Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla begann seinen Redebeitrag mit der Anklage, dass die USA große Anstrengungen unternehmen würden, um die Kubas medizinische Zusammenarbeit, die auf ethischen und humanistischen Prinzipien beruhe, ein Beispiel für die Zusammenarbeit Süd-Süd sei und Ländern Lateinamerikas und der Karibik, Afrikas und Asiens dabei geholfen habe, die gesundheitliche Versorgung zu verbessern und Menschen in schwer zugänglichen Gebieten medizinisch zu behandeln, zu diskreditieren und zu sabotieren.

„Indem die USA gegen die medizinische Zusammenarbeit Kubas vorgehen, greifen sie nicht nur Kuba an sondern sie unterhöhlen die realen Möglichkeiten vieler Länder, die sich in der Entwicklung befinden, eine universale Gesundheitsbetreuung zu erreichen und die Ziele der Nachhaltigen Entwicklung zu erfüllen“, sagte Rodríguez.

Er wies daraufhin, dass die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung habe und man die Gesundheit als eine Ware und nicht als ein Recht betrachte. Diese Situation könne nur mit politischem Willen und der konzertierten Aktion der internationalen Gemeinschaft umgekehrt werden.

„Die Blockade der USA ist das wichtigste Hindernis für unsere Entwicklung und die einzig aktuell bestehende Beschränkung, um noch effektivere Ergebnisse im Bereich der Gesundheit zu erreichen. Der Grad der Immunisierung Kubas betrug Ende des letzten Jahres 98 %, 14 Infektionskrankheiten sind ausgerottet, 9 stellen kein Gesundheitsproblem mehr da und 29 übertragbare Krankheiten sind unter Kontrolle“, erklärte Rodríguez.

Die kubanische Erfahrung zeige, dass wenn genügend politischer Wille besteht, es möglich ist, ein einzigartiges, kostenloses und für 100 % der Bevölkerung zugängliches öffentliches Gesundheitssystem zu errichten, betonte er.

Der kubanische Außenminister machte außerdem deutlich, dass der Kapitalismus von seiner Philosophie her einer universalen Gesundheitsversorgung entgegenstehe, denn diese beinhalte größere Verantwortung und höhere öffentliche Ausgaben für die Staaten.

Quelle:

Granma Internacional