Mittwoch, 12. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Berlin für MaduroIn Deutschland lebende Venezolaner und ihre Freunde haben am gestrigen Sonnabend am Brandenburger Tor in Berlin ihre Solidarität mit der Bolivarischen Revolution in Venezuela und für ihren neuen Präsidenten Nicolás Maduro demonstriert. Zu der Aktion hatten mehrere Solidaritätsgruppen aufgerufen.

Caracas, 15. März 2013Mehrere Millionen Menschen haben am gestrigen Freitag dem am 5. März verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez das letzte Geleit gegeben. Der Leichnam des Comandante wurde aus der Militärakademie, wo er mehr als neun Tage lang aufgebahrt worden war, in das Militärgeschichtliche Museum in dem für seine kämpferischen Traditionen bekannten Stadtviertel 23 de Enero überführt. Drei Stunden lang zog der Trauerzog durch Caracas, bis er an dem Museum, das dem von Hugo Chávez geführten Aufstand vom 4. Februar 1992 gewidmet ist, von Kadetten und dem Oberkommando der Nationalen Bolivarischen Streitkräfte (FANB) willkommen geheißen wurde. Zu Ehren des venezolanischen Präsidenten waren die Nationalflaggen der 32 Mitgliedsstaaten der Lateinamerikanischen und Karibischen Staatengemeinschaft (CELAC) gehisst worden, an deren Entstehung Chávez entscheidenden Anteil hatte.

Route des Trauerzuges durch CaracasNach mehr als neun Tagen ist in der vergangenen Nacht um 2.35 Uhr Ortszeit die öffentliche Aufbahrung des am 5. März verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez beendet worden. Bis zuletzt zogen Tausende an dem offenen Sarg im Ehrensaal der Militärakademie vorbei, um ihrem Comandante die letzte Ehre zu erweisen. Der letzte in der Schlange, der vorgelassen wurde, war Félix Bolívar, ein Mitglied der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV), der dem Reporter der staatlichen Nachrichtenagentur AVN anschließend sagte, Chávez sei für ihn zu Lebzeiten »Bruder und Kampfgefährte« gewesen. Tag und Nacht waren zuvor mehrere Millionen Menschen am Sarg vorbeigezogen. Soldaten grüßten militärisch, andere erhoben die geballte Faust oder bekreuzigten sich als letztes »Hasta siempre« für Hugo Chávez.

Noch immer ziehen Tausende täglich am offenen Sarg vorbeiVenezuelas geschäftsführender Präsident Nicolás Maduro hat während der Eröffnung der Internationalen Buchmesse Venezuela 2013 informiert, dass sich russische und deutsche Experten skeptisch über die Möglichkeit einer Einbalsamierung des in der vergangenen Woche verstorbenen Staatschefs Hugo Chávez geäußert haben. Die Entscheidung dafür hätte »sehr viel früher« getroffen werden müssen, sei die erste Einschätzung der Fachleute gewesen. Allerdings sei die Entscheidung für eine Einbalsamierung ja nicht vor dem Tod des Präsidenten getroffen worden, sondern das Ergebnis der auch für die Regierung in diesen Ausmaßen überraschende Welle der Trauer. Die Idee der Einbalsamierung sei unter den in den kilometerlangen Schlangen wartenden Trauernden geboren worden. Auch einige der Staatschefs, die zu der offiziellen Trauerfeier am vergangenen Freitag gekommen waren, hätten sich entsprechend geäußert.

Paul Craig Roberts über Hugo ChávezPaul Craig Roberts ist kein Linker. Der am 3. April 1939 geborene Wirtschaftswissenschaftler war unter US-Präsident Ronald Reagan Staatssekretär im Finanzministerium und gilt als einer der Architekten der damaligen neoliberalen Wirtschaftspolitik (Reaganomics). Er arbeitete als Chefredakteur und Kolumnist unter anderem für das »Wall Street Journal« und die »Business Week« und wurde als Experte bislang rund 30 mal zu Kongress-Ausschüssen eingeladen. Auf seinem Internetblog veröffentlichte er am Dienstag einen Nachruf auf den verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez. Eine deutschsprachige Übersetzung von Rainer Rupp veröffentlichte die Tageszeitung »junge Welt« am heutigen Donnerstag in ihrer Online-Rubrik »Presse Global«. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion dokumentieren wir diesen gegenüber dem englischen Original gekürzten Text.

