Infolge der neuen einseitigen Zwangsmaßnahmen gegen Kuba, die die US-Regierung am 18. Oktober angekündigt hat, ist die Luftfahrt der Insel schwer getroffen worden. Insbesondere die Fluggesellschaft Cubana de Aviación musste bereist Verbindungen einstellen, wie gestern in Havanna bekannt wurde. Der stellvertretende Cubana-Direktor Arsenio Arocha Elias-Moisés wies darauf hin, dass diese Maßnahmen ein Beweis für die Verschärfung und die Aggressivität der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade seien, die seit fast 60 Jahren gegen Kuba aufrechterhalten wird. Die Verschärfung habe wirtschaftliche Schäden zur Folge, weil Vertragspartner ihre übernommenen Verpflichtungen nicht mehr erfüllten, sagte er.

Cubana de Aviacion sei von Leasinggesellschaften aus Drittländern über die Einstellung bereits unterzeichneter Leasingverträge unterrichtet worden, was zur Annullierung internationaler Flüge zu den Destinationen Santo Domingo, Mexiko, Cancún, Caracas, Port-au-Prince, Fort de France und Point de Pitre geführt habe.

Die Auswirkungen spiegeln sich auch im nationalen Flugverkehr wider, wo die Inlandrouten neu eingestellt werden müssen, die derzeit nach Holguín und Santiago de Cuba führen. Es werde jedoch geprüft, wie die Routen so angepasst werden können, dass die Auswirkungen gering blieben.

Das Unternehmen entschuldige sich für die Unannehmlichkeiten, die die neuen Maßnahmen der Regierung der USA gegen die Insel mit sich gebracht hätten, und bekräftigte, dass man trotz dieser aggressiven Eskalation nach den entsprechenden Lösungen suchen werde, um seine Dienstleistungen weiterhin erbringen zu können. Den Fluggästen, die von der Annullierung der Flüge betroffen sind, werde der Gesamtwert des Tickets in den Geschäftsstellen zurückerstattet. Bis zum 31. Dezember könnten schätzungsweise 40.000 Passagiere nicht befördert werden, was für Cubana Einbußen von zehn Millionen konvertibler Pesos bedeute.

Quelle:

Granma Internacional