Dienstag, 22. Mai 2018
Solidaritätsanzeige

Antikriegsdemonstration in Berlin. Foto: Tamir ShmeltzerRund 500 Menschen sind am gestrigen Mittwoch dem Aufruf in Berlin lebender israelischer Staatsbürger gefolgt, auf der Straße Solidarität mit Gaza zu zeigen. Die Demonstranten forderten eine sofortige Waffenruhe und die Beendigung der israelischen Blockade des Gazastreifens. Dies geschah im Einklang mit den Interessen der der palästinensischen Zivilbevölkerung in Gaza, die die seit sieben Jahren anhaltende Blockade als »schleichenden Tod« empfindet.

 

Die Demonstration war eine von vielen Protesten, die in den vergangenen drei Wochen in Berlin stattgefunden haben, darunter eine gemeinsame israelisch-palästinensische Demonstration am vergangenen Sonntag, den 27. Juli.

Die Organisatoren, allesamt israelische Staatsbürger, riefen zu einer öffentlichen Debatte in Deutschland über den Antikriegsdemonstration in Berlin. Foto; Bawer çakırKonflikt auf und forderten ein Ende des automatischen Reflexes, Kritik an Israel mit Antisemitismus gleichzusetzen. Einer der israelischen Demonstranten erklärte: »Aus Angst, als Antisemit angesehen zu werden, hält sich die deutsche Öffentlichkeit in ihrer Kritik an der israelischen Aggression und den Kriegsverbrechen an Zivilisten in Gaza zurück. Uns ist der Anstieg sowohl von antisemitischem als auch islamophobem Gedankengut in der deutschen Gesellschaft sehr wohl bewusst. Kritik an der israelischen Regierung und der Unterdrückung der Palästinenser ist jedoch an sich nicht antisemitisch. Ich würde mir wünschen, dass mehr Deutsche zu den Antikriegsdemonstrationen kommen würden, auch wenn sie von Palästinensern veranstaltet werden. Viele der palästinensischen Organisatoren bemühen sich eindringlich, dass es zu keinerlei Rassismus auf den Demonstrationen kommt.«

Unter anderem stand auf den Schildern der Demonstration: »Ich habe Angst vor Islamophobie« und »Juden und Araber weigern sich, Feinde zu sein«.

Die Organisatoren drückten ihre Sorge um ihre Familien und Freunde in Israel aus und erwähnten den »Anstieg an nationalistischer und militaristischer Propaganda, die sich in Israels Öffentlichkeit breitmacht«.

Einer der israelischen Organisatoren rief in seiner Rede die deutsche Öffentlichkeit auf, zu ihrer Verantwortung zu stehen, und verlangte ein Ende der automatisch garantierten Unterstützung Israels seitens der deutschen Regierung. Zudem ginge es darum zu verstehen, dass die Gewalt in Gaza militärisch und politisch von der deutschen Regierung unterstützt werde. »Wir als Israelis demonstrieren heute hier unsere Verantwortung. Wir rufen euch als Deutsche dazu auf, diese Verantwortung auch wahrzunehmen.«

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