Dienstag, 22. Mai 2018
Solidaritätsanzeige

Am 26. März 2015 begann der Angriff der saudi-arabischen Luftwaffe auf den Jemen. Erklärtes Ziel war, den geflohenen Präsidenten des Jemen, Abed Rabbo Mansur Hadi, wieder ins Amt einzusetzen. Nach vier Wochen endete die Operation „Entscheidungssturm“ – nur um am nächsten Tag unter einem neuen Namen fortgesetzt zu werden. Die saudischen Bomben sollten die „Hoffnung wieder herstellen“.

„Die Bundesregierung ist durch ihre fortgesetzten Rüstungsexporte an die Kriegsallianz Saudi-Arabien, Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate in Höhe von 1,3 Milliarden Euro in 2017 mitverantwortlich für diese humanitäre Katastrophe. Deshalb wäre der beste humanitäre Beitrag der Bundesregierung endlich diese mörderischen Waffenlieferungen zu beenden“, erklärt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heute stattfindenden UN-Geberkonferenz für Jemen.

„Es ist unverantwortlich, dass die Bundesregierung keinen generellen Waffenexportstopp für Länder verhängt, die gegen den Jemen Krieg führen. Jetzt lediglich einen Exportstopp für Staaten anzukündigen, die ‚unmittelbar‘ am Konflikt beteiligt sind, und bereits genehmigte Lieferungen weiter laufenzulassen, wenn zugesichert wird, dass die Waffen im Land verbleiben, ist eine Irreführung der Öffentlichkeit.

Seit März 2015 kämpft eine militärische Koalition mehrerer Länder der Arabischen Liga im Jemen, angeführt von Saudi-Arabien. Vordergründig geht es darum, den offiziellen Präsidenten Hadi wieder in Amt und Würden einzusetzen und die auch als Huthi bekannten Ansar Allah zu schwächen. Im Hintergrund ist das Ziel, den Einfluss des Iran in der Region zu begrenzen.
In diesem Krieg gibt es viele Fronten.

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UZ - Unsere Zeit

Weltbund der demokratischen JugendWeltbund der demokratischen JugendWir dokumentieren nachstehend eine aktuelle Erklärung des Weltbundes der demokratischen Jugend (WBDJ) zur aktuellen Situation im Jemen. In dem arabischen Land führt seit Ende März eine Allianz unter Führung Saudi-Arabiens eine militärische Intervention gegen die seit 2013 im Kampf um die Macht befindlichen Huthi-Rebellen und unterstützen den jemenitischen Staatspräsidenten Hadi. Der WBDJ, der erst im vergangenen Monat sein 70-jähriges Bestehen im Kampf der Jugend der Welt gegen den Imperialismus gefeiert hat, spricht sich für eine politische Lösung des Konflikts im Jemen aus.

Die Eskalation militärischer Spannungen in der Weltpolitik geht weiter. Insbesondere im Nahen und Mittleren Osten setzen arabische Länder den Krieg im Jemen fort, der das Leben Tausender Menschen fordert und zur massiven Zerstörung von Infrastruktur und historischen Monumenten der gesamten menschlichen Zivilisation beiträgt. Eben dieser Krieg zielte auch auf Wohngebiete und Lager von Geflüchteten und führte zu einer festen Belagerung im Luftraum und an den Häfen, um so die Einfuhr von Lebensmitteln, Medizin und Treibstoff zu verhindern. Das verschlechterte die humanitäre Läge weiterhin und verdoppelte die Zahl der Vertriebenen, welche nunmehr nahezu eine halbe Million erreicht hat.

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