María Gabriela mit ihrem Vater Hugo ChávezIn einer persönlichen Erklärung hat sich María Gabriela Chávez, eine der Töchter des am 5. März verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, an die Öffentlichkeit ihres Landes gewandt. In der von ihr über den Internetdienst Twitter verbreiteten Erklärung weist sie die Behauptungen der Opposition zurück, denen zufolge ihr Vater bereits im vergangenen Dezember verstorben sei. Wir dokumentieren den Wortlaut ihrer Nachricht:

»Ich habe mich nie direkt in Fragen der Politik eingemischt. Aber in diesen für mich und für das Volk so heiklen und lebenswichtigen Augenblicken sehe ich mich gezwungen, meine Stimme gegen diejenigen zu erheben, die mit dem Schmerz meiner Familie, dem Schmerz meines Volkes und vor allem mit dem Andenken an meinen gigantischen Vater spielen wollen! Es ist ganz einfach unfassbar zu denken, dass wir als ganze Familie – Kinder, Geschwister, Enkel, Eltern – uns zu solch einer Lüge hergegeben haben könnten.

FILVEN 2013Die 9. Internationalen Buchmesse Venezuelas (Filven 2013) öffnet heute in der Hauptstadt Caracas ihre Tore. Die Eröffnung war wegen der Trauer nach dem Tod von Präsident Hugo Chavez in der vergangenen Woche um einige Tage verschoben worden. Bis zum 20. März ist die Messe, deren Thema die Förderung des Lesens ist, nun auf den Freiflächen des Teatro Teresa Carreño und der Universität der Experimentellen Künste sowie auf dem Museumsplatz geöffnet. Nach Angaben der Veranstalter werden auf der Messe über 150 Aussteller und 300 Verlage aus 15 Ländern erwartet.

Weltweit Proteste gegen die PutschistenBundesaußenminister Guido Westerwelle empfängt heute im Auswärtigen Amt den Außenminister des paraguayischen Putschistenregimes, José Félix Fernández Estigarribia. Damit leistet er nach Ansicht der Linkspartei-Abgeordneten Sevim Dagdelen direkte Wahlkampfhile für dessen Partei PLRA, der Schwesterpartei von Westerwelles FDP. »Nach Honduras ist Paraguay das zweite Land in Lateinamerika, in dem die FDP und die ihr nahestehende Friedrich-Naumann-Stiftung die politischen Kräfte aktiv unterstützt, die einen Staatsstreich durchgeführt haben«, kritisiert Dagdelen, die Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages und Sprecherin der Linksfraktion für Internationale Beziehungen ist. »Der Bundesregierung und vor allem der FDP und ihrer Stiftung sind jene Regierungen und Regierungschefs ein Dorn im Auge, die eine gesellschaftliche Entwicklung nicht den Profitinteressen unterwerfen wollen. Für eine Politik, die auf eine wirklich demokratische Mitwirkung der Bevölkerung und soziale Gerechtigkeit sowie die Zurückdrängung des politischen Einflusses der USA und auf eine wirkliche Unabhängigkeit und Souveränität der lateinamerikanischen und karibischen Staaten ausgerichtet ist, hatten sie noch nie was übrig. So haben die CDU und FDP in Lateinamerika schon immer rechte Putschisten, wie Pinochet, unterstützt.«

Im Bus ins Präsidentenamt: Nicolás MaduroBei der durch den Tod von Hugo Chávez am 5. März notwendig gewordenen Präsidentschaftswahl am 14. April treten acht Kandidatinnen und Kandidaten an. Das teilte der Nationale Wahlrat (CNE) am Montag abend (Ortszeit)mit. Zunächst war nur von sechs Bewerbern die Rede gewesen. Bis zum Ablauf der Einschreibefrist am Montag nachmittag (Ortszeit) meldeten sich der Behörde zufolge Eusebio Méndez (Nuvipa), Nicolás Maduro (PSUV, PCV und zwölf weitere Parteien), Reina Sequera (Poder Laboral), María Bolívar (Pdupl), Fredy Tabarquino (Joven), Henrique Capriles Radonski (MUD), Gonzalo Contreras (Cambio Pana) und Julio Mora (Udemo) beim Nationalen Wahlrat (CNE) an und überreichten die notwendigen Unterlagen. Favorit ist der geschäftsführende Staatspräsident Nicolás Maduro. Tausende Menschen begrüßten ihn am Montag mittag am Sitz der Wahlbehörde im Zentrum der Hauptstadt Caracas.

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