Dienstag, 22. Mai 2018
Solidaritätsanzeige

Venezuelas Präsident Hugo ChávezVenezuela hat alle diplomatischen Kontakte zu Kolumbien abgebrochen, seine Botschaft in Bogotá geschlossen und den Diplomaten des Nachbarlandes 72 Stunden Zeit gegeben, ihre Koffer zu packen und nach Hause zu fahren. Die venezolanischen Truppen an der Grenze wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Diesem Schritt vorausgegangen war am Donnerstag eine Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington, bei der Bogotá Fotos und andere Dokumente präsentierte, die beweisen sollten, daß kolumbianische Guerilleros der FARC und der ELN in Venezuela Unterschlupf gefunden hätten. Kolumbiens OAS-Botschafter Luis Hoyos verstieg sich bei der Sondersitzung dazu, von 1500 Guerrilleros und Dutzenden Rebellenlagern in Venezuela zu sprechen. Venezuelas Botschafter Roy Chaderton wies dies zurück und erklärte, die angeblichen Beweise seien wertlos und lediglich ein Vorwand, um eine Intervention Kolumbiens in seinem Land zu rechtfertigen.

Kommunistische Partei ChilesKommunistische Partei ChilesLuis Corvalán ist tot. Der frühere Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chiles starb heute in seinem Haus in Santiago de Chile im Alter von 93 Jahren. Corvalán war einer der wichtigsten Protagonisten der »Unidad Popular«, der  Volkseinheit, mit der Chile ab 1970 versuchte, den Sozialismus auf friedlichem Wege aufzubauen, bis am 11. September 1973 mit Unterstützung des US-Geheimdienstes CIA das Militär putschte, den Präsidenten Salvador Allende und tausende Chilenen ermordete. Als Generalsekretär der Kommunistischen Partei seines Landes, der damals stärksten KP des Kontinents, wurde Luis Corvalán von den Faschisten in ein Konzentrationslager verschleppt. Für eine mächtige, internationale Solidaritätsbewegung wurde er zur Symbolfigur des Widerstands gegen den Faschismus und gegen den US-Imperialismus, der die Fäden des Staatsstreichs gezogen hatte. Daß es gelang, Luis Corvalán 1976 freizukämpfen, gehört zu den größten Erfolgen der internationalen sozialistischen und antiimperialistischen Bewegung.

Während meines Treffens mit den Wirtschaftsfachleuten des Forschungsinstituts für Weltwirtschaft (CIEM) am 13. Juli habe ich diesen von dem ausgezeichneten Dokumentarfilm des französischen Regisseurs Yann Arthus-Bertrand erzählt, in dem die bewußtesten und am besten informierten internationalen Persönlichkeiten zu Wort kommen, und der von einer weiteren schrecklichen Gefahr für die menschliche Gattung handelt, die vor unseren eigenen Augen abläuft: die Zerstörung der Umwelt.

Fidel CastroFidel CastroDer frühere kubanische Präsident Fidel Castro beschränkt sich nicht mehr auf seine regelmäßigen Kolumnen, die Reflexionen des Companero Fidel, sondern tritt auch wieder öffentlich auf. In der vergangenen Woche erschien der Comandante en Jefe der Kubanischen Revolution gleich mehrfach als Referent bei Veranstaltungen, zuletzt am Freitag bei einer Versammlung der kubanischen Botschafter im Außenministerium in Havanna. Das Gespräch Fidels mit den Diplomaten der Insel wurde in voller Länge in der Fernsehsendung Mesa Redonda ausgestrahlt. Dort wiederholte der sichtlich erholte Castro seine Warnungen vor einem drohenden Atomkrieg, die er auch in seinen jüngsten Kolumnen mehrfach hervorgehoben hatte. Die Menschheit sei in Gefahr, wenn der Imperialismus es tatsächlich wagen sollte, Nordkorea oder den Iran anzugreifen.

