Sonntag, 22. Juli 2018
Solidaritätsanzeige

Probe für die WahlmaschinenMehr als zehn Prozent der wahlberechtigten Venezolanerinnen und Venezolaner haben am gestrigen Sonntag an dem vom Nationalen Wahlrat (CNE) in 1553 Wahllokalen durchgeführten Testlauf für die Präsidentschaftswahl am 7. Oktober teilgenommen. Dabei ging es darum, den Ablauf der Abstimmung und die Übermittlung der Daten zu proben, aber auch darum, den Wahlberechtigten die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Ablauf vertraut zu machen. CNE-Präsidentin Tibisay Lucena hob anschliessend den normalen und ruhigen Verlauf des Probetages und der zügige Fluss der Wählerinnen und Wähler hervor. Ergebnis des »Simulacro« sei, dass technisch alles für die eigentlichen Wahlen bereit ist.

Wir dokumentieren nachstehend in deutscher Übersetzung den Wortlaut der Vereinbarung zwischen der FARC-Guerrilla und der kolumbianischen Regierung. Die Übersetzung besorgte das Blog »Widerstand in Kolumbien«, bei dem wir uns für die Genehmigung zur Übernahme herzlich bedanken.

Die Delegierten der Regierung der Republik Kolumbien (Nationale Regierung) und die der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP):

Als Ergebnis der Sondierungsgespräche, die in Havanna (Kuba) ab dem 23. Februar 2012 abgehalten wurden und an denen die Regierungen Kubas und Norwegens als Garanten teilnahmen und die mit Unterstützung der Regierung der Bolivarischen Republik Venezuela bezüglich Logistik und Begleitung stattfanden, wurde vereinbart:

Szene aus dem FARC-VideoAuf ungewöhnliche Weise haben die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit der Regierung in Bogotá bestätigt. In einem heute bekannt gewordenen Video erklärt der oberste Comandante der Guerrilla, Rodrigo Londoño Echeverry (Timochenko): »Wir gehen ohne Groll und Arroganz an den Verhandlungstisch«. Dann folgt ein von jungen uniformierten Guerrilleros gesungener Rap, in dem es unter anderem heisst: »Ich gehe nach Havanna um mit dem Bourgeois zu sprechen, der uns nicht besiegen konnte. Ich gehe nach Havanna, um mit dem zu sprechen, der mich beschuldigt hat, über den Frieden zu lügen.« Gleichzeitig singen sie über Staatschef Juan Manuel Santos, dieser habe »Fidel Castro bitten müssen, ihm mit den FARC zu helfen«.

Carolus WimmerDas Internetportal kommunisten.de und die Wochenzeitung UZ - Unsere Zeit veröffentlichten ein Interview mit Carolus Wimmer, dem internationale Sekretär der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV). Wir übernehmen den Wortlaut des Interviews, haben lediglich einige Schreibfehler korrigiert.

Der in München geborene Wimmer wanderte Anfang der 70er Jahre nach Venezuela aus und wurde dort in der PCV aktiv. Er ist promovierter Biologe und studierte zudem Erziehungs- und Politikwissenschaft. Von 2001-2005 war er Direktor für internationale Beziehungen des venezolanischen Parlaments, seit 2006 vertritt er Venezuela im Lateinamerikanischen Parlament.

Staatschef Santos (2.v.l.) und PCC-Vertreter in BogotáIn Kolumbien machen die Friedensbemühungen offensichtlich Fortschritte. Am vergangenen Freitag empfing Staatschef Juan Manuel Santos im Regierungspalast Nariño führende Vertreter der Kolumbianischen Kommunistischen Partei (PCC). Bei den Gesprächen, die in „offener und herzlicher Atmosphäre“ stattgefunden haben sollen, ging es den Berichten zufolge um die Unterstützung der legalen Linken Kolumbiens für den Friedensprozess zwischen der FARC-Guerrilla und der Regierung.

Polizeiposten vor Ecuadors Botschaft in LondonDie Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (Die Linke, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss) besucht am kommenden Sonntag, 2. September, in der ecuadorianischen Botschaft in London Julian Assange. Dagdelen ist die erste Parlamentarierin, die dem Asylsuchenden einen Besuch abstattet. Der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks  befindet sich seit Juni in der diplomatischen Vertretung des südamerikanischen Landes in London, wo ihm kürzlich politisches Asyl gewährt wurde. Assange droht sonst eine Auslieferung über Schweden bzw. Großbritannien in die USA, wo ihn lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe erwartet.

Wahlkampf in CumanáAm kommenden 7. Oktober werden in Venezuela Präsidenschaftswahlen stattfinden. An diesem Tag wird das Schicksal einer Revolution entschieden, die es geschafft hat, dass die Mehrheiten dieses Landes nicht mehr ausgegrenzt und schutzlos leben müssen. Außerdem hat sie auch entscheidende Beiträge zur lateinamerikanischen und karibischen Integration  und zum Transformationsprozess geleistet.

Erst vier Tage nach der verheerenden Gasexplosion in der Erdölraffinerie von Amuay ist es den Löschmannschaften am Dienstag gelungen, das Feuer vollständig zu löschen. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Vertreter der venezolanischen Regierung vor Ort. Ener­gieminister Rafael Ramírez, der auch Präsident des Erdölkonzerns PDVSA ist, kündigte die Gründung einer Sonderkommission ein, die die Ursachen für das Unglück untersuchen soll. Auch die venezolanische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

Während sich die venezolanische Regierung auf die Versorgung der Verletzten und die Beseitigung der Schäden konzentriert, ist in dem südamerikanischen Land ein brutaler Medienkrieg entfesselt worden. Ohne die Untersuchungen abzuwarten, machen die von der Opposition kontrollierten Me

Rauchwolken über der zerstörten RaffinerieNach mehrtägigen Löscharbeiten ist das Feuer in den Tanks der am vergangenen Sonnabend explodierten venezolanischen Erdölraffinerie Amuay vollständig gelöscht worden. Das bestätigten Sprecher des staatlichen Erdölkonzerns PDVSA gegenüber dem Fernsehsender VTV. Die Feuerwehrleute blieben jedoch in Bereitschaft, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Erdölminister Rafael Ramírez sagte, es beginne nun der Prozess des Abkühlens der vier Tanks, die in Brand geraten waren.

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