Dienstag, 21. August 2018
Solidaritätsanzeige

VenezuelaIn Caracas ist am Samstagabend ein Anschlag auf Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro fehlgeschlagen. Als der Staatschef während einer Militärparade auf der Avenida Bolívar im Zentrum der Hauptstadt zu den Soldaten sprach, detonierten mindestens zwei mit Sprengstoff beladene Flugkörper. Die Fernsehübertragung wurde umgehend abgebrochen, Maduro von seinen Leibwächtern in Sicherheit gebracht. Er bleib unverletzt, aber sieben Menschen wurden bei dem Anschlag verwundet.

Maduro machte wenig später in einer Fernsehansprache Kolumbien und die USA für das Attentat mitverantwortlich. Die unmittelbaren Täter seien bereits gefasst worden, doch »hinter dem Anschlag steht der Name Juan Manuel Santos«, beschuldigte Maduro den am Dienstag aus dem Amt scheidenden kolumbianischen Präsidenten. Finanziert worden sei der Terrorakt aus den USA.

Dafür gibt es tatsächlich Indizien: Noch während Maduro sprach, verbreitete die Rechtsaktivistin Patricia Poleo von ihrem Exil in Miami aus das Bekennerschreiben der Terroristen. In diesem heißt es, man habe mit Drohnen die Tribüne sprengen wollen, auf der Maduro und seine Umgebung gestanden hatten. Das sei gescheitert, weil Scharfschützen der Ehrengarde die Flugkörper abgeschossen hätten. Man habe aber gezeigt, dass das »Regime verwundbar« sei.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Attentats solidarisierten sich El Salvador, Kuba, Bolivien und Nicaragua mit der Regierung Venezuelas. Auch die Kommunistische Partei Venezuelas und zahlreiche andere Organisationen des Landes verurteilten den Anschlag. In mehreren Ländern Lateinamerikas wurde zu Solidaritätsaktionen mit Venezuela aufgerufen, während in Caracas selbst zunächst angespannte Ruhe herrschte.

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