Dienstag, 17. Oktober 2017
Solidaritätsanzeige

Venezuela

Krieg der Umfragen

ver.diver.diDie Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in Berlin ist die erste diplomatische Vertretung in Deutschland mit einem Betriebsrat. Von den 18 lokalen Angestellten der Botschaft gehören inzwischen 15 der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di an. Auf Initiative der Betriebsgruppe wurde dort nun auch die Interessenvertretung der nicht diplomatischen Beschäftigten, deren Arbeitsverträge nach den deutschen Gesetzen sind, gewählt. Mit 90 Prozent der Wahlberechtigten war die Beteiligung an der Abstimmung sehr hoch. »Mit Blick auf die Verabschiedung des neuen Organgesetzes für Arbeit in Venezuela, welches am 7. Mai 2012 in Caracas verabschiedet wurde, konnte mit sehr viel Engagement und eigener Überzeugung die Betriebsratswahl eingeleitet und umgesetzt werden«, zeigte sich die zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin Katja Boll hocherfreut.

Oben links auf dem StimmzettelOben links auf dem StimmzettelDie Mehrheit der Venezolanerinnen und Venezolaner wird am 7. Oktober oben links wählen. Das ergibt sich aus den aktuellen Umfragewerten sowie aus dem Wahlzettel, den die Fernsehsendung La Iguana am Donnerstag vorgestellt hat. Die offiziellen Muster wird der Nationale Wahlrat (CNE) ab dem 16. August verbreiten, damit sich die Wählerinnen und Wähler mit dem Aussehen des Stimmzettels vertraut machen können.

Klarer Favorit: Hugo ChávezKlarer Favorit: Hugo ChávezKnapp zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela bleibt Amtsinhaber Hugo Chávez grosser Favorit. Einer am Mittwoch vom regierungsnahen Meinungsforschungsinstitut GIS-XXI veröffentlichten Umfrage zufolge, würden 56 Prozent der Venezolanerinnen und Venezolaner für Chávez stimmen, wenn die Wahlen bereits jetzt wären. Auf den wichtigsten Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski entfielen demnach 29 Prozent. Elf Prozent äußerten sich noch unentschieden, während vier Prozent für einen anderen Kandidaten stimmen oder gar nicht wählen wollen. Als Fehlermarge gab das Institut zwei Prozent an.

Natürlich wurde auch zusammen musiziert. Foto: BotschaftNatürlich wurde auch zusammen musiziert. Foto: BotschaftIn den Räumen der venezolanischen Botschaft in Berlin sind am gestrigen Mittwoch abend Musiker aus Venezuela und Kuba zusammengekommen, um über ihre Arbeit zu diskutieren. Bekannteste Teilnehmer waren die Jungs der venezolanischen Gruppe »Dame Pa' Matala«, die sich blendend mit den in der deutschen Hauptstadt lebenden Künstlern von »Cuba Feeling«, »Sonido 3« und »Trio Palmera« verstanden. Zentrales Thema der Gespräche war, wie die diplomatische Vertretung in einer Pressemitteilung informierte, die Lage, in der sich lateinamerikanische Musiker in einem kapitalistischen Land wie Deutschland befinden.

Hugo ChávezHugo ChávezDie Aufnahme Venezuelas als Vollmitglied in den Gemeinsamen Markt des Südens (MERCOSUR) ist eine politische Niederlage für die US-Diplomatie, deren Ziel es um jeden Preis ist, Venezuela und seine sozialistische Revolution in der Region zu isolieren. Mit allen Mitteln bis hin zum Staatsstreich hat das Weiße Haus versucht, den bevorstehenden Beitritt der Bolivarischen Republik in diesen Integrationsmechanismus zu verhindern.

Hat er noch einen? Henrique Capriles RadonskiHat er noch einen? Henrique Capriles RadonskiUnerwartetes Aus für den Kandidaten der Opposition bei der Präsidentschaftswahl in Venezuela? Das Nachrichtenportal Semana veröffentlichte am Mittwoch einen Bericht, wonach Henrique Capriles Radonski neben der venezolanischen noch eine zweite Staatsangehörigkeit besitzt. Artikel 227 der venezolanischen Verfassung legt als Voraussetzung für die Übernahme des höchsten Staatsamtes jedoch nicht nur fest, dass der Kandidat Venezolaner ist - sondern dass er auch keine andere Nationalität besitzt. Sollte sich der Bericht des Portals bestätigen, müsste der Nationale Wahlrat (CNE) dem Oppositionsvertreter die Kandidatur verweigern.

Die Welt für VenezuelaDie Welt für VenezuelaIn mehr als 100 Städten weltweit finden heute Solidaritätsaktionen für die Bolivarische Revolution in Venezuela und für eine Wiederwahl des Präsidenten Hugo Chávez statt. Die Aktionen am heutigen Geburtstag des venezolanischen Nationalhelden Simón Bolívar waren am 6. Juli von den Teilnehmern des »Forums von Sao Paulo«, des wichtigsten Zusammenschlusses der Linken Lateinamerikas, beschlossen worden. In Deutschland hält sich die Beteiligung am Aktionstag in Grenzen, lediglich die Jugend der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) in Jena veranstaltet heute abend ein Kundgebung, Filmveranstaltung und anschliessende Soliparty. Die Partei Die Linke und die DKP, die beide am Forum teilgenommen hatten, haben keine Initiativen ergriffen.

Katty Isaac Rodríguez Katty Isaac Rodríguez Am Freitag ist Katty Isaac Rodríguez am Steuerknüppel eines Verkehrsflugzeugs in den Himmel über ihrem Land gestartet. Die 26jährige, die zur Gemeinschaft der Mourak, einer Ethnie der Pemón, gehört, ist damit die erste Indígena Venezuelas, die zur Pilotin ausgebildet wurde. Ermöglicht wurde ihr dies durch ein Stipendium des Ministeriums der Volksmacht für Luftverkehr und Seeschifffahrt (MPPTAA), durch das sie am Ausbildungsinstitut in Maracay studieren konnte. Die Prüfungen dort legte sie mit ausgezeichneten Beurteilungen ab, meldeten venezolanische Medien am Wochenende stolz.

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