Samstag, 29. April 2017
Solidaritätsanzeige

Lateinamerika und Karibik

Wenige Wochen vor dem Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), bei dem zahlreiche Länder ein Ende der US-Blockade gegen Cuba fordern wollen, stellt ein weiteres Land Lateinamerikas wieder normale Beziehungen mit der Insel her. Der Präsident von Costa Rica, Óscar Arias, kündigte gestern (Ortszeit) in San José an, die 1961 abgebrochenen Beziehungen mit Cuba wieder aufzunehmen. »Die offizielle Distanz macht heute keinen Sinn mehr, da wir auf vielen Gebieten Kanäle zur Zusammenarbeit eröffnet haben, ziemlich wichtige konsularische und Handelsbeziehungen mit Havanna pflegen und es sogar Direktflüge zwischen unseren Hauptstädten gibt«, sagte Arias.

Zu Beginn der Revolution waren die Olympiaden Amateurwettkämpfe.

Als den Auffassungen des entwickelten Kapitalismus das Eindringen in die Olympischen Spiele gelang, hörte die sportliche Betätigung auf, eine Angelegenheit von Gesundheit und Bildung zu sein, was ihre Zielstellungen im Laufe der ganzen Geschichte gewesen waren.

Der vergangene Montag, der 9. März, war – wie alle anderen – ein wunderbarer Tag voller Widersprüche des entwickelten Kapitalismus inmitten seiner hoffnungslosen Krise.

Die britische Nachrichtenagentur Reuters, die ganz und gar nicht im Verdacht der Kapitalismus-Feindlichkeit steht, veröffentlichte an jenem Tag: »Lateinamerika wird in diesem Jahr bedeutend weniger Wachstum aufweisen, da es nach Jahren des Wohlstands - gekennzeichnet durch ein Ansteigen der Rohstoffpreise - von einer starken Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bzw. sogar von Rezessionen in einigen seiner wichtigsten Volkswirtschaften heimgesucht wird.«

Dank der Dienste unseres Landesfernsehens versuche ich, die Geschehnisse des World Baseball Classic zu verfolgen.

Das heute, am Montagmorgen, stattgefundene Spiel zwischen den Mannschaften von Japan und Südkorea, den zwei stärksten Gegnern Kubas, stand 1 zu 0 für letztere, als Japan nur zwei Schlagmöglichkeiten blieben.

Nach dem Abschluss des Treffens über Globalisierung und Entwicklung, zu dem mehr als 1500 Ökonomen, hervorragende Persönlichkeiten der Wissenschaften und Vertreter verschiedener internationaler Organisationen in Havanna zusammengekommen waren, bekam ich einen Brief und ein Dokument von Atilio Boron, Doktor der Politologie, Professor für Sozial- und Politiktheorie und Leiter des Lateinamerikanischen Programms für Fernstudium in Sozialwissenschaften (LPED), neben anderen wichtigen Ämtern in  Wissenschaft und Politik.

Ich habe versprochen, der Journalistin Daily bald zu antworten.

In dem Brief, den ich gestern erwähnte, schrieb sie:

„Comandante:
Ich heiße Daily Sánchez Lemus. Im Jahr 2006 habe ich mein Journalistikstudium abgeschlossen und arbeite seitdem im Informationssystem des kubanischen Fernsehens.

Manche haben danach gefragt, was aus dem Treffen mit Zelaya geworden ist, das der Comandante in der Reflexion vom gestrigen Mittwoch, 4. März, erwähnt hat.

Ich habe ihn getroffen. Ich hatte keine andere Alternative. Ich habe die Zeit gefunden.

Ich bin verpflichtet, so viel ie möglich mit wenigen Worten zu erzählen, oder gar nichts zu sagen, und ich kann es nicht immer.

Es fand am 2. März, um 16:58 Uhr statt.

Ich habe ihn in der Dominikanischen Republik kennen gelernt, als er zum ersten Mal zum Präsidenten gewählt wurde,. Er war mir gegenüber besonders zuvorkommend. Er sprach über seine ersten Bemühungen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit bei der Stromerzeugung auf der Grundlage eines viel geringeren Heizöl-Verbrauchs, da dessen Preise schnell anstiegen.

Niemand hat ihm das Amt geschenkt; er hat es über eine Art natürliche Auslese erreicht. Er stieg in dem Maße politisch auf, in dem sich die geschichtlichen Ereignisse entwickelten.

Santo Domingo, Dominikanische Republik
7. März 2008

Die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs des Ständigen Instruments für Politische Beratung und Verständigung - Rio-Gruppe -, zusammengekommen aus Anlaß des XX. Gipfeltreffens in Santo Domingo, Dominikanische Republik, sind, aufmerksam geworden auf die zwischen Ecuador und Kolumbien herrschende Situation, übereingekommen, die folgende Erklärung herauszugeben:
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