Drucken
Kategorie: Palästina

Türkisches Schiff der Free Gaza-FlotilleDer internationalen Flotille aus neun Schiffen mit 700 Aktivisten an Bord, die tausende Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen will, steht am Wochenende möglicherweise eine Kraftprobe mit den israelischen Behörden bevor. Die deutsche Delegation auf der »Challenger« wird heute auf offener See im Mittelmeer auf die anderen Schiffe der Gaza-Freedom-Flottille stoßen, um dann gemeinsam die Küste von Gaza anzusteuern. Scharf verurteilen die Initiatoren der Aktion, IPPNW, pax christi, Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, palästinensische Gemeinde Deutschland die Ankündigung der israelischen Marine, die Passagiere zu kidnappen und die Ladung nach Ashdod zu bringen. Dagegen begrüßt das Bündnis begrüßt die zahlreichen internationalen Appelle, die freie Fahrt für die Flotte fordern. Darunter auch ein Appell der israelischen Friedensbewegung Gush Shalom.

Der deutschen Delegation auf den Schiffen gehören Matthias Jochheim (stellvertretender Vorsitzender der IPPNW und KoPI-Vertreter), Norman Paech (emeritierter Hochschullehrer und IPPNW-Beiratsmitglied), Nader el Sakka (Palästinensischen Gemeinde Deutschland e.V.) und mit Inge Höger (Verteidigungs­aus­schuss) und Annette Groth (Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe) zwei Abgeordnete der Linksfraktion im Deutschen Bundestag an. Der bekannteste Passagier ist aber sicherlich der schwedische Bestsellerautor Henning Mankell. Laut einer Mitteilung seines Verlags sieht Mankell, der sich seit Jahren im südlichen Afrika engagiert, »erschreckend viele Parallelen« zwischen dem Südafrika der Apartheid-Zeit und dem Konflikt im Mittleren Osten. Die Situation in Gaza sei »entsetzlich«, sie gleiche »einem Freiluftgefängnis«, erklärte Mankell. Die Hilfsflotte wolle den Palästinensern, die dort leben, zeigen, »dass sie nicht vergessen sind«.

Israel droht damit, die Passagiere zu verhaften und sie nach Israel zu bringen. Die Armee werde auch die von der Flottille transportierten Hilfsgüter an sich nehmen. »Dazu hat Israel kein Recht. Da wir israelische Hoheitsgewässer nicht berühren werden und der Gazastreifen nach Ansicht der israelischen Regierung kein besetztes Territorium ist, hat die israelische Marine kein Recht, uns an unserer Route zu hindern und den Hafen von Gaza abzusperren«, erklärt der Völkerrechtler Norman Paech.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.