Sonntag, 23. September 2018
Solidaritätsanzeige

Juan Manuel SantosAm morgigen Mittwoch empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel Kolumbiens künftigen Präsidenten Juan Manuel Santos. In einer gemeinsamen Erklärung forderten deshalb amnesty international, Caritas International, FIAN, terre des hommes, kolko - Menschenrechte für Kolumbien, Action pro Colombia, Koordination Gerechtigkeit und Frieden der Franziskaner (COTAF), Pax Christi und der Solidaritätsfonds Eine Welt von der Regierungschefin, gegenüber ihrem Gast die schwierige Menschenrechtslage in Kolumbien zu thematisieren und die zukünftige Administration dazu auffordern, Maßnahmen zur vollständigen Umsetzung der UN-Menschenrechtsempfehlungen zu ergreifen.

Diego Armando MaradonaLieber Diego, »Fussel«, »Goldjunge«, »Zehn«, »Gott«, »Dicker«!

Ich möchte Erinnerungsarbeit leisten, damit du dich nicht vergißt, und auch keinen der Argentinier.

Du warst ein Junge aus dem Elendsviertel von Fiorito, einer dieser informellen, ungesunden und labyrinthmäßigen Ansiedlungen prekärer Hütten, in denen die Vertriebenen hausen – Brutales Symptom der Marginalisierung und Armut, von der die Politiker lieber nicht sprechen, denn es würde bedeuten, die gesamte Rechtsstruktur des Systems in Zweifel zu ziehen.

Demo in San Pedro Sula am Jahrestag des PutschesTrotz eines massiven Militär- und Polizeiaufgebots sind gestern in Tegucigalpa und anderen Städten Honduras' tausende Menschen auf die Strasse gegangen, um ein Jahr nach dem Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Manuel Zelaya für eine Rückkehr zur Demokratie und die Einberufung einer Verfassunggebenden Versammlung zu demonstrieren. Zu den Aktionen hatte die Nationale Widerstandsfront (FNRP) aufgerufen, ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, linken Organisationen, Menschenrechtsvereinigungen und Feministinnen, das sich vor einem Jahr spontan gebildet hatte. Der frühere Präsidentschaftskandidat Carlos H. Reyes kritisierte das Aufgebot der Uniformierten: »Sie wollen die Bevölkerung einschüchtern, aber wir Honduraner dürfen keine Angst haben.«

Ein jahr Widerstand gegen die Putschisten

Mittlerweile ist es ein Jahr her, dass der gewählte Präsident von Honduras, einem der ärmsten Länder Mittelamerikas, im Morgengrauen von Militärs aus dem Bett geholt und ausser Landes verfrachtet wurde. Hinter dem Putsch stand und steht bis heute die Oligarchie in Honduras, eine kleine, aber immens reiche Oberschicht, die von Armutslöhnen und einer extrem ungerechten Landverteilung profitiert. Unter der Präsidentschaft Zelayas fand nicht nur der Beitritt von Honduras zum linken Staatenbündnis ALBA statt, sondern auch der Mindestlohn sollte erhöht werden. Das wollte die Oligarchie, die um hohe Profite fürchtete, nicht akzeptieren, und putschte gegen den gewählten Präsidenten.

Protest gegen Wasserkraftwerk La ParotaDie großen Staudammprojekte werden präsentiert, als seien sie ein Symbol für Entwicklung, für saubere Energie und für eine Alternative angesichts der Klimakrise. Nichts davon ist richtig, und so wie bei vielen Megaprojekten haben nur ein paar transnationale Unternehmen etwas davon. In diesem Fall sind es diejenigen, die mit der Kontrolle des Wasserzugangs, dem Staudammbau und der Energiegewinnung zu tun haben – während die Grundrechte der Gemeinden verletzt werden. Es ist wichtig, diese Mythen als solche zu entlarven, denn in Wirklichkeit haben sie – abgesehen von enormen negativen sozialen und wirtschaftlichen Folgen für die lokale Bevölkerung – verheerende Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesundheit und das Klima.

Alberto PizangoKurz nach seiner Rückkehr aus dem politischen Asyl in Nicaragua, wo er elf Monate verbracht hatte, hat Alberto Pizango, Präsident von Perus größter Indigenen-Organisation AIDESEP, das französische Erdölunternehmen Perenco scharf kritisiert, weil es die Existenz unkontaktierter indigener Gruppen in einem entlegenen Teil des peruanischen Amazonasgebiets bestreitet. Das Erdölunternehmen plant dort eine Pipeline zu bauen, um Vorkommen von schätzungsweise 300 Mio. Barrel Rohöl auszubeuten.

Juan Manuel SantosJuan Manuel Santos von der Regierungspartei »de la U« ist der neue Präsident Kolumbiens. Nach Auszählung von 99,91 Prozent der Stimmen liegt der frühere Verteidigungsminister mit 69,05 Prozent der abgegebenen Stimmen klar vor seinem Konkurrenten von der Grünen Partei, Antanas Mockus, der nur auf 27,52 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag mit unter 45 Prozent sehr niedrig, was wohl zum einen auf die Übertragung der Fussball-Weltmeisterschaft als auch auf einen entsprechenden Aufruf des linken Alternativen Demokratischen Pols (PDA) zurückzuführen sein dürfte.

Antanas MockusKolumbien wird vier weitere Jahre »Demokratische Sicherheit« , Verfolgungen von linken und oppositionellen Kräften, Menschenrechtsverletzungen jeder Art und Ausverkauf an ausländisches Kapital verkraften müssen, aber sich auch weiter dagegen wehren. In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen erreichte der Kandidat des Lagers von Präsident Uribe, der ehemalige Verteidigungsminister Juan Manuel Santos, mit 46,6 Prozent der abgegebenen Stimmen einen klaren Sieg und wird in der Stichwahl am 20. Juni dem Kandidaten der »Partido Verde« (Grüne Partei) gegenüberstehen. Antanas Mockus, der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá, erreichte 21,5 Prozent der Wählerstimmen. Angesichts der Tatsache, daß zwei aus dem Uribe-Lager kommende Kandidaten (Germán Vargas und Noemí Sanín) mit 10,1 bzw. 6,2 Prozent kaum für Mockus aufrufen werden, steht einem klaren Sieg Santos’ nichts entgegen. Juan Manuel Santos ist Miteigentümer mehrerer marktbeherrschender Medien ; sein Bruder Francisco ist derzeit noch Vizepräsident unter Álvaro Uribe, der nicht mehr antreten durfte.

Führer der ersten Runde: Juan Manuel SantosKolumbien geht in eine zweite Runde. Am 20. Juni wird in einer Stichwahl entschieden, ob der Kandidat der Regierungspartei »de la U«, Juan Manuel Santos, oder der Vertreter der Grünen Partei, Antanas Mockus, künftig das südamerikanische Land regieren wird.

Klarer Sieger der ersten Runde war aber Santos, der nach Auszählung von 99,71 Prozent der Stimmen auf 46,56 Prozent kam, deutlich mehr, als die Umfragen prognostiziert hatten. Mockus hingegen blieb hinter den Erwartungen zurück, erreichte aber mit 21,5 Prozent den zweiten Platz und damit den Einzug in die Stichwahl.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.