Dienstag, 16. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Protest in TegucigalpaDeutsche Nichtregierungsorganisationen und Solidaritätsgruppen haben heute bei einer Kundgebung vor dem Auswärtigen Amt in Berlin die Bundesregierung aufgefordert, sich eindeutig für Menschenrechte und Demokratie in Honduras einzusetzen. »Wer jetzt zum business as usual übergeht und die Sanktionen aufhebt, trägt dazu bei, dass die seit dem Putsch begangenen Menschenrechtsverletzungen straffrei bleiben«, mahnte Martin Wolpold-Bosien von FIAN als Sprecher des Aktionsbündnisses.

Gewaltsame Proteste in VenezuelaBei gewaltsamen Ausschreitungen von Oppositionellen sind in Mérida neun Polizisten verletzt und zwei personen getötet worden, darunter ein linker Schüler, der in der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) aktiv war. Die Rechten hatten gegen die Abschaltung des Fernsehkanals RCTV in den Kabelnetzen des Landes protestiert. Diese war durch die zuständige Behörde Conatel angeordnet worden, nachdem der Sender wiederholt gesetzliche Vorgaben missachtet hatte.

Cuba hilft HaitiCuba hilft HaitiDie Botschaft des Königreichs Norwegen in Cuba und das cubanische Ministerium für Außenhandel und Auslandsinvestition (MINCEX) haben am Abend des 22. Januar einen Vertrag unterzeichnet, in dem das europäische Land 5 Millionen norwegische Kronen (ca. 885.000 Dollar) als Soforthilfe für Haiti zur Verfügung stellt. Damit soll die wichtige Arbeit unterstützt werden, die cubanische Ärzte in diesem Land leisten. Der Fonds ist bestimmt für den Erwerb von Medikamenten und medizinischem Material und für deren Verschickung an die Medizinische Brigade Cubas in Haiti, die aus mehr als 400 Ärzten und anderem Fachpersonal aus dem Gesundheitsbereich besteht. Zusammen mit den 247 jungen Haitianern, die mit den Cubanern zusammenarbeiten, besteht die Brigade aus 663 Mitarbeitern.

Haiti braucht HilfeHaiti braucht HilfeEin schweres Nachbeben der Stärke 6,1 hat in den heutigen Morgenstunden die Situation in Haiti weiter verschlechtert. Reporter des lateinamerikanischen Fernsehsenders TeleSur berichteten, dass weitere Gebäude nach dem erneuten Erdstoß zusammengestürzt seien. Ob das erneute Beben weitere Opfer gefordert hat, war noch nicht bekannt.

»Angesichts der neuen Lage ist notwendiger denn je, dass alle Länder sich mit dem haitianischen Volk solidarisieren und ihm jede humanitäre Hilfe leisten, die es benötigt«, schreibt der Sonderkorrespondent der venezolanischen Agentur ABN, Howard Yanes, in einem aktuellen Lagebericht aus dem Karibikstaat.

Brasilianische Fischer gegen ThyssenKruppBrasilianische Fischer gegen ThyssenKruppBrasilianische Fischer protestieren seit 2007 gegen ein hauptsächlich von ThyssenKrupp finanziertes Stahlwerk bei Rio de Janeiro. Jetzt tragen sie ihren Protest direkt auf die Hauptversammlung des Konzerns am 21. Januar in Bochum. »Wir wollen, dass ThyssenKrupp ökologische und soziale Schäden, die das Stahlwerk angerichtet hat, wiedergutmacht«, fordert Luis Carlos Oliveira. »Das Unternehmen muss in Brasilien nach den gleichen ökologischen, technischen und sozialen Standards wie in Deutschland arbeiten. Die 8.000 Fischer in der Bucht von Sepetiba wollen wieder ihrer Arbeit nachgehen.«

Foto: Matthew Marek/American Red Cross Foto: Matthew Marek/American Red Cross Die Hilfsorganisation medico international unterstützt die Nothilfe der dominikanischen Gesundheitsorganisation Institución Social Colectivo de Salud Popular (COSALUP) für die Erdbebenopfer in Haiti. Gemeinsam mit anderen dominikanischen Organisationen der Zivilgesellschaft ist  der medico-Partner COSALUP im Netzwerk »Haiti-Hilfe« aktiv. Das Netzwerk koordiniert seine Bemühungen mit dem Roten Kreuz und UN-Organisationen, um unnötige Verdopplungen zu vermeiden und die Hilfe möglichst effektiv zu gestalten.

