Sonntag, 22. Juli 2018
Solidaritätsanzeige

Yoel Acosta ChirinosEiner der Kandidaten bei der venezolanischen Präsidentschaftswahl hat das Handtuch geworfen. Der für die Partei »Republikanischen Zweihundertjährigen Avantgarde« (Vanguardia Bicentenaria Republicana, VBR) nominierte Yoel Acosta Chirinos hat am Montag (Ortszeit) gegenüber Medienvertretern seinen Verzicht auf eine Bewerbung um das höchste Staatsamt angekündigt. Er galt ohnehin als chancenlos, und auch aus politischen Gründen kommt sein Rückzug nicht überraschend, denn Acosta Chirinos ist eigentlich kein Gegner des amtierenden Präsidenten Hugo Chávez.

Chávez singt mit Los CadillacsVenezuelas Top 5»Chávez, Corazón del Pueblo«, der offizielle Wahlkampfsong der Unterstützer des amtierenden Präsidenten, führt Venezuelas Hitparaden an. Wie National-REPORT, das mit der deutschen »Media Control« vergleichbare Unternehmen zur Auswertung der elektronischen Medien, auf seiner Homepage mitteilt, führt das von Hanny, Los Cadillacs und anderen interpretierte Lied unter anderem das Ranking der landesweiten Radiohitparade als auch die lokalen Listen in Caracas und Valencia an.

Prognose des Instituts IVADDrei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela bleibt Amtsinhaber Hugo Chávez weiter klarer Favorit vor dem oppositionellen Herausforderer Henrique Capriles Radonski. Wie eine neue Meinungsumfrage des Instituts IVAD ergab, beträgt der Vorsprung Chávez' vor Capriles aktuell mehr als 18 Prozentpunkte. 50,3 Prozent der Befragten würden demnach für den Präsidenten stimmen, wenn die Wahlen bereits jetzt wären.

Salto PresidencialDas Wahlkampf-Onlineportal Ola Bolivariana hat mit einer neuen Überraschung zur Mobilisierung der Anhänger des Präsidenten Hugo Chávez aufgewartet: einem kleinen Onlinespiel, in dem es darum geht, entweder den Amtsinhaber oder Oppositionsvertreter Henrique Capriles Radonski in den Präsidentenpalast Miraflores zu schiessen. Natürlich steht das Ergebnis bereits fest... Natürlich wollen wir unseren Leserinnen und Lesern diesen Spielspass nicht vorenthalten...

Erwischt: Juan Carlos CalderaParlamentsabgeordnete der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) haben heute den Medien des Landes ein Video präsentiert, das Vertreter der Opposition zeigt, wie sie offenbar Bestechungsgelder annehmen. Zu sehen ist der Oppositionsabgeordnete Juan Carlos Caldera, der von einer nicht zu erkennenden Person Geld erhält. Mit dieser unterhält er sich zudem über die Möglichkeit eines Treffens im Ausland mit dem Präsidentschaftskandidat der Opposition, Henrique Capriles Radonski.

Foto: lubrio / flickr.comDie Indígena-Hilfsorganisation »Survival International« hat eingeräumt, dass es offensichtlich kein Massaker an Angehörigen der Yanomami im Süden Venezuelas gegeben hat. Wochenlang hatte die Organisation zuvor Angaben der Behörden in Zweifel gezogen und auf der Annahme der Ermordung von mehreren Dutzend Indígenas beharrt. Heute erklärte sie jedoch: »Nachdem Survival nun selbst Aussagen von vertraulichen Quellen erhalten hat, glauben wir, dass es keine Attacke von Goldgräbern auf die Yanomami-Siedlung von Irotatheri gegeben hat.«

Vier weniger für CaprilesVenezuelas Opposition zerlegt sich wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl weiter. Vier kleiner Parteien, die bislang beim Nationalen Wahlrat (CNE) als Unterstützer von Henrique Capriles Radonski registriert waren, haben heute offenbar gegenüber der Behörde ihre Nominierung des wichtigsten Oppositionskandidaten zurückgezogen. Medienberichten zufolge haben die Parteien »Manos por Venezuela«, »Vota Piedra«, »Cambio Pana« und »Unidad Democrática« Capriles den Rücken gekehrt, weil sie sich im Oppositionsbündnis nicht ausreichend repräsentiert fühlten.

TeleSur-Reporter Rolando Segura bei den YanomamiVenezuelas Behörden haben Berichte über ein Massaker an Indígenas im Süden des Landes zurückgewiesen. Auch ein Team des lateinamerikanischen Fernsehsenders TeleSur suchte nach eigenen Angaben »zu Lande und aus der Luft« nach Anzeichen für ein solches Verbrechen, konnte jedoch auch Tagen nichts finden. Die Indígena-Hilfsorganisation »Survival International« kritisiert dies jedoch als »Schönfärberei«.

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