Donnerstag, 19. Juli 2018
Solidaritätsanzeige

Iranischer Schwerwasserreaktor Arak. Foto: Jahad Savarban / flickr.comDie Außenminister des Iran und der 5+1-Gruppe der Vetomächte im UN-Sicherheitsrats und Deutschlands haben nach tagelangen intensiven Verhandlungen ein Akommen über das iranische Atomprogramm unterzeichnet. »Wir haben in den 5+1-Gesprächen eine Einigung«, zitierte der iranische Rundfunk IRIB die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am frühen Sonntagmorgen. Sie bezeichnete das Atomabkommen als einen großen diplomatischen Erfolg. In dem Abkommen wurde nach Angaben des iranischen Außenministers Mohammed Dschawad Zarif das Recht Irans auf Urananreicherung anerkannt. Zudem sollen die Urananreicherungsanlagen Natans und Fordo sowie der Schwerwasserreaktor Arak ihre Arbeit fortsetzen. In dem Abkommen sei auch festgelegt worden, dass ein Teil der gegenwärtigen internationalen Sanktionen aufgehoben werden. Die Vereinbarung sei jedoch nur eine »erste Etappe«.

 

Zarif bezeichnete das Abkommen als einen »wichtigen Schritt zur Beendigung einer unnötigen Krise«. Durch gute Zusammenarbeit seien auch weitere konstruktive Schritte möglich. »Dabei müssen wir auf der Basis von Gleichberechtigung, gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt vorgehen«, verlangte der iranische Chefdiplomat. »Wir sind bereit, das verlorene Vertrauen wieder herzustellen.«

Irans Präsident Hassan Rohani begrüßte die Vereinbarung. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er: »Das konstruktive Engagement in Verbindung mit unermüdlichen Bemühungen der Verhandlungsteams eröffnen neue Horizonte.«

Vertreter der USA, Russlands, Chinas, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands (5+1) hatten seit dem vergangenen Mittwoch in Genf mit der iranischen Delegation über eine Übergangslösung verhandelt, durch die der jahrelange Streit um das iranische Atomprogramm beigelegt werden soll. Am Freitag stießen die Außenminister der beteiligten Länder hinzu.

Quelle: IRIB / RedGlobe

Vollständiger Text des Abkommens (in englischer Sprache): www.irna.ir

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