Port-au-Prince nach dem ErdbebenPort-au-Prince nach dem ErdbebenVor zwei Tagen, um fast 18 Uhr kubanischer Zeit, als in Haiti wegen seiner geographischen Lage schon Nacht herrschte, begannen die Fernsehsender Nachrichten zu verbreiten, ein gewaltiges Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Richter-Skala habe Port-au-Prince schwer getroffen. Das Beben sei in einer tektonischen Spalte im Meer, nur 15 Kilometer von der haitianischen Hauptstadt entfernt entstanden, einer Stadt, in der 80 Prozent der Bevölkerung in wackeligen Hütten aus Lehm und Ziegeln haust.

Die Nachrichten trafen stundenlang fast ohne Unterbrechung ein. Es gab keine Bilder, aber es wurde gesagt, daß viele öffentliche Gebäude, Krankenhäuser, Schulen und stabiler errichtete Gebäude zusammengebrochen seien. Ich habe gelesen, daß ein Erdbeben der Stärke 7,3 der Energie entspricht, die durch die Explosion von 400.000 Tonnen TNT freigesetzt wird.

Katastrophe in HaitiKatastrophe in HaitiNach dem verheerenden Erdbeben in Haiti befürchtet Premierminister Jean Max Bellerive mehrere hunderttausend Tote. »Die Zahl der durch das Erdbeben, das gestern das Land erschüttert hat, Getöteten geht in die Hunderttausende«, sagte der Politiker gegenüber dem lateinamerikanischen Fernsehsender TeleSur. Kurz zuvor hatte auch Präsident René Préval von »tausenden« Toten gesprochen. »Das Parlament ist eingestürzt, die Ministerien sind eingestürzt, die Schulen sind eingestürzt und auch die Krankenhäuser sind eingestürzt«, zeigte sich Préval erschüttert. Sophie Perez, die Leiterin des CARE-Büros in Haiti, beschreibt die Situation nach dem schwersten Beben seit mehr als 200 Jahren als fürchterlich. Besorgt ist sie vor allem, weil viele Schulen eingestürzt sind: »Die Kinder waren zu der Zeit noch in der Schule, viele dürften noch unter den Trümmern liegen.« Weiterhin schildert sie das Beben: »Es war schrecklich. Es dauerte mehr als eine Minute. Die Menschen schrien, weinten. Viele haben die Nacht draußen verbracht, weil sie Angst hatten, in ihre Häuser zurückzukehren. Und viele Gebäude waren ohnehin zerstört. Außerdem gab es acht Nachbeben.«

MAS-Kandidatin Jessica JordanMAS-Kandidatin Jessica JordanMit einem aufsehenerregenden Coup hat die »Bewegung zum Sozialismus« (MAS) des bolivianischen Präsidenten Evo Morales Leben in den Wahlkampf für die Regionalwahlen am 4. April in dem südamerikanischen Land gebracht. In dem bislang von der rechten Opposition regierten Departamento Beni, einem Teil des sogenannten »Halbmonds« der reichen Regionen, tritt die frühere »Miss Bolivien« Jessica Jordan für die MAS an. »Wenn sie die Wahl gewinnt, hätten wir in Beni eine großartige Gouverneurin, denn sie kennt die Probleme der Region. Sie ist wirklich eine Kandidatin mit dem Potential, die Wahlen in Beni zu gewinnen«, zeigte sich MAS-Sprecher Jorge Silva überzeugt.

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