Samstag, 18. August 2018
Solidaritätsanzeige

Protest in StockholmDer Journalist Joaquín Pérez Becerra bleibt in Haft. Am gestrigen Donnerstag lehnte die zuständige Richterin einen Antrag der Verteidigung ab, den schwedischen Staatsbürger freizulassen, weil die gegen ihn von der Anklage vorgebrachten Beweise ungültig seien. Diese hatte sich in dem Haftbefehl ausschliesslich auf Dokumente bezogen, die angeblich auf den Computern des am 1. März 2008 ermordeten FARC-Comandante Raúl Reyes gefunden wurden. Diese waren aber im Mai vom Obersten Gerichtshof Kolumbiens für nicht verwertbar erklärt worden. Die Richterin erklärte nun jedoch, es sei noch nicht der Augenblick in diesem Prozess gekommen, die Legalität der Beweise zu prüfen. Zuerst müsse die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift vorlegen.

Ollanta Humala gewinnt die WahlOllanta Humala ist der nächste Präsident Perus. Nach Auszählung von mehr als 81 Prozent der Stimmen liegt der Kandidat des Bündnisses »Gana Perú« (Peru gewinnt) knapp aber klar in Führung vor seiner Kontrahentin Keiko Fujimori. Auf Humala entfielen demnach 50,706 Prozent, Fujimori erreichte 49,294 Prozent. Erste Nachwahlbefragungen hatten Humala sogar bei mehr als 51 Prozent gesehen, und auch parallele Auszählungen einer Bürgervereinigung ergaben einen deutlicheren Vorsprung des Chefs der Peruanischen Nationalistischen Partei.

Wahlkampf für Ollanta HumalaPeru steht vor einem Wandel. Bei der Stichwahl um die peruanische Präsidentschaft am heutigen Sonntag hat der Kandidat des Bündnisses Gana Perú (Peru gewinnt), Ollanta Humala, Nachwahlbefragungen zufolge 52,6 Prozent der Stimmen erreicht. Das teilte das Meinungsforschungsinstitut Ipsos Apoyo mit. Seine Kontrahentin Keiko Fujimori kam demnach auf 47,4 Prozent.

Miguel Ángel BeltránDie kolumbianische Justiz hat am Freitag den Universitätsprofessor Miguel Ángel Beltrán Villegas freigesprochen, der angeklagt gewesen war, Mitglied der Internationalen Kommission der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) gewesen zu sein. Die Anklage stützte sich dabei auf Daten, die angeblich auf den Computern des 2008 ermordeten FARC-Sprechers Raúl Reyes gefunden worden sein sollen. Richterin Luisa Fernanda López Díaz stützte sich in ihrem Urteil jedoch auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 19. Mai, das die Reyes-Computer als Beweismittel ausgeschlossen hatte.

Julián ConradoIn Venezuela ist erneut ein kolumbianischer Revolutionär verhaftet worden und soll an Bogotá ausgeliefert werden. Wie ausgerechnet Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos bestätigte, verhafteten die venezolanischen Behörden am Mittwoch in dem im Westen des Landes gelegenen Bundesstaat Barinas Guillermo Enrique Torres, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Julián Conrado, dem »Sänger der FARC«. Die venezolanischen Behörden begründen die Verhaftung mit einem 2002 von Bogotá erlassenen Haftbefehl.

Manuel Zelaya»Vor zwei Jahren wurde er mit Schüssen verjagt, heute wird er mit Applaus begrüsst - José Manuel Mel Zelaya!« Der Tochter des 2009 gestürzten Präsidenten, Xiomara Hortenzia alias »La Pichu«, war die Bewegung anzumerken, als sie ihrem Vater vor Tausenden begeisterten Menschen das Mikrofon reichte. Zuvor hatte sie die Vereinbarung verlesen, die ihr Vater mit dem gegenwärtigen honduranischen Staatschef Porfirio Lobo unterzeichnet hatte. Ihre Betonung war eindeutig, so dass das juristisch formulierte Papier deutlich wurde: Die Verfassung des Landes wird geändert, damit eine Volksabstimmung über die Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung durchgeführt werden kann. »Wir haben auf keinen einzigen Punkt unserer Forderungen verzichtet«, unterstrich auch Zelaya.

Zelaya ist Zuhause!Um kurz vor 22.30 Uhr MESZ ist der im Juni 2009 gestürzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, in sein Heimatland zurückgekehrt. An Bord einer Maschine der venezolanischen Fluggesellschaft Conviasa landete er in Begleitung einer internationalen Delegation und von Mitstreitern auf dem Flughafen Toncontín in Tegucigalpa. Vor den Toren des Flughafens haben sich Tausende versammelt, um Mel zu begrüssen. Mit einem Autocorso begab sich Zelaya vom militärischen Teil des Airports, wo er gelandet war, zu den Wartenden, die ihn begeistert begrüsst haben. Zu ihnen spricht er jetzt.

Wir dokumentieren die Ereignisse in Form von Fernsehbildern:

Tegucigalpa wartet auf ZelayaWährend Tausende in Tegucigalpa am internationalen Flughafen Toncontín auf die Heimkehr des im Juni 2009 gestürzten Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, warten, ist dieser in Nicaraguas Hauptstadt Managua zur letzten Etappe seiner Reise aufgebrochen. Am Flughafen von Managua will Nicaraguas Präsident Daniel Ortega Zelaya mit allen Ehren verabschieden. Begleitet wird Zelaya von Angehörigen, Mitgliedern seines Regierungskabinetts wie der früheren Außenministerin Patricia Rodas und internationalen Persönlichkeiten, darunter Venezuelas Außenminister Nicolás Maduro. Die Gruppe wird in zwei Flugzeugen aus Nicaragua nach Honduras fliegen, wo ihn immer mehr Menschen erwarten.

Begrüssungsplakat für Mel ZelayaDer am 28. Juni 2009 durch einen Militärputsch gestürzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, kehrt am heutigen Sonnabend nach Honduras zurück. Hunderte haben sich bereits am internationalen Flughafen Toncontín versammelt, obwohl die Ankunft von »Mel« erst nach 11 Uhr vormittags Ortszeit (19 Uhr MESZ) erwartet wird, sind bereits jetzt aus dem ganzen Land Busse, Lastwagen und andere Fahrzeuge unterwegs, um die Menschen in die Hauptstadt Tegucigalpa zu bringen. Dabei lassen sie sich Berichten zufolge auch nicht von Schikanen der Putschisten behindern. So hat der Generaldirektor für Transportwesen in der honduranischen Hauptstadt, Blas Ramos, offenbar die Beschlagnahmung der Busse angeordnet, damit diese nicht für den Transport der Demonstranten benutzt werden können.

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