Mittwoch, 20. Juni 2018
Solidaritätsanzeige

Juan Manuel SantosJuan Manuel Santos von der Regierungspartei »de la U« ist der neue Präsident Kolumbiens. Nach Auszählung von 99,91 Prozent der Stimmen liegt der frühere Verteidigungsminister mit 69,05 Prozent der abgegebenen Stimmen klar vor seinem Konkurrenten von der Grünen Partei, Antanas Mockus, der nur auf 27,52 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag mit unter 45 Prozent sehr niedrig, was wohl zum einen auf die Übertragung der Fussball-Weltmeisterschaft als auch auf einen entsprechenden Aufruf des linken Alternativen Demokratischen Pols (PDA) zurückzuführen sein dürfte.

Antanas MockusKolumbien wird vier weitere Jahre »Demokratische Sicherheit« , Verfolgungen von linken und oppositionellen Kräften, Menschenrechtsverletzungen jeder Art und Ausverkauf an ausländisches Kapital verkraften müssen, aber sich auch weiter dagegen wehren. In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen erreichte der Kandidat des Lagers von Präsident Uribe, der ehemalige Verteidigungsminister Juan Manuel Santos, mit 46,6 Prozent der abgegebenen Stimmen einen klaren Sieg und wird in der Stichwahl am 20. Juni dem Kandidaten der »Partido Verde« (Grüne Partei) gegenüberstehen. Antanas Mockus, der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá, erreichte 21,5 Prozent der Wählerstimmen. Angesichts der Tatsache, daß zwei aus dem Uribe-Lager kommende Kandidaten (Germán Vargas und Noemí Sanín) mit 10,1 bzw. 6,2 Prozent kaum für Mockus aufrufen werden, steht einem klaren Sieg Santos’ nichts entgegen. Juan Manuel Santos ist Miteigentümer mehrerer marktbeherrschender Medien ; sein Bruder Francisco ist derzeit noch Vizepräsident unter Álvaro Uribe, der nicht mehr antreten durfte.

Führer der ersten Runde: Juan Manuel SantosKolumbien geht in eine zweite Runde. Am 20. Juni wird in einer Stichwahl entschieden, ob der Kandidat der Regierungspartei »de la U«, Juan Manuel Santos, oder der Vertreter der Grünen Partei, Antanas Mockus, künftig das südamerikanische Land regieren wird.

Klarer Sieger der ersten Runde war aber Santos, der nach Auszählung von 99,71 Prozent der Stimmen auf 46,56 Prozent kam, deutlich mehr, als die Umfragen prognostiziert hatten. Mockus hingegen blieb hinter den Erwartungen zurück, erreichte aber mit 21,5 Prozent den zweiten Platz und damit den Einzug in die Stichwahl.

Mockus und SantosTeleSur und Radio Caracol verbreiten Zwischenstände von der Stimmenauszählung in Kolumbien. Demnach liegt nach Auszählung von 42,11 Prozent der insgesamt über 72000 Wahllokale der Kandidat der rechten Regierungspartei »de la U«, Juan Manuel Santos, deutlich in Front. Auf ihn entfallen demnach 46,89 Prozent der Stimmen. Sollte er es schaffen, die Marke von 50 Prozent zu überwinden, wäre er direkt zum Präsidenten gewählt.

Kolumbien wähltUm 16 Uhr Ortszeit (23 Uhr MESZ) wurden in Kolumbien die Wahllokale geschlossen und mit der Auszählung der Stimmen in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl begonnen. Schon vor der Schließung hatte es Hinweise auf Manipulationen gegeben. Die Wahlbeobachtungsmission MOE erklärte in ihrem ersten Zwischenbericht, dass sie mehrere Fälle von Stimmenkauf zugunsten der Regierungspartei »de la U« und ihren Kandidaten Juan Manuel Santos festgestellt hat. Schon in den ersten Stunden des Wahlprozesses seien 51 Informationen über Zwischenfälle eingegangen. Auch die Linkspartei Demokratischer Alternativer Pol (PDA) übermittelte bereits drei Anzeigen von Wahlmanipulationen, während die Grüne Partei Einschüchterungsversuche gegen ihre Abstimmungszeugen beklagt.

Die Brasilianische Kommunistische Partei (PCB) hat den »gut gemeinten Vorschlag« des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez zur Gründung einer V. Sozialistischen Internationale aufmerksam geprüft. Sie begrüsst die Initiative zur besseren Koordination des Kampfes gegen den Imperialismus, kann aber dem Vorschlag des venezolanischen Präsidenten in dieser Form nicht zustimmen. Wir dokumentieren die Stellungnahme der PCB in deutschsprachiger Übersetzung.

Weiße Hände voller DollarnotenAus  dem Jahresbericht 2009 über die Aktivitäten von USAID in Venezuela geht hervor, dass 32 Prozent der in Millionenhöhe dort eingesetzten Gelder an Jugend- und Studentengruppen gingen, die mit der Opposition verbunden sind. Von den 7,45 Mio. US-Dollar, die an Gruppen und politische Projekte in Venezuela flossen, wurde der Großteil dafür aufgewendet, »die politische Debatte unter Studenten zu fördern, um das Niveau der Diskussion zu einigen der bedeutendsten Themen für die Bevölkerung von Venezuela zu erhöhen« sowie »die Verwendung der neuen Medien (wie Twitter oder Facebook) zu fördern, um den Zugang zu Informationen zu erleichtern und eine offene und produktive Debatte im Internet zu ermöglichen«.

Yoani SánchezDer französische Journalist Salim Lamrani, ein Experte für die Beziehung Kubas zu den Vereinigten Staaten, interviewte kürzlich die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez in Havanna. Das Interview wurde auf den Websites Rebelion.org und Cubadebate veröffentlicht. Yoani Sanchez ist eine neue Figur in der Kuba-Opposition. Seit sie 2007 ihren Blog "Generación Y" geschaffen hatte, wurde sie mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet und 2008 vom Time Magazine in die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten aufgenommen, gemeinsam mit George W. Bush, Hu Jintao und dem Dalai Lama.

Die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN hat heute in einem Schreiben an das Präsidium des Ökumenischen Kirchentages die Einladung des honduranischen Kardinals Rodríguez als »unglücklich und befremdlich« bezeichnet. »Kardinal Rodríguez gilt im Land und international als Unterstützer des Staatsstreichs in Honduras. Darüber hinaus hat sein Schweigen zu den gravierenden Menschenrechtsverletzungen nach dem Putsch zu erheblichen Irritationen geführt«, heißt es in dem Brief.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.