Montag, 24. September 2018
Solidaritätsanzeige

Widerstand in Honduras bleibt auf der StraßeDer rechtmäßige Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, und der seit dem Putsch vom 28. Juni herrschende Diktator Roberto Micheletti haben das honduranische Parlament aufgerufen, in einer Sondersitzung das zwischen beiden Seiten geschlossene Abkommen zu ratifizieren und Zelaya wieder in sein Amt einzusetzen. Micheletti lehnte einen sofortigen Rücktritt jedoch ab. Er halte es für seine "Pflicht", den Posten nicht zu räumen, solange der Kongress keine Entscheidung getroffen habe.

Verhandlungsdelegationen in TegucigalpaRoberto Micheletti, der am 28. Juni an die Macht geputschte Diktator von Honduras, ist offenbar bereit, die Regierung wieder an den rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya zurückzugeben. In einer über alle Rundfunk- und Fernsehsender des zentralamerikanischen Landes ausgestrahlten Erklärung sagte Micheletti, er habe die Unterzeichnung eines Abkommens autorisiert, auf das sich offenbar die Verhandlungsdelegationen der Putschisten und der verfassungsmäßigen Regierung geeinigt haben. Die Wiedereinsetzung Zelayas solle durch das Parlament beschlossen werden, nachdem der Oberste Gerichtshof zuvor einen entsprechenden Beschluß gefasst hat.

Die Welt gegen die BlockadeDie Welt gegen die BlockadeDie UN-Vollversammlung in New York hat heute zum achtzehnten Mal in Folge die Blockade Cubas durch die USA verurteilt. Eine von der kubanischen Regierung eingebrachte Resolution wurde von 187 Staaten unterstützt, nur drei stimmten dagegen. Damit ist die US-Administration in ihrem Beharren auf der Blockade nach wie vor weltweit fast vollständig isoliert.

Während der Durchführung des siebten Gipfeltreffens der ALBA, das in Cochabamba, einer historischen Region Boliviens, stattgefunden hat, konnte man merken, wie reich die Kultur der lateinamerikanischen Länder ist und  welche Sympathien der Gesang, der Tanz, die Trachten und die ausdrucksvollen Gesichter der Menschen aller Ethnien, Farben und Nuancen, der Indígenas, Schwarzen, Weißen und Mestizen, bei den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erwecken.  Dort  wurden Jahrtausende der Menschengeschichte und eine reiche Kultur präsentiert, die die Entschlossenheit verständlich machen, mit der die Führer mehrerer Länder der Karibik und Mittel- und Südamerikas dieses Gipfeltreffen einberufen hatten.

Parteiführung der UDParteiführung der UDMit der Veröffentlichung des entsprechenden Beschlusses im Amtsblatt, der »Gaceta Oficial«, hat das Regime der Putschisten heute die Suspendierung der Grundrechte in Honduras aufgehoben, Wochen nachdem die Aufhebung des Ausnahmezustandes von Putschistenchef Roberto Micheletti angekündigt worden war. Kurz darauf konnte auch der von den Putschisten am 28. September geschlossene Rundfunksender Radio Globo seinen Sendebetrieb wieder aufnehmen, wenn auch unter Bedingungen der »Selbstzensur«, wie der Journalist David Romero mitteilte.

ALBA-Gipfel in CochabambaALBA-Gipfel in CochabambaIm bolivianischen Cochabamba ist am Samstag das siebte Gipfeltreffen der Bolivarischen Allianz für die Völker unseres Amerikas (ALBA) zu Ende gegangen. Boliviens Präsident Evo Morales hatte zu dem Treffen der antiimperialistischen Staatengemeinschaft seine Amtskollegen aus den übrigen acht Mitgliedsstaaten des 2004 auf Initiative von Kuba und Venezuela gegründeten Bündnisses begrüßen können.

Jairo SánchezJairo SánchezDie Herrschaft der Putschisten hat in Honduras ein weiteres Menschenleben gefordert. Nach 24 Tagen Ringens um sein Leben ist der Vorsitzende der Gewerkschaft des Instituts für Berufsausbildung (SITRAINFOP), Jairo Sánchez, seinen Verletzungen erlegen, die ihm Polizei und Militär am 23. September zugefügt hatten, als sie mit Waffengewalt gegen einen friedlichen Demonstrationszug der Widerstandsbewegung vorgegangen waren. Die Soldaten hatten dem Gewerkschafter direkt in das Gesicht geschossen.

Repression in Honduras geht weiterRepression in Honduras geht weiterDiktator Micheletti will von einer Einigung nichts wissen. Der »Präsident« des Putschistenregimes in Honduras hat Berichte dementiert, wonach seine Delegation bei den Verhandlungen mit den Vertretern des rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya zu einer Einigung gekommen sei. Zuvor hatte Victor Meza als Mitglied von Zelayas Delegation erklärt, beide Seiten seien in dem entscheidenden Punkt - der Frage der Wiedereinsetzung Zelayas in sein Amt - zu einer Einigung gekommen. Micheletti erklärte nun, es sei nach wie vor umstritten, ob die Frage einer Rückkehr Zelayas in sein Amt vom Parlament oder vom Obersten Gerichtshof entschieden werden müsse. Beide Institutionen werden von den Putschisten kontrolliert.

Carlos Marín Guarín alias Pablo, einer der führenden Comandantes der der zweitgrößten Guerrillaorganisation Kolumbiens, der Nationalen Befreiungsarmee (ELN), ist gestern von einer bewaffneten Gruppe befreit worden, während er gerade vom Gefängnis zum Justizpalast in Arauca transportiert wurde. Wie die kolumbianischen Behörden mitteilten, ereignete sich der Vorfall in der Umgebung des Gefängnisses. Die bewaffneten Angreifer feuerten auf die den Gefangenentransporter begleitenden Motorräder. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt, einer von ihnen erlag später seinen Verletzungen.
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