechen wollten. Bei der Aktion wurde nach Angaben der Regierung in Jerusalem niemand verletzt. Die Schiffe wurden beschlagnahmt. Den Aktivisten an Bord stehen jetzt Verhöre und die Abschiebung bevor. Sie kommen aus Kanada, Australien, den USA, Ägypten und Irland. Auch ein Palästinenser mit israelischem Paß ist dabei.

In einer Stellungnahme erklärte Geraldine McNamara, Pressesprecherin der irisch-republikanischen Partei Republican Sinn Féin, sie gratuliere der UNESCO zu ihrer »heroischen Entscheidung«, Palästina trotz derDrohungen von Seiten der USA und Israels Vollmitgliedschaft in der Organisation zu gewähren. Dies sei ein wichtiger Baustein im Staatsbildungsprozess für das unterdrückte Volk von Palästina, das seit Jahrzehnten unter dem israelischen Regime leidet, so McNamara.

Die Tahrir unterwegs nach GazaZwei Schiffe der internationalen »Free Gaza«-Solidaritätsflottille sind am Mittwoch vom türkischen Hafen Fethiye ausgelaufen, um die von Israel verhängte Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Das berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung »junge Welt« (Donnerstagausgabe). Die kanadische »Tahrir« und die irische »Saoirse« werden voraussichtlich am Freitag das Seegebiet vor der palästinensischen Küste erreichen. Es wird erwartet, daß die israelische Marine auch dieses Mal versuchen wird, die Schiffe auf hoher See zu kapern und in den Hafen von Ashdod zu schleppen. Vor eineinhalb Jahren war die aus mehreren Schiffen bestehende erste »Free Gaza«-Flottille in internationalen Gewässern angegriffen worden. Dabei erschossen israelische Soldaten auf der »Mavi Marmara« neun Türken.

The Audacity of HopeDie Schiffe der zweiten Gaza-Freiheitsflottille werden nach wie vor in Griechenland, vor allem in Häfen auf der Insel Kreta, festgehalten. Ann Wright von der nordamerikanischen Kampagne »US Boat to Gaza«, die mit der »Audacity of Hope« Hilfsgüter in den von Israel blockierten Gazastreifen bringen wollte, hat am vergangenen Wochenende eine Übersicht erarbeitet.

Ihr eigenes Schiff, die »Audacity of Hope«, liegt an der Anlegestelle der Küstenwache im Hafen von Keritsini und wartet dort auf kleiner Reparaturen sowie eine weitere Inspektion durch die griechischen Behörden. »Sobald wir einen neuen Kapitän haben, werden wir eine Reisegenehmigung beantragen, um diesen Hafen zu verlassen. Es gibt aber noch keine Entscheidungen, wann und wohin dies sein wird«, schreibt Wright. Die US-Amerikaner nutzten in der vergangenen Woche einen Empfang in der Residenz des US-Botschafters in Athen aus Anlaß des Nationalfeiertages am 4. Juli für eine Protestaktion gegen das Festhalten ihres Schiffs.

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