Montag, 18. Dezember 2017
Solidaritätsanzeige

Außenminister Jorge Arreaza mit dem deutschen Botschafter in Caracas. Foto: Patricia Martínez / MPPREAußenminister Jorge Arreaza mit dem deutschen Botschafter in Caracas. Foto: Patricia Martínez / MPPREVenezuelas Außenminister Jorge Arreaza hat am Montag (Ortszeit) die Botschafter von Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien einbestellt und ihnen an die jeweiligen Regierungen gerichtete Protestnoten überreicht. Damit reagierte Caracas auf die Erklärungen dieser europäischen Länder, die das demokratische System des südamerikanischen Landes in Frage gestellt und den Institutionen der Bolivarischen Republik die Anerkennung verweigert hatten.

»Wir haben ihnen aufgrund ihrer Einmischung in die inneren Probleme Venezuelas, in das Funktionieren seiner Demokratie und seiner öffentlichen Gewalten eine energische und umfassende formelle Protestnote übergeben«, erklärte Arreaza anschließend vor Journalisten. Er kritisierte, dass die Botschafter Deutschlands, Spaniens und Italiens die Oppositionspolitikerin Lilian Tintori, Ehefrau von Leopoldo López, am Samstag zum Flughafen begleitet hatten. Sie wollte das Land verlassen, obwohl gegen sie in Venezuela ein Gerichtsverfahren anhängig ist. Tintori soll Rechenschaft ablegen über Bargeld in Höhe von 200 Millionen Bolívares (je nach Wechselkurs zwischen 10.000 und 60.000 Euro), das in ihrem Auto gefunden wurde.

»Es ist eine Untersuchung im Gange, und deshalb wurde ihr untersagt, das Land zu verlassen, bevor sie vor der venezolanischen Justiz ausgesagt hat«, erläuterte Arreaza. Die Regierungen von Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien hätten darauf in »absolut impertinenter, absolut beleidigender Weise« reagiert, so der Außenminister.

Venezuela sei zu freundschaftlichen und respektvollen Beziehungen mit allen Ländern der Welt bereit, betonte Arreaza. Sollten die genannten Staaten jedoch ihre Einmischung beibehalten, werde Venezuela schärfere diplomatische Maßnahmen erwägen.

Am Mittwoch will Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin den oppositionellen Präsidenten der venezolanischen Nationalversammlung, Julio Borges, und seinen Stellvertreter Freddy Guevara empfangen. An diesem Treffen hatte Tintori ursprünglich teilnehmen sollen.

Quelle: Außenministerium Venezuela / RedGlobe

Kommentare   

# DemokratieAndreas Hauser 2017-09-08 18:08
Wenn das vom venezulanieschen Volk gewählte Parlament entmachtet wird und eine von der Regierung eingesetzte Vefassungsgebende Versammlung die Herrschaft über das Volk übernimmt , wobei die von Chaves erarbeitete Verfassung ersetzt werden soll, dann muss man schon sehr dogmatisch verblendet und blind für das Elend des venezulanieschen Volkes sein. Aus eigener örtlicher Erfahrung weiß ich; es gibt keine Milch, keine Babynahrung , wenig Medikamente, selten Brot, kein Fleisch, viel Rum, kostenlos Benzin in jeder gewünschten Menge, kein Maismehl, viele Häusereinbrüche oft der Suche nach verwertbaren, viele Überfälle, denn nehmt den Reichen und gebt den , ne....lieber selbst behalten.
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