Am 4. Juli habe ich geschrieben, dass weder die Vereinigten Staaten noch Iran nachgeben werden, »die einen aus dem Stolz der Mächtigen heraus, und die anderen im Geiste des Widerstands gegen die Unterdrückung und aufgrund ihrer Fähigkeit zu kämpfen, wie es so oft in der Menschheitsgeschichte geschehen ist…«

Bei fast allen Kriegen ist es so, dass eine der Seiten ihn verhindern möchte, und manchmal beide. Dieses Mal wird er stattfinden, auch wenn eine der beiden Seiten dies nicht möchte, wie es in den zwei Weltkriegen von 1914 und 1939 geschehen ist, wo nur 25 Jahre zwischen dem Ausbruch des ersten und des zweiten lagen.

Chávez Abarca, streng bewacht bei der AbschiebungChávez Abarca, streng bewacht bei der AbschiebungVenezuela hat heute den am vergangenen Freitag auf dem internationalen Flughafen Maiquetía verhafteten Terroristen Francisco Chávez Abarca an Kuba ausgeliefert. Wie die staatliche Venezolanische Nachrichtenagentur (AVN) meldet, wurde der Terrorist von Maiquetía aus auf den Weg zu der Insel geschickt. Anwesend waren dabei Innen- und Justizminister Tareck El Aissami und Außenminister Nicolás Maduro. Chávez Abarca war vom venezolanischen Geheimdienst SEBIN entdeckt worden, als er versuchte, mit einem gefälschten guatemaltekischen Pass nach Venezuela einzureisen. Zunächst behauptete er, sich als »Tourist« in Venezuela aufzuhalten, gestand dann aber, dass er eine Reihe von Attentaten auf Abgeordnete der venezolanischen Nationalversammlung geplant zu haben.

Juan Manuel SantosJuan Manuel SantosAm morgigen Mittwoch empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel Kolumbiens künftigen Präsidenten Juan Manuel Santos. In einer gemeinsamen Erklärung forderten deshalb amnesty international, Caritas International, FIAN, terre des hommes, kolko - Menschenrechte für Kolumbien, Action pro Colombia, Koordination Gerechtigkeit und Frieden der Franziskaner (COTAF), Pax Christi und der Solidaritätsfonds Eine Welt von der Regierungschefin, gegenüber ihrem Gast die schwierige Menschenrechtslage in Kolumbien zu thematisieren und die zukünftige Administration dazu auffordern, Maßnahmen zur vollständigen Umsetzung der UN-Menschenrechtsempfehlungen zu ergreifen.

Diego Armando MaradonaDiego Armando MaradonaLieber Diego, »Fussel«, »Goldjunge«, »Zehn«, »Gott«, »Dicker«!

Ich möchte Erinnerungsarbeit leisten, damit du dich nicht vergißt, und auch keinen der Argentinier.

Du warst ein Junge aus dem Elendsviertel von Fiorito, einer dieser informellen, ungesunden und labyrinthmäßigen Ansiedlungen prekärer Hütten, in denen die Vertriebenen hausen – Brutales Symptom der Marginalisierung und Armut, von der die Politiker lieber nicht sprechen, denn es würde bedeuten, die gesamte Rechtsstruktur des Systems in Zweifel zu ziehen.

Demo in San Pedro Sula am Jahrestag des PutschesDemo in San Pedro Sula am Jahrestag des PutschesTrotz eines massiven Militär- und Polizeiaufgebots sind gestern in Tegucigalpa und anderen Städten Honduras' tausende Menschen auf die Strasse gegangen, um ein Jahr nach dem Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Manuel Zelaya für eine Rückkehr zur Demokratie und die Einberufung einer Verfassunggebenden Versammlung zu demonstrieren. Zu den Aktionen hatte die Nationale Widerstandsfront (FNRP) aufgerufen, ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, linken Organisationen, Menschenrechtsvereinigungen und Feministinnen, das sich vor einem Jahr spontan gebildet hatte. Der frühere Präsidentschaftskandidat Carlos H. Reyes kritisierte das Aufgebot der Uniformierten: »Sie wollen die Bevölkerung einschüchtern, aber wir Honduraner dürfen keine Angst haben.«

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