Mittwoch, 18. Oktober 2017
Solidaritätsanzeige

Gestern Abend fand das große Finale im World Baseball Classic zwischen den beiden asiatischen Giganten statt. Die US-Mannschaft glänzte durch Abwesenheit. Die multinationalen Unternehmen, die mit dem Sport Gewinne machen, haben nichts verloren und viel gewonnen. Die US-amerikanische Bevölkerung beklagt sich.

Alles war wie vorhergesagt. Die Japaner besiegten den Gegner, und das, obwohl es nicht Matsuzakas bester Tag war. Beim allerersten Wurf schlugen sie ihm einen Homerun im Center field. Diejenigen, die an eine traditionelle Betrachtungsweise dieser Sportart, wie zu den Zeiten von Babe Ruth, gewöhnt sind, träumten in jenem Augenblick von einer Sintflut von Yankee-Baseball-Schlägen.

Am Dienstag, dem 17. März, habe ich Folgendes geschrieben: „Das World Classic wurde von den Managern der Ausbeutung des Sports  in den Vereinigten Staaten organisiert…” und fügte unmittelbar hinzu: „Sie haben die drei besten Teams des Classic und der Olympiaden, d.h. Japan, Korea und Kuba, in dieselbe Gruppe eingetragen, damit diese sich untereinander besiegen und ausscheiden sollen. Das vorhergegangene Mal hatte man uns in die lateinamerikanische Gruppe eingeordnet, dieses Mal in die asiatische Gruppe.

Unsere Delegation wurde heute im Morgengrauen mit der ihr gebührenden Anerkennung und den verdienten Ehren empfangen. Esteban Lazo und Frederich Cepeda ergriffen das Wort. Raúl, der ihr in der Zeremonie im Revolutionspalast die Nationalflagge überreicht hatte, war dort anwesend.

Den Delegationsmitgliedern wurde eine Kopie meiner heute in der Zeitung Granma veröffentlichten Reflexion überreicht, die schon im Internet bei CubaDebate nachgelesen werden kann.

Wenige Wochen vor dem Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), bei dem zahlreiche Länder ein Ende der US-Blockade gegen Cuba fordern wollen, stellt ein weiteres Land Lateinamerikas wieder normale Beziehungen mit der Insel her. Der Präsident von Costa Rica, Óscar Arias, kündigte gestern (Ortszeit) in San José an, die 1961 abgebrochenen Beziehungen mit Cuba wieder aufzunehmen. »Die offizielle Distanz macht heute keinen Sinn mehr, da wir auf vielen Gebieten Kanäle zur Zusammenarbeit eröffnet haben, ziemlich wichtige konsularische und Handelsbeziehungen mit Havanna pflegen und es sogar Direktflüge zwischen unseren Hauptstädten gibt«, sagte Arias.

Zu Beginn der Revolution waren die Olympiaden Amateurwettkämpfe.

Als den Auffassungen des entwickelten Kapitalismus das Eindringen in die Olympischen Spiele gelang, hörte die sportliche Betätigung auf, eine Angelegenheit von Gesundheit und Bildung zu sein, was ihre Zielstellungen im Laufe der ganzen Geschichte gewesen waren.

Der vergangene Montag, der 9. März, war – wie alle anderen – ein wunderbarer Tag voller Widersprüche des entwickelten Kapitalismus inmitten seiner hoffnungslosen Krise.

Die britische Nachrichtenagentur Reuters, die ganz und gar nicht im Verdacht der Kapitalismus-Feindlichkeit steht, veröffentlichte an jenem Tag: »Lateinamerika wird in diesem Jahr bedeutend weniger Wachstum aufweisen, da es nach Jahren des Wohlstands - gekennzeichnet durch ein Ansteigen der Rohstoffpreise - von einer starken Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bzw. sogar von Rezessionen in einigen seiner wichtigsten Volkswirtschaften heimgesucht wird.«

Dank der Dienste unseres Landesfernsehens versuche ich, die Geschehnisse des World Baseball Classic zu verfolgen.

Das heute, am Montagmorgen, stattgefundene Spiel zwischen den Mannschaften von Japan und Südkorea, den zwei stärksten Gegnern Kubas, stand 1 zu 0 für letztere, als Japan nur zwei Schlagmöglichkeiten blieben.

Nach dem Abschluss des Treffens über Globalisierung und Entwicklung, zu dem mehr als 1500 Ökonomen, hervorragende Persönlichkeiten der Wissenschaften und Vertreter verschiedener internationaler Organisationen in Havanna zusammengekommen waren, bekam ich einen Brief und ein Dokument von Atilio Boron, Doktor der Politologie, Professor für Sozial- und Politiktheorie und Leiter des Lateinamerikanischen Programms für Fernstudium in Sozialwissenschaften (LPED), neben anderen wichtigen Ämtern in  Wissenschaft und Politik.

Ich habe versprochen, der Journalistin Daily bald zu antworten.

In dem Brief, den ich gestern erwähnte, schrieb sie:

„Comandante:
Ich heiße Daily Sánchez Lemus. Im Jahr 2006 habe ich mein Journalistikstudium abgeschlossen und arbeite seitdem im Informationssystem des kubanischen Fernsehens.

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