Donnerstag, 14. Dezember 2017
Solidaritätsanzeige

Nicolás Maduro bei der Kundgebung. Screenshot: VTVZehntausende Menschen haben am Freitag in Caracas mit einer Großdemonstration an den Sturz der Militärdiktatur von Marcos Pérez Jiménez vor 57 Jahren erinnert. Gewidmet war die Kundgebung zudem der Erinnerung an die Tausenden Todesopfer der Diktatur, die nach Ansicht der venezolanischen Regierung mit dem Sturz des Alleinherrschers am 23. Januar 1958 nicht beendet gewesen sei. Vielmehr habe der Verrat der bürgerlichen Parteien damals die Errichtung einer echten Demokratie verhindert, die Diktatur habe letztlich bis zum Amtsantritt von Hugo Chávez am 2. Februar 1999 bestanden. Allein in den 60er Jahren seien 3000 Studenten und Arbeiter »verschwunden« und nie wieder aufgetaucht, erinnerte Venezuelas Präsident Nicolás Maduro in seiner Ansprache an das Erbe der Oligarchie.

Heute gelte es, die Vergangenheit im Gedächtnis zu behalten, um die Revolution und den Aufbau des Sozialismus fortsetzen zu können, unterstrich Maduro. Derzeit sei in Venezuela ein erneuter Staatsstreich im Gange, gegen den das Volk Widerstand leisten müsse. Der Wirtschaftskrieg solle das Land destabilisieren und so den Sturz der Regierung erreichen. Der Präsident richtete eine »letzte Warnung« an die Unternehmer, ihre Zusagen einzuhalten. Das Volk rief er zu einer »Schlacht« gegen den drohenden Putsch auf. Er werde in den nächsten Tagen neue Beweise für die Verschwörung der Rechten zur Destabilisierung des Landes vorlegen. Es reiche jedoch nicht mehr, die Wahrheit zu kennen – die Zeit des Handelns sei gekommen.

Scharf kritisierte Maduro drei lateinamerikanische Expräsidenten, die in den kommenden Tagen in Caracas bei einer Solidaritätsveranstaltung für die Opposition auftreten wollen. Man werde sie einreisen lassen, kündigte Maduro an. Chiles Expräsident Sebastián Piñera, Andrés Pastrana aus Kolumbien und Felipe Calderón aus Mexiko müssten sich aber darüber klar sein, dass sie die extreme Rechte unterstützten, deren Agieren im vergangenen Jahr 43 Venezolanern das Leben gekostet habe. Zudem sollten sich die drei Politiker lieber um die Lage in ihren eigenen Ländern kümmern, anstelle »ihre Nase nach Venezuela« zu stecken. So habe Piñera Proteste der Mapuche-Indígenas in Chile gewaltsam unterdrücken lassen. Ebenso sei die Staatsmacht gegen Studenten vorgegangen, die gegen Studiengebühren auf die Straße gegangen waren.

Real time web analytics, Heat map tracking
Ähnliche Beiträge

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.