Samstag, 18. August 2018
Solidaritätsanzeige

Herzliche Verabschiedung des Präsidenten am Freitag in Caracas. Foto: chavezcandanga / flickr.comDie kubanischen Ärzte des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez haben sich zufrieden mit dem Verlauf der Operation gezeigt, der sich der Politiker am Montag in Havanna unterziehen musste. Zuvor war bei einer Untersuchung eine »Veränderung« an der Stelle seines Körpers entdeckt worden, an der ihm im vergangenen Jahr ein bösartiger Tumor entfernt worden war. Wie aus einem offiziellen Kommuniqué hervorgeht, das Venezuelas Vizepräsident Elías Jaua am Dienstag (Ortszeit) vor dem Parlament in Caracas verlas, konnte die diagnostizierte Läsion im Beckenbereich vollständig entfernt werden. Es habe keinerlei Komplikationen gegeben, der Patient erhole sich angemessen. In Kürze sollen die Ergebnisse der durchgeführten Gewebeuntersuchung bekanntgegeben werden. Erst dann könne über die notwendige weitere Behandlung des venezolanischen Staatschefs entschieden werden.

Die Regierung verurteilt in dem Kommuniqué zudem die »perverse Kampagne« internationaler Medien, die in den vergangenen Tagen berichtet hatten, die Ärzte hätten Chávez bereits aufgegeben. Chávez selbst wandte sich mit dem Aufruf an die Bevölkerung, die Festigung der Unabhängigkeit und den Aufbau des Sozialismus in dem südamerikanischen Land fortzusetzen. »Wir werden leben und wir werden siegen!« beendete er den Appell mit seinem vor einigen Monaten eingeführten neuen Kampfruf.

In Venezuela sind in den vergangenen Tagen Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität mit dem Präsidenten zu demonstrieren. Die rechte Opposition ihrerseits, die in den vergangenen Monaten der Regierung vorgeworfen hatte, Chávez' Krankheit zu Propagandazwecken zu mißbrauchen und sogar die Tatsache seiner Erkrankung in Zweifel gezogen hatte, hofft nun darauf, daß das »bevorstehende Ableben« des Amtsinhabers die Chancen ihres Präsidentschaftskandidaten Henrique Capriles Radonski steigern könne. Die spontanen Reaktionen der Bevölkerung sprechen jedoch eine ganz andere Sprache.


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