Samstag, 21. April 2018
Solidaritätsanzeige

Institut für Genetik und Biotechnologie (CIGB) in HavannaKubanische Mediziner werden noch in diesem Jahr damit beginnen, einen von ihnen entwickelten therapeutischen Impfstoff in klinische Studien an einer ausgewählten Gruppe von Patienten zu testen. Das kündigte der Direktor des angesehenen kubanischen Instituts für Genetik und Biotechnologie (CIGB) in Havanna, Gerardo Guillén, an. Die vorläufigen Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen haben die Mediziner am Montag während des noch bis zum 8. März in der kubanischen Hauptstadt tagenden internationalen Fachkongresses Biotecnología 2012 vorgestellt. Der Kongress gilt als einer der wichtigsten dieser Art weltweit.

Chávez-Anhänger in San José de Cotiza. Foto: GlobovisiónBei einer Wahlkampfveranstaltung der venezolanischen Opposition in San José de Cotiza, einem bevölkerungsreichen Viertel in der Hauptstadt Caracas, ist es am Sonntag (Ortszeit) zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und mutmaßlichen Unterstützern von Präsident Hugo Chávez gekommen. Auch Schüsse fielen, ein Mann wurde Angaben der Generalstaatsanwaltschaft zufolge verletzt. Während die Opposition Mitglieder der regierenden Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) als Angreifer ausmachte, erklärte Innenminister Tareck El Aissami, die Zusammenstösse seien vom zivil gekleideten aber bewaffneten Begleitschutz von Henrique Capriles Radonski provoziert worden. Der Präsidentschaftskandidat der Opposition hatte einen »Rundgang« in dem Viertel unternommen, ohne diesen zuvor mit den zuständigen Behörden zu koordinieren. Das sei jedoch üblich, um derartige Zwischenfälle zu verhindern, kritisierte El Aissami.

Baustelle für Angra 3 bei Rio de Janeiro. Foto: DivulgaçãoDie Genehmigung des in Brasilien geplanten neuen Atomkraftwerkes Angra 3 erfolgte aufgrund einer fehlerhaften und unvollständigen Sicherheitsanalyse. Dies belegt eine aktuelle Studie, die die Umweltschutzorganisationen Urgewald und Greenpeace heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt haben. So wurde die technische Sicherheitsüberprüfung auf Grundlage von Daten eines nicht baugleichen Atomkraftwerkes erstellt. Schon bekannte Risikofaktoren wie Erdrutschgefahr und Flugzeugabstürze wurden in der Genehmigung nicht oder nur unzureichend betrachtet. Trotzdem plant die deutsche Bundesregierung, den Bau von Angra 3 mit einer Bürgschaft über rund 1,3 Milliarden Euro zu unterstützen.

Herzliche Verabschiedung des Präsidenten am Freitag in Caracas. Foto: chavezcandanga / flickr.comDie kubanischen Ärzte des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez haben sich zufrieden mit dem Verlauf der Operation gezeigt, der sich der Politiker am Montag in Havanna unterziehen musste. Zuvor war bei einer Untersuchung eine »Veränderung« an der Stelle seines Körpers entdeckt worden, an der ihm im vergangenen Jahr ein bösartiger Tumor entfernt worden war. Wie aus einem offiziellen Kommuniqué hervorgeht, das Venezuelas Vizepräsident Elías Jaua am Dienstag (Ortszeit) vor dem Parlament in Caracas verlas, konnte die diagnostizierte Läsion im Beckenbereich vollständig entfernt werden. Es habe keinerlei Komplikationen gegeben, der Patient erhole sich angemessen. In Kürze sollen die Ergebnisse der durchgeführten Gewebeuntersuchung bekanntgegeben werden. Erst dann könne über die notwendige weitere Behandlung des venezolanischen Staatschefs entschieden werden.

FARC-EPFARC-EPDie Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) haben am Sonntag in einer Erklärung angekündigt, alle noch in ihrer Gewalt befindlichen Gefangenen freizulassen. Bislang war die Rede nur von sechs Personen die Rede gewesen, deren Freilassung die Guerrilla im vergangenen Dezember angekündigt hatte. Zugleich dankte sie in ihrem Kommuniqué der brasilianischen Regierung für deren Unterstützung bei dieser humanitären Aktion. Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos würdigte über Twitter die Ankündigung der FARC als "wichtigen und notwendigen Schritt", der jedoch noch nicht ausreichend sei.

Wiwili Verein FreiburgWiwili Verein FreiburgDer Wiwili Verein Freiburg protestiert gegen die Ankündigung des Entwicklungshilfeministers Niebel die Entwicklungszusammenarbeit mit Nicaragua zurückzufahren und stellt fest; »Niebel misst mit zweierlei Maß.«

Mit dem Vorwurf von Unregelmäßigkeiten bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen hat BMZ-Minister Niebel angekündigt, die Entwicklungszusammenarbeit mit Nicaragua zurückzufahren. Als vor zwei Jahren in Honduras die unter irregulären Bedingungen gewählte Regierung Lobo ihr Amt antrat, war Niebel international einer der ersten, der trotz der äußerst bedenklichen Situation die Wiederaufnahme und Ausdehnung der Zusammenarbeit in die Wege leitete. Und seit Lobo im Amt ist, besteht in Honduras ein System der Straflosigkeit, in dem politisch missliebige Menschen bedroht, entführt und ermordet werden. Und das BMZ unternimmt bis heute nichts gegen diese Verbrechen.

Foto: Luis Carlos Días / flickr.comFoto: Luis Carlos Días / flickr.comDie mit internationalen Solidaritätsbewegungen in Hamburg, anderen Städten Deutschlands und weiteren Ländern Europas verbundene "Misión Bolivariana de Hamburgo, 'Juana Ramírez la Avanzadora'" möchte als mit der bolivarischen Revolution solidarische Gruppe von Venezolanerinnen und Venezolanern zusammen mit RESOLVER, dem Netzwerk für Solidarität mit dem revolutionären Venezuela aus Schweden sowie der Frente Bolivariano Revolucionario FBR-Peumayén gegenüber der internationalen Gemeinschaft folgendes bekunden:

Angesichts des klischeehaften Behauptung "An der Angst vor Kriminalität in Venezuela ist Chávez schuld", die von den venezolanischen Oppositionsmedien und der internationalen Oligarchie konstruiert wurde, um die revolutionäre Regierung der Bolivarischen Republik Venezuela zu destabilisieren und den Blick auf die Maßnahmen und strukturellen Lösungen zu verstellen, die in dieser Sache umgesetzt wurden und werden, machen wir folgendes geltend:

Fidel CastroFidel CastroDer frühere kubanische Präsident Fidel Castro begründet offenbar eine neue Tradition. Erneut hat er in diesem Jahr am Rande der Internationalen Buchmesse in Havanna zu einem »Treffen mit Intellektuellen« eingeladen. Seine Gäste kamen aus 22 Ländern, unter ihnen so bekannte Namen wie Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel, der Träger des angesehenen spanischen Literaturpreises Premio Cervantes, Sergio Pitol, die argentinische Publizistin Stella Calloni, der brasilianische Befreiungstheologe Frei Betto, die Journalisten Ignacio Ramonet und Atilio Borón oder der spanische Schriftsteller Santiago Alba. Aus Deutschland gehörten Vertreter des Berliner Büros Buchmesse Havanna, das aus der Tageszeitung junge Welt, Soligruppen und Verlagen besteht, sowie des Netzwerks Cuba, einem Zusammenschluss von Kuba-Soligruppen.

Die Blockade durchbrechen!Die Blockade durchbrechen!Am 07.02.1962 verhängte die USA die Blockade (»Embargo«) gegen Cuba. Anlass war die Nationalisierung der US-Erdölraffinerien in Cuba. Diese war ein Akt des Überlebens, verweigerten doch die US-Raffinerien die Verarbeitung sowjetischen Erdöls, das für die Industrie und die Entwicklung Cubas lebensnotwendig war. Schon vorher gab es durch die US-Regierung und ihre Geheimdienste unter-stützte unzählige Sabotage-, Terror- und Attentatsanschläge gegen das neue, selbständig gewordene und souverän handelnde Cuba (z.B. Invasion in der Schweinebucht, Operation Moongoose). Die USA wollten eine eigenständige Entwicklung Cubas verhindern und behindern. Das verursacht für die Cubanerinnen und Cubaner bis heute erhebliche finanzielle, ökonomische, soziale und psychologische Kosten.

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