Mittwoch, 20. Februar 2019
Solidaritätsanzeige

Fidel CastroKuba war gezwungen, gegenüber einer nur ein paar Meilen von seiner Küste entfernten expansionistischen Macht um seine Existenz zu kämpfen. Einer Macht, die unsere Insel annektiert hatte, deren einziges Schicksal darin bestehen sollte, wie eine reife Frucht in ihren Schoß zu fallen. Wir waren dazu verdammt, nicht als Nation zu existieren.

In der glorreichen Schar von Patrioten, die in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts gegen den von Spanien über 300 Jahre aufgezwungenen, verhassten Kolonialismus gekämpft haben, war José Martí derjenige, der am deutlichsten solch dramatisches Schicksal wahrgenommen hat. So hat er dies in seinen letzten Zeilen festgehalten. Kurz vor dem geplanten Kampf gegen eine tapfere und gut bewaffnete spanische Kolonne erklärte er, dass das grundlegende Ziel seines Kampfes sei, »mit der Unabhängigkeit Kubas rechtzeitig zu verhindern, dass sich die Vereinigten Staaten über die Antillen ausbreiten und, mit dieser weiteren Kraft, über unsere Länder von Amerika herfallen. Was ich bis heute getan habe und tun werde, ist für dieses Ziel.«

Polizeigewalt gegen ObdachloseAm frühen Sonntag morgen (Ortszeit) hat die brasilianische Militärpolizei mit 2000 Beamten gewaltsam die Landbesetzung von Pinheirinho (RedGlobe berichtete hier) beendet. Dabei setzten die Sicherheitskräfte Bomben, Gewehre und Pistole gegen die Bewohner der Siedlung ein. Es gab mindestens zwei Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur spricht sogar von drei Getöteten, darunter einem kleinen Kind. 1200 Familien wurden aus ihren Heimen vertrieben und sind nun wieder obdachlos. Über Sao Jose dos Campos wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Republik KubaRepublik KubaUm 18.45 Uhr am 19. Januar starb in Santiago de Cuba der gewöhnliche Häftling Wilman Villar Mendoza in der Intensivstation des Chirurgischen Krankenhauses "Doctor Juan Bruno Zajas" aufgrund eines sekundären Multiorganversagens im Verlauf einer schweren Atemwegsepsis, aufgrund derer der Patient einen septischen Schock erlitten hatte.

Protest in PinheirinhoProtest in PinheirinhoSeit Februar 2004 haben sich 500 obdachlose Familien auf dem Grund und Boden des in Bankrott gegangenen Unternehmens »Selecta Handel und Industrie« in der brasilianischen Stadt São José dos Campos, im Paraiba-Tal, Bundesstaat São Paulo, niedergelassen und ihrer neuen Heimat den Namen Pinheirinho gegeben. Der Eigentümer, Naji Nahas, ist ein Spekulant in der Finanzbranche. Er befindet sich auf Bewährung auf freiem Fuss und verteidigt sich derzeit vor Gericht. Im Juni 1989 hatte er der Anklage zufolge als Eigentümer des in Bankrott gegangenen Unternehmens einen ungedeckten Scheck in Höhe einiger Millionen Dollar ausgestellt, um durch einen Strohmann an der Börse von Rio de Janeiro verkaufte und bald wieder gekaufte Aktien zu bezahlen. Das Ergebnis war ein Einbruch der Börse.

Für den FriedenFür den FriedenAm Mittwoch hatte ich die Freude, mich in aller Ruhe mit Mahmud Ahmadinedschad zu unterhalten. Ich hatte ihn seit September 2006, vor mehr als fünf Jahren, nicht mehr gesehen, als er unser Heimatland besuchte, um am XIV. Gipfeltreffen der Bewegung der Nichtpaktgebundenen teilzunehmen, das in Havanna stattfand und wo Kuba zum zweiten Mal für den festgelegten Zeitraum von drei Jahren zum Präsidenten dieser Organisation gewählt wurde. Ich war am 26. Juli 2006 schwer erkrankt, anderthalb Monate vor dem Treffen, und konnte mich kaum im Bett aufsetzen. Mehrere der herausragendsten Führungspersönlichkeiten, die an der Veranstaltung teilnahmen, hatten die Güte, mich zu besuchen. Chávez und Evo taten dies mehr als einmal. Eines Mittags taten dies vier, an die ich mich immer erinnern werde: UN-Generalsekretär Kofi Annan, Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika, ein alter Freund, Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad, und ein Staatssekretär für Außenpolitik der Regierung Chinas und heutige Außenminister dieses Landes, Yang Jiechi, in Vertretung des Führers der Kommunistischen Partei und Präsidenten der Volksrepublik China, Hu Jintao. Es war für mich ein wirklich wichtiger Moment, obwohl ich kaum meine rechte Hand heben konnte, die bei meinem Sturz in Santa Clara (20. Oktober 2004, Anm. d. Übers.) ernsthaft verletzt worden war.

TeleSur live aus Port-au-PrinceTeleSur live aus Port-au-PrinceZwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben, das bis zu 300.000 Menschen das Leben kostete, will Haiti offenbar die Konsequenzen aus den seither gemachten Erfahrungen ziehen. Wie der Präsident des bitterarmen Karibikstaates, Michel Martelly, dem lateinamerikanischen Fernsehsender TeleSur sagte, prüft seine Regierung den Beitritt das Landes als Vollmitglied zur Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA). Seit 2007 hat Haiti bereits einen Beobachterstatus in diesem 2004 auf Initiative Kubas und Venezuelas gegründeten antiimperialistischen Staatenbund. Es sei wichtig, mit den Brudervölkern beim Wiederaufbau seines Landes zusammenzuarbeiten, unterstrich Martelly.

Der beste US-PräsidentDer beste US-PräsidentEine bekannte europäische Nachrichtenagentur verbreitete vorgestern aus Sydney, Australien, dass eine Gruppe australischer Wissenschaftler der Universität von New South Wales die Herstellung eines Stromkabels bekanntgegeben hat, das zehntausendmal dünner als ein Haar ist, aber die gleiche Strommenge transportieren kann, wie ein herkömmliches Kupferkabel.

»Bent Weber, Chef des an der australischen Universität durchgeführten Projekts, erklärte in einer in der Zeitschrift Science veröffentlichten Arbeit, dass die Möglichkeit, 'Kabelverbindungen in dieser mikroskopischen Größe durchzuführen, essentiell für die Entwicklung zukünftiger Stromkreisläufe sein wird'.

Es ist nicht eine Frage von Optimismus oder Pessimismus, ob man elementare Dinge weiß oder sie ignoriert, für Ereignisse verantwortlich ist oder nicht. Diejenigen, die sich für Politiker halten, sollten auf den Müllplatz der Geschichte geworfen werden, da sie doch in der Regel bei dieser Tätigkeit alles oder fast alles nicht beachten, was mit ihr im Zusammenhang steht.

RedGlobe - Bilanz 2011RedGlobe - Bilanz 2011Dass ein Staats- oder Regierungschef an gesundheitlichen Problemen leidet, ist weltweit nichts ungewöhnliches. So gab es in Europa mehrere Fälle, die mit der gebotenen Diskretion behandelt wurden, ohne dass sich daran eine öffentliche Diskussion entfesselt hätte. Anders ist die Lage jedoch in Lateinamerika, wo sich derzeit Veränderungsprozesse vollziehen, die eine Konfrontation mit dem alten kolonialistischen Modell beinhalten, den Kontinent als Hinterhof Washingtons zu betrachten.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.