Donnerstag, 18. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez sprach im Interview, das der multinationale Fernsehsender Telesur am 16. September übertragen hat, von der Blockade als „einer brutalen Praxis, mit der unser Volk zum Sterben verurteilt werden soll und die der Welt in ihrer Beziehung zu Kuba Normen aufzwingt.“

Dies war auch eines der Argumente, das im Kubanischen Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) bei einem Twittern und einem Diskussionsforum „Die Welt gegen die Blockade online“ im Rahmen des Weltaktionstags „Wir haben eine Erinnerung: Solidarität gegen Blockade und Terrorismus“ zum Ausdruck kam. Die Aktionstage begannen am 4. September und gehen noch bis zum 6. Oktober, dem Tag, als vor 42 Jahren ein Bombenattentat auf ein Flugzeug der kubanischen Fluggesellschaft von Cubana de Aviación verübt wurde.

Erstmals nach seinem Amtsantritt im April 2018 hat Kubas Präsident Miguel Mario Díaz-Canel am Wochenende einem ausländischen Fernsehsender ein Interview gegeben. Der kubanische Staatschef stellte sich im internationalen Kanal TeleSur den Fragen der Journalistin Patricia Villegas.

Der kubanische Präsident sagte, dass in diesen vier Monaten (seit seiner Ernennung durch die Nationalversammlung am 19. April) viele Erfahrungen gesammelt wurden und dass der Ausgangspunkt des Aktionsprogramms die Rede war, die der Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, auf dieser konstituierenden Sitzung der Neunten Legislaturperiode hielt, der wichtige Schlüssel für das Vorgehen der Revolutionäre darlegte.

Es ist schwer zu wissen, wann ein Opportunist sein wahres Gesicht zeigt, den Uniformrock wechselt und sich in das Gegenteil von dem verwandelt, was er während eines großen Teils seines Lebens predigte.

Denn auch wenn dies schwer zu verdauen ist, war der gegenwärtige Generalsekretär der OAS, Luis Almagro, einmal ein Kämpfer der uruguayischen Linken, in der Frente Amplio. Von 2010 bis 2015 war er auch Außenminister in der Regierung von José Mujica und gab sogar Versprechen ab, - als er am 18. März 2015 in die OAS einstieg -, diese Organisation als „Vertreter der lateinamerikanischen Völker“ voranzubringen.

Das Mitglied des Sekretariats der PCC und Leiter der Abteilung für Internationale Beziehungen, José Ramón Balaguer Cabrera, dankte für die bedingungslose Solidarität der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation (KPRF) mit dem Kampf des kubanischen Volkes gegen die von den USA auferlegte Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade.

Ich erinnere mich, dass damals in den 90er Jahren, in einem internationalen Journalismusseminar uns ein Kollege aus Puerto Rico versicherte, dass sein Land nichts weiter als ein Schaufenster der USA sei, mit dem sie versucht, der Welt die Vorteile des Systems „zu verkaufen“.

Jetzt, wenn das „Schaufenster“, das Symbol der Opulenz und Beispiel eines Lebens in Wohlstand seine Wirkung verliert, wenn, um es metaphorisch zu sagen, von dem Schaufenster nur noch die Scherben übrig sind, merken wir, wie lange eine tausend Mal wiederholte Lüge alles zusammenhält, aber eines Tages- und dieser Tag ist jetzt gekommen- bricht alles zusammen.

Auf 933.678 Millionen Dollar beläuft sich mittlerweile die Summe der Schäden, die im Laufe von fast 60 Jahren Kuba durch die US-Blockade entstanden sind – ein Umstand, der in dem Bericht zur Anklage kommt, den die Revolutionäre Regierung der Vollversammlung der Vereinten Nationen am kommenden 31. Oktober präsentieren wird.

In einem Artikel von Alfonso Sastre unter dem Titel Salvador Allende oder die unmöglichste Revolution,- die jeder Bewunderer der chilenischen Führungspersölichkeit die Möglichkeit haben sollte, zu lesen -, erinnert sich dieser spanische Intellektuelle daran, wie er zu Beginn der 70er Jahre Teil einer Gruppe von Erkundungsreisenden namens Operation Wahrheit war, die aus Schriftstellern, Kritikern, Dichtern und europäischen Künstlern bestand und von der Regierung der Unidad Popular eingeladen worden war, um vor Ort die soziale Wirklichkeit des südamerikanischen Landes kennenzulernen, die vom Imperialismus völlig entstellt wurde.

„Eine große schwarze Wolke steigt aus dem Palast hoch, der in Flammen steht. Präsident Allende stirbt an seinem Amtssitz. Die Militärs töten Tausende in ganz Chile. (...) Frau Pinochet erklärt, dass die Klagen der Mütter das Land erlösen werden. Eine aus vier Mitgliedern bestehende Militärjunta, die in der School of the Americas in Panama ausgebildet wurde, übernimmt die Macht, die gesamte Macht. An ihrer Spitze steht General Augusto Pinochet.“

Die Worte von Galeano skizzieren das, was an jenem 11. September 1973 geschah, eines der Daten, die besonders tief in der Geschichte Chiles und der Unseres Amerikas eingraviert sind. An diesem Tag, nach stundenlanger Belagerung und Bombardierung des Präsidentenpalasts La Moneda starb der chilenische Präsident Salavador Allende unter dem Kugelhagel der Putschisten.

Der Außenminister Venezuelas Jorge Arreaza prangerte die Pläne der USA zur Unterstützung der Verschwörungen gegen Behörden des südamerikanischen Landes an: „Wir klagen vor der Welt die Pläne zur Intervention und die Unterstützung der militärischen Konspirationen der US-Regierung gegen Venezuela an“, schrieb Arreaza auf Twitter. In Bezug auf einem am Samstag in der New York Times erschienenen Artikel bestätigte er, dass die Regierung von Donald Trump Kontakte mit venezolanischen Militärs aufgebaut habe, um einen Staatsstreich gegen den Präsidenten Nicolás Maduro durchzuführen. Wie die Zeitung meldet sind US-Beamte bei wenigstens drei Gelegenheiten mit venezolanischen Militärs, die Verrat begingen, zusammengekommen, um den Sturz des venezolanischen Präsidenten zu planen: im Sommer 2017, im März und im Mai 2018. Ziel der Treffen im letzten Jahr war es, Pläne für einen „Regime Change“ auszuarbeiten und geheime Kontakte mit Putschisten in Venezuela zu knüpfen; eine attraktiver Plan für Washington, das auf eine lange Geschichte von verdeckten Interventionen in ganz Lateinamerika zurückblicken kann.

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