26 | 04 | 2019

Bericht des kubanischen Fernsehens über ZunZuneoZwischen 2009 und 2012 haben die USA insgeheim und illegal einen Internetdienst nach der Art von Twitter gegen Kuba eingesetzt. Darüber berichtete gestern die Nachrichtenagentur AP. Der Name dieses Geheimprojekts lautete ZunZuneo, was umgangssprachlich das Zwitschern kubanischer Kolibris meint. Dahinter steckte die aus Bundesmitteln finanzierte »Internationale US-Entwicklungsagentur« (USAID), doch deren Beteiligung sollte um jeden Preis verschleiert werden. In den entsprechenden Verträgen, etwa mit dem Dienstleister Mobile Accord, wurde ausdrücklich festgelegt, dass die Beteiligung der US-Administration nicht erwähnt werden durfte. Betrieben wurde der Dienst von Zentralamerika aus durch Informatiker, die von dem Unternehmen Creative Associates International, das durch US-Regierungsaufträge Hunderte Millionen Dollar verdient hat, beauftragt wurden.

Herzliche Begegnung: Nguyen Tan Dung und Fidel Castro. Foto: GranmaDer kubanische Revolutionsführer Fidel Castro Ruz hat am Mittwoch den Ministerpräsidenten der Sozialistischen Republik Vietnam, Nguyen Tan Dung, zu einem Gespräch empfangen. Wie die deutschsprachige Ausgabe der Granma Internacional meldet, kam es bei dem brüderlichen und herzlichen Treffen in einem Klima der Freundschaft und Verständigung zu einem intensiven Austausch über die historischen Beziehungen zwischen Kuba und Vietnam, die Erfahrungen der beiden Länder in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung sowie die Gefahren, die der Klimawandel und die imperialistischen Provokationen für die Menschheit darstellen.

Granma, 28. März 2014»Vater, sagte ich ihm, bist du es oder bist du es nicht oder wer bist du? Und mit dem Blick auf die Bergkaserne gerichtet, sagte er: 'Ich erwache alle 100 Jahre, wenn das Volk erwacht'.«

Das war die Antwort des Befreiers von Amerika, Simón Bolívar, auf die gewagte Frage von Pablo Neruda nach dem Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges, als es den spanischen Arbeitern gelang, die Besetzung der Bergkaserne von Madrid durch die Faschisten zu verhindern.

Diese Erinnerung kam mir angesichts der Ereignisse in den Sinn, die sich in unserer Schwester, der Bolivarischen Republik Venezuela, abgespielt haben. In unserem alleinstehenden Heimatland hatte die Revolution schon vor vielen Jahren begonnen, und wir waren erfüllt von einem ungleichen und fast unvorstellbaren Kampf gegen das mächtigste Imperium, das die Welt je gesehen hat.

Free the Five!Free the Five!Einen Tag nach seiner Entlassung aus US-amerikanischer Haft ist der kubanische Aufklärer Fernando González am Freitag nach Kuba zurückgekehrt. Nach seiner Freilassung aus dem Bundesgefängnis Safford in Arizona war González zunächst den nordamerikanischen Einwanderungsbehörden übergeben worden, die ein Verfahren wegen illegaler Einreise gegen ihn eröffneten. Hintergrund war die Tatsache, dass González bei seiner Einreise in die Vereinigten Staaten in den 90er Jahren verschwiegen hatte, dass er für die kubanische Staatssicherheit tätig war. Zunächst war unklar gewesen, wie lange er wegen dieses Verfahrens noch in den USA festgehalten werden würde, doch offenbar wollten die nordamerikanischen Behörden ihn möglichst schnell loswerden. So konnte er heute mittag (Ortszeit) nach Kuba heimkehren.

Gegen die BlockadeGegen die BlockadeNach langem Widerstand unter anderem durch die deutsche Bundesregierung haben sich die EU-Außenminister heute in Brüssel darauf geeinigt, Schritte zur Normalisierung der seit 1996 eingefrorenen Beziehungen mit Kuba zu gehen. Der EU-Rat verabschiedete einen Verhandlungsauftrag an die Europäische Kommission mit dem Ziel, ein »bilaterales Abkommen über politischen Dialog und Kooperation mit Kuba« zu schließen. »Ich vertraue darauf, dass diese Verhandlungen dabei helfen werden, unser Engagement mit Kuba zu konsolidieren«, erklärte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton. Zugleich gab sie eine Sprachregelung vor, die es Berlin und anderen Blockierern - wie Schweden und Polen - erlaubt, die Bedeutung der Entscheidung herunterzuspielen. Es handle sich um ein »Angebot« an Kuba und »keine Veränderung der Politik gegenüber der Vergangenheit«.

In der zum Abschluss des II. Gipfeltreffens der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) vereinbarten Deklaration von Havanna heben die 33 anwesenden Würdenträger in Vertretung der Mitgliedsstaaten hervor, dass es in den zwei Jahren seit der Gründung der CELAC gelungen ist, „einen Raum für den Dialog und die politische Abstimmung" zu schaffen, „der uns eint und das Bestreben möglich macht, gemeinsam für das Wohl unserer Völker zu arbeiten; der gleichzeitig eine bessere Integration und Projektion unserer Region in der internationalen Arena ermöglicht".

Treffen von Fidel Castro mit Evo Morales, Rafael Corea und Daniel Ortega in Havanna, 29. Januar 2014. Foto: Alex CastroTreffen von Fidel Castro mit Evo Morales, Rafael Corea und Daniel Ortega in Havanna, 29. Januar 2014. Foto: Alex CastroIn der kubanischen Hauptstadt ist in den vergangenen Tage eine Manifestation historischen Ausmaßes zu bestaunen gewesen. Als Vorsitzender der Lateinamerikanischen und Karibischen Staatengemeinschaft CELAC hatte Kuba erstmals seit der Revolution vor mehr als 50 Jahren Repräsentanten aller Staaten der Region zu Gast – nur die USA und Kanada gehörten nicht dazu. Die CELAC verbindet die Staaten der Karibik und Lateinamerikas und realisiert damit eine Vision von antikolonialen Freiheitskämpfern wie Simón Bolívar und José Martí. »Die Durchführung dieses Gipfeltreffens in Havanna unterstreicht die Wichtigkeit von Kuba inner­halb des Integrationsprozesses von Lateinamerika und Karibik«, erklärte dazu die Präsidentin Brasi­liens, Dilma Rousseff. »Nur mit Kuba wird unsere Region komplettiert.« Die 2011 in Caracas offiziell gegründete CELAC ist seit 200 Jahren die erste Organisation, welche die souveränen Nationen der Region ohne Einmischung der USA oder anderer auswärtiger Mächte.

Raúl Castro en la inauguración de CELAC. Foto: Ismael Francisco/ Cubadebate von Cubadebate bei FlickrRaúl Castro en la inauguración de CELAC. Foto: Ismael Francisco/ Cubadebate von Cubadebate bei FlickrSehr geehrte Damen und Herren Staats- und Regierungschefs Lateinamerikas und der Karibik,
verehrte Außenminister und Gäste:

im Namen des Volkes und der Regierung Kubas heiße ich Sie herzlich willkommen und wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt. Für uns ist es eine große Ehre und eine Quelle aufrichtiger Dankbarkeit, mit der Anwesenheit von Ihnen allen auf diesem Gipfel „Unseres Amerikas" zählen zu können, welcher für den Tag des 161. Geburtstages von José Martí einberufen wurde.

Bolivarische Allianz für die Völker Unseres AmerikasBolivarische Allianz für die Völker Unseres AmerikasIm zehnten Jahr ihrer Existenz wächst die 2004 von Hugo Chávez und Fidel gegründete Bolivarische Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA) weiter. Am Rande des derzeit in Havanna stattfindenden Gipfeltreffens der Lateinamerikanischen und Karibischen Staatengemeinschaft (CELAC) beantragten Grenada sowie St. Kitts und Nevis die Mitgliedschaft in dem antiimperialistischen Bündnis. Das berichtete ALBA-Generalsekretär Bernardo Álvarez in Havanna